[0:00]Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass du wieder dabei bist. Heute haben wir ein Thema, das wirklich jeden Menschen betrifft. Egal wie alt man ist, egal wo man lebt, egal was man macht, dieses Thema ist immer relevant. Hallo zusammen, schön wieder hier zu sein. Ja, ich glaube, das heutige Thema ist eines, dass man nie wirklich abschließt. Es begleitet einen das ganze Leben. Es hat keinen Endpunkt. Genau, wir sprechen heute über persönliche Entwicklung. Das Wort Entwicklung kommt von entwickeln, also etwas entfalten, etwas wachsen lassen. Persönliche Entwicklung bedeutet, man arbeitet daran, als Mensch zu wachsen. Man lernt, man verändert sich, man wird mit der Zeit mehr von dem, was man sein möchte. Und das klingt vielleicht groß, vielleicht sogar ein bisschen überwältigend. Man denkt, ich muss mich verändern, bin ich nicht gut genug, wie ich bin. Ja, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Persönliche Entwicklung bedeutet nicht, dass man nicht gut genug ist. Es bedeutet nicht, dass man sich schämen sollte für das, was man ist, es bedeutet nur, man ist neugierig auf mehr, man möchte wachsen, man möchte lernen, man ist nicht fertig und das ist etwas Schönes. Ja, niemand ist fertig. Das ist keine Schwäche, das ist das Leben. Das Leben selbst ist ein Prozess, ein Weg, der sich immer weiter bewegt. Genau, und heute wollen wir darüber sprechen, was bedeutet persönliche Entwicklung wirklich? Wie sieht sie im Alltag aus, was hilft dabei, was hindert und wie kann man auf Deutsch darüber sprechen? Mit einfachen, klaren wahren Sätzen. Ich fange mal mit einem persönlichen Beispiel an. Vor einigen Jahren, ich war damals Ende 20, habe ich gemerkt, dass ich in vielen Bereichen meines Lebens auf der Stelle trat. Auf der Stelle treten bedeutet, man bewegt die Beine, aber man kommt nicht weiter. Wie beim Marschieren auf der Stelle. Man macht Bewegung, aber man geht nicht wirklich weiter. Das ist ein sehr gutes Bild. Man ist beschäftigt, man macht Dinge, aber man kommt nicht weiter, man wächst nicht wirklich. Genau, ich hatte denselben Alltag, dieselben Gewohnheiten, dieselben Reaktionen auf dieselben Situationen. Und irgendwann habe ich gemerkt, ich mache immer dasselbe und ich bekomme immer dasselbe Ergebnis. Wenn ich etwas anderes will, muss ich auch etwas anderes tun. Das ist ein sehr wichtiger Gedanke, wenn man immer dasselbe tut, bekommt man immer dasselbe Ergebnis. Um etwas anderes zu bekommen, muss man etwas ändern. Ja, und das klingt einfach, aber es ist schwer, weil Gewohnheiten so tief sitzen. Man macht Dinge automatisch, ohne darüber nachzudenken und und diese automatischen Muster zu erkennen und dann zu verändern, das braucht Bewusstsein und Geduld. Das Wort Bewusstsein ist hier sehr wichtig. Bewusstsein bedeutet, man ist sich etwas bewusst. Man sieht es, man erkennt es. bei persönlicher Entwicklung ist Bewusstsein der erste Schritt. Man kann sich nicht verändern, wenn man nicht erst sieht, was man verändern möchte, genau. Genau, und dieses Sehen, dieses ehrliche Hinschauen auf sich selbst, das ist manchmal das Schwerste, weil es bedeutet, dass man sich selbst wirklich anschaut, mit den Stärken, aber auch mit den Schwächen, mit dem was gut ist und dem was noch wachsen könnte. Und das braucht Mut, wirklich ehrlich mit sich selbst zu sein, das ist nicht leicht, weil man manchmal Dinge sieht, die man lieber nicht sehen möchte, Muster, die man schon lange trägt, Dinge, die man vielleicht von anderen übernommen hat, ohne es zu merken, ja. Ja, manchmal erbt man Muster, wie man erbt, dass man braune Augen hat oder lockiges Haar. Man übernimmt Verhaltensweisen von der Familie, von der Umgebung, von der Gesellschaft. Und und irgendwann merkt man, das ist gar nicht wirklich meins, das habe ich gelernt, aber das entspricht nicht wirklich mir. Und das zu erkennen ist der Beginn von persönlicher Entwicklung. Man sagt, das war nicht meins, und ich kann etwas Neues lernen, ich kann mich anders entscheiden. Ja, man ist nicht seine Vergangenheit, man ist nicht seine alten Muster. Man kann sich entscheiden, anders zu sein. Das braucht Zeit und Arbeit, aber es ist möglich. Das ist ein sehr wichtiger und befreiender Gedanke. Man ist nicht festgelegt, man ist nicht definiert durch das was war. Man kann wachsen. Ich möchte jetzt über verschiedene Bereiche sprechen, in denen persönliche Entwicklung stattfindet, weil es so viele verschiedene Seiten davon gibt. Ja, gerne, also ein sehr wichtiger Bereich ist das Lernen, im Sinne von neue Dinge lernen, neue Fähigkeiten, neues Wissen, neue Perspektiven. Man liest ein Buch und denkt danach anders über etwas. Man macht einen Kurs und bekommt neue Werkzeuge. Man reißt an einen neuen Ort und sieht die Welt mit anderen Augen. Ja, lernen, ist eine der schönsten Formen von persönlicher Entwicklung, weil man immer mehr sehen kann. Der Horizont wird breiter. Das Wort Horizont bedeutet die Linie in der Ferne, wo der Himmel und die Erde zusammen treffen. Ein breiterer Horizont bedeutet, man sieht weiter, man versteht mehr. Das Bild gefällt mir sehr. Lernen als das Erweitern des Horizonts, man sieht immer mehr von der Welt und von sich selbst. Dann gibt es den Bereich der Beziehungen, wie man mit anderen Menschen umgeht, wie man kommuniziert, wie man zuhört, wie man Konflikte löst, wie man liebt, das sind alles Fähigkeiten und Fähigkeiten kann man lernen und verbessern. Ja. Ja, viele Menschen denken, dass man entweder gut in Beziehungen ist oder nicht. Dass das einfach eine Eigenschaft ist, die man hat oder nicht hat, aber das stimmt nicht. Man kann lernen, besser zuzuhören, man kann lernen, klarer zu sprechen. Man kann lernen, Konflikte mit Respekt zu führen, genau. Genau. Beziehungsfähigkeit ist eine Fähigkeit, wie Fahrradfahren oder Kochen. Man übt sie, man verbessert sich, man macht Fehler und lernt daraus. Dann gibt es den emotionalen Bereich, wie man mit seinen Gefühlen umgeht, wie man Emotionen versteht, bei sich selbst und bei anderen, wie man nicht sofort reagiert, wenn man aufgewühlt ist, wie man mit Trauer, mit Angst, mit Wut umgeht. Das nennt man auch emotionale Intelligenz. Intelligenz, Intelligenz bedeutet hier nicht wie klug man ist im Sinne von Schule oder Mathematik. Es bedeutet, wie gut man Gefühle versteht und damit umgeht. Und auch das kann man lernen. Es ist keine feste Eigenschaft, es ist eine Fähigkeit. Ja. Ja, und emotionale Intelligenz ist oft wichtiger als andere Arten von Intelligenz, weil so viele Bereiche des Lebens von Emotionen beeinflusst werden. Entscheidungen, Beziehungen, Arbeit, Gesundheit, all das hängt auch davon AB, wie gut man mit Gefühlen umgehen kann. Dann gibt es noch den körperlichen Bereich, auf seinen Körper zu 8. genug zu schlafen, sich zu bewegen, sich gut zu ernähren. Das klingt vielleicht nicht wie persönliche Entwicklung, aber es ist ein Teil davon, weil der Körper und der Geist zusammenhängen. Wenn man sich körperlich gut fühlt, denkt man klarer, fühlt man besser, hat man mehr Energie. Ja. Man kann nicht den Geist entwickeln, wenn man den Körper vergisst. Beides gehört zusammen. Ein gesunder Körper ist die Basis, das Fundament, auf dem alles andere aufbaut und dann gibt es noch den spirituellen Bereich, oder nennen wir es den Sinnbereich. Die Frage, was gibt meinem Leben Bedeutung, wofür stehe ich auf, was sind meine Werte, was ist mir wirklich wichtig? Ja. Ja, diese Fragen sind tief, aber sehr wichtig, weil wenn man weiß, was einem wichtig ist, dann hat man eine Richtung, dann weiß man, wofür man lebt, und und das gibt Stabilität, auch in schwierigen Zeiten, genau. Wer seine Werte kennt, der ist nicht so leicht verloren, er hat einen inneren Kompass. Das Wort Kompass, das ist das Werkzeug, mit dem man die Richtung findet. Früher haben Seefahrer ihn benutzt, um auf dem Ozean nicht die Richtung zu verlieren. Ein innerer Kompass bedeutet, man hat eine innere Orientierung, man weiß, wohin man will, auch wenn der Weg manchmal unklar ist, ja. Ja, und persönliche Entwicklung hilft dabei, diesen inneren Kompass zu finden und zu schärfen. Ich möchte jetzt über etwas sprechen, dass ich sehr wichtig finde und zwar die Rolle von Fehlern bei der persönlichen Entwicklung. Oh, das ist ein sehr wichtiges Thema, weil viele Menschen Angst vor Fehlern haben. Sie wollen keinen Fehler machen, sie wollen alles richtig machen und und deshalb versuchen sie manchmal gar nichts Neues, weil sie Angst haben, falsch zu liegen, ja. Ja, die Angst vor Fehlern kann sehr lähmend sein. Sie hält einen davon AB, neue Dinge zu versuchen, neue Wege zu gehen, neue Fähigkeiten zu lernen. Aber was passiert, wenn man keine Fehler macht? Dann wächst man auch nicht, man bleibt wo man ist, weil Wachstum bedeutet, man geht in unbekanntes Terrain. Man versucht etwas, dass man noch nicht kann und wenn man etwas versucht, dass man noch nicht kann, dann macht man Fehler, genau. Fehler sind nicht das Gegenteil von Erfolg. Fehler sind ein Teil des Weges zum Erfolg. Man lernt durch Fehler. Man sieht, das funktioniert nicht. Also probiere ich etwas anderes. Ja, Kinder wissen das intuitiv. Ein kleines Kind, das laufen lernt, fällt hunderte Male hin, aber es steht immer wieder auf. Es denkt nicht, ich bin schlecht im Laufen, ich gebe auf. Es steht einfach auf und versucht es noch mal, ja. Ja, und irgendwann läuft das Kind, nicht, weil es nie gefallen ist, sondern weil es so oft aufgestanden ist. Das ist ein sehr schönes Bild. Persönliche Entwicklung ist wie das Laufen lernen. Man fällt, man steht auf. Man fällt wieder, man steht wieder auf. Und irgendwann läuft man und was uns dabei hilft aufzustehen, das ist Selbstmitgefühl. Das bedeutet, man ist freundlich zu sich selbst, wenn man fällt. Man sagt nicht, du bist so dumm, warum hast du das gemacht, sondern man sagt, das ist okay, das passiert, was kann ich daraus lernen? Selbstmitgefühl, das ist ein sehr wichtiges Konzept bei der persönlichen Entwicklung. Man behandelt sich selbst so, wie man einen guten Freund behandeln würde, mit Geduld, mit Verständnis, mit Freundlichkeit. Ja. Viele Menschen sind zu sich selbst sehr streng. Sie haben hohe Erwartungen an sich, und wenn sie diese nicht erfüllen, dann sind sie hart zu sich selbst, sehr hart und das ist paradox, weil man denkt, wenn ich hart zu mir bin, dann werde ich besser, dann arbeite ich härter, dann erreiche ich mehr. Aber das stimmt oft nicht, wenn man zu sich selbst hart ist, dann fühlt man sich erschöpft, entmutigt und irgendwann gibt man auf, ja. Ja, selbst mit Gefühl ist nicht Faulheit, es ist keine Ausrede, nichts zu tun. Es ist das Fundament, auf dem man wirklich wachsen kann. Wenn man sich selbst gut behandelt, dann hat man die Energie und den Mut weiterzumachen. Genau, man wächst nicht Aus Selbstkritik, man wächst Aus Selbstliebe. Man arbeitet an sich, weil man sich selbst wichtig ist, weil man sich selbst gut will. Das ist ein sehr schöner Gedanke. Man entwickelt sich, weil man sich liebt, nicht, weil man denkt, man ist nicht gut genug, ja. Ja, der Unterschied ist wichtig, wenn man sich entwickelt, weil man denkt, ich bin nicht gut genug, ich muss besser werden, dann ist das eine sehr erschöpfende, unglückliche Art zu wachsen. Man ist nie zufrieden, man erreicht ein Ziel und sofort ist das nächste da. Aber wenn man sich entwickelt, weil man neugierig ist, weil man wachsen möchte, weil man das Leben voller machen möchte, dann ist das eine Freude. Es macht Spaß, es gibt Energie, ja. Ja, persönliche Entwicklung Aus Freude statt Aus Mangel. Das ist der Unterschied. Ich möchte jetzt über etwas sprechen, das viele Menschen kennen, aber nicht immer benennen können, und zwar die Komfortzone. Oh ja, das ist ein sehr bekanntes Konzept, die Komfortzone. Ist der Bereich, in dem man sich sicher und wohlfühlt, die Dinge, die man gut kennt, die Situationen, die vertraut sind, dort fühlt man sich, wie das Wort sagt, komfortabel. Ja, und die Komfortzone ist nicht schlecht. Man braucht auch einen sicheren Ort, einen Ort, wo man entspannen kann, wo man sich nicht anstrengen muss, wo man einfach man selbst ist. Aber wenn man immer in der Komfortzone bleibt, wenn man nie etwas Neues versucht, nie ein Risiko eingeht, nie etwas Unbekanntes wagt, dann wächst man nicht. Nein. Wachstum passiert immer am Rand der Komfortzone, also in dem Bereich, der ein bisschen unbekannt ist. Ein bisschen unbequem, ein bisschen neu und das Schöne ist, wenn man etwas versucht, das außerhalb der Komfortzone war und man schafft es, dann erweitert sich die Komfortzone. Das Neue wird vertraut und dann gibt es wieder einen neuen Rand, der etwas weiter draußen liegt, ja. Ja, die Komfortzone wächst mit, man wird mutiger, man traut sich mehr zu, weil man die Erfahrung hat, ich habe das Unbekannte versucht und ich bin noch da. Ich habe überlebt, vielleicht sogar gewachsen. Das ist ein sehr wichtiger Effekt. Jede Erfahrung, die man außerhalb der Komfortzone macht, stärkt das Vertrauen in sich selbst. Man denkt, ich kann das, ich habe es schon einmal getan, ich kann es wieder tun. Und dann wird man mit der Zeit mutiger, man ist bereit, größere Schritte zu wagen, nicht, weil die Angst weg ist, sondern weil das Vertrauen in sich selbst gewachsen ist, ja. Ja, Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist, man hat Angst und geht trotzdem. Das ist ein sehr wichtiger Satz. Ich glaube, viele Menschen denken, mutige Menschen haben keine Angst, aber das ist nicht wahr. Mutige Menschen haben Angst, wie alle anderen, aber sie lassen die Angst nicht das letzte Wort haben. Genau. Die Angst ist da, aber man geht trotzdem einen Schritt und dann noch einen und dann noch einen. Ich möchte jetzt über Gewohnheiten sprechen, weil ich glaube, Gewohnheiten sind das Herzstück von persönlicher Entwicklung, ja, absolut. Ja, absolut. Gewohnheiten sind die kleinen Dinge, die man täglich tut, oft ohne darüber nachzudenken und diese kleinen täglichen Dinge, die summieren sich. Sie machen über Monate und Jahre einen riesigen Unterschied. Genau. Man denkt manchmal, ein kleines Ding macht doch keinen Unterschied. 10 Minuten lesen pro Tag, ist das wirklich wichtig? Aber über 1 Jahr sind das fast 60 Stunden lesen. Das ist sehr viel. Oder 10 Minuten spazieren gehen pro Tag. Man denkt, das ist wenig. Aber über 1 Jahr sind das fast 60 Stunden Bewegung, das ist ein riesiger Unterschied für den Körper und den Geist. Ja, klein. Ja, kleine regelmäßige Handlungen sind oft mächtiger als große seltene Anstrengungen. Man muss nicht alles auf einmal ändern, man braucht nicht jeden Tag drei Stunden trainieren. Man fängt klein an und bleibt dabei. Das Wort regelmäßig ist hier sehr wichtig. Regelmäßig bedeutet immer wieder in einem bestimmten Rhythmus, nicht einmal und dann nie wieder, sondern immer wieder Tag für Tag, Woche für Woche. Und das ist auch der Unterschied zwischen einer einmaligen Handlung und einer Gewohnheit. Eine Gewohnheit ist etwas, dass man regelmäßig tut, das Teil des Alltags wird, das automatisch wird, ja. Ja, und wenn etwas automatisch wird, dann braucht es keine Willenskraft mehr. Man tut es einfach, wie man morgens die Zähne putzt, man denkt nicht, soll ich heute Zähne putzen? Nein, man tut es einfach, es ist eine Gewohnheit. Das ist das Ziel, gute Gewohnheiten so zu verankern, dass man sie einfach tut, ohne großen inneren Kampf, ohne Überredung. Aber wie baut man gute Gewohnheiten auf? Das ist die praktische Frage. Ich glaube, das Wichtigste ist, man fängt sehr klein an. Viel kleiner als man denkt, man denkt, ich möchte jeden Tag meditieren, also beginne ich mit 2 Minuten, nicht 20, 2. Das klingt fast zu klein, aber das ist der Sinn, weil 2 Minuten so klein sind, dass man keine Ausrede hat, es nicht zu tun. Man kann nicht sagen, ich habe keine Zeit. 2 Minuten hat jeder. Genau. Genau. Und dann nach einigen Wochen sind 2 Minuten zur Gewohnheit geworden. Man tut es automatisch und dann kann man vielleicht auf 5 Minuten gehen und dann auf 10. Ja, man baut langsam auf, man gibt dem neuen Zeit, Teil des Alltags zu werden, bevor man mehr verlangt und man koppelt neue Gewohnheiten manchmal an alte. Das nennt man Habit Stacking, also Gewohnheiten stapeln. Man nimmt eine Gewohnheit, die man schon hat und man hängt die neue daran. Zum Beispiel, man macht jeden Morgen Kaffee, das ist eine alte Gewohnheit, die ist schon fest. Und dann sagt man, während der Kaffee kocht, lese ich drei Seiten. So ist das Lesen an den Kaffee geknüpft. Man denkt nicht mehr, soll ich lesen, man denkt, ah, Kaffee, dann lese ich jetzt. Das ist ein sehr kluger Ansatz. Man nutzt bestehende Strukturen, um neue Gewohnheiten einzubauen. Man kämpft nicht gegen den Alltag, man arbeitet mit ihm. Ja, und das macht es so viel leichter. Man muss keine neue Struktur erfinden. Man fügt etwas Neues in eine bestehende Struktur ein. Ich möchte jetzt noch über etwas sprechen, dass ich sehr wichtig finde, bei der persönlichen Entwicklung und zwar die Menschen um einen herum. Oh ja, das ist so wichtig, man sagt auf Deutsch, sag mir, wer deine Freunde sind und ich sage dir, wer du bist. Das bedeutet, die Menschen, mit denen man Zeit verbringt, haben einen großen Einfluss auf einen, ja. Ja, man übernimmt Haltungen, Werte, Verhaltensweisen von den Menschen in seiner Nähe, oft ohne es zu merken. Wenn man viel Zeit mit Menschen verbringt, die positiv denken, die wachsen wollen, die neugierig sind, dann beginnt man ähnlich zu denken und umgekehrt auch. Wenn man viel Zeit mit Menschen verbringt, die klagen, die aufgeben, die nichts verändern wollen, dann ist es sehr schwer, selbst zu wachsen, weil die Energie der anderen einen beeinflusst. Das klingt vielleicht hart, als ob man sagen würde, such dir bessere Freunde, aber ich meine das nicht so. Es geht nicht darum, Menschen wegzuwerfen. Es geht darum, bewusst zu wählen, wem man viel Zeit gibt. Ja, man kann jemandem trotzdem gut gesonnen sein, aber man muss nicht die meiste Zeit mit ihm verbringen, wenn man merkt, dass es einem nicht gut tut. Und man kann auch aktiv suchen nach Menschen, die wachsen wollen, die neugierig sind, die Fragen stellen, die ehrlich sind, das können Freunde sein, Kollegen, Mentoren. Das Wort Mentor, das ist jemand, der erfahrener ist, als man selbst und der einem hilft zu wachsen. Ein Mentor teilt seine Erfahrungen, gibt Rat, zeigt Wege. Man muss einen Mentor nicht persönlich kennen. Manchmal ist ein Buch von jemandem auch eine Art Mentorschaft. Ja, Bücher als Mentoren, das ist ein sehr schöner Gedanke. Wenn man ein Buch von einem klugen, erfahrenen Menschen liest, dann nimmt man an seiner Weisheit teil. Man lernt Aus seinen Erfahrungen ohne dieselben Fehler machen zu müssen. Das ist einer der größten Vorteile von Büchern. Man kann von Menschen lernen, die in einer anderen Zeit gelebt haben. Man kann von Menschen lernen, die auf der anderen Seite der Welt sind. Man hat Zugang zu einer Vielfalt von Gedanken und Erfahrungen. Und das ist auch eine Form von persönlicher Entwicklung, sich wirklich mit anderen Perspektiven zu beschäftigen. Menschen zu lesen oder zu hören, die anders denken als man selbst. Ja, man muss nicht immer zustimmen, aber das Begegnen mit anderen Ideen macht den eigenen Horizont breiter. Man sieht, es gibt andere Wege zu denken, andere Wege zu leben und das ist bereichernd. Ich möchte jetzt über die Sprache sprechen, wie kann man auf Deutsch über persönliche Entwicklung sprechen, welche Sätze und Ausdrücke gibt es? Gerne. Also, ein sehr einfacher Satz ist, ich arbeite an mir. Das ist ein sehr natürlicher Ausdruck. Es bedeutet, ich bin dabei, mich zu entwickeln. Ich tue etwas für mein Wachstum. Dann gibt es, ich möchte wachsen. Das ist sehr direkt und sehr klar. Man sagt, ich bin nicht fertig, ich möchte mehr werden. Oder ich lerne gerade besser mit umzugehen. Zum Beispiel, ich lerne gerade besser mit Stress umzugehen oder ich lerne gerade besser zuzuhören. Das zeigt, man ist in einem Prozess, man ist noch nicht fertig, aber man ist dabei. Dann gibt es, ich versuche eine neue Gewohnheit aufzubauen. Das klingt sehr konkret. Man sagt genau, was man tut, man baut etwas Neues auf oder ich möchte mich in diesem Bereich verbessern. Zum Beispiel, ich möchte mich im Bereich Kommunikation verbessern. Das ist klar und konkret. Man weiß, wo man wachsen möchte. Dann gibt es, das ist eine gute Lernerfahrung für mich. Das sagt man, wenn etwas schwierig war, aber man etwas daraus gelernt hat. Man nennt es eine Lernerfahrung, nicht einen Fehler, nicht ein Versagen, sondern eine Erfahrung, Aus der man gelernt hat. Das gefällt mir sehr. Eine Lernerfahrung, das ist ein sehr positives Wort für etwas, das nicht gut gelaufen ist. Man sagt damit, ich sehe das Gute darin, ich nehme das Lernen mit. Dann gibt es, ich bin nicht mehr dieselbe Person wie früher. Das ist ein sehr starker Satz. Man sagt, ich habe mich verändert, ich bin gewachsen. Das, was ich früher war, bin ich heute nicht mehr. Ja, das zeigt Wachstum, es zeigt Selbstreflexion. Man hat sich selbst angeschaut und gemerkt, ich bin ein anderer Mensch geworden durch Erfahrungen, durch lernen, durch Zeit. Oder ich bin noch auf dem Weg. Das ist ein sehr ehrlicher und sehr schöner Satz. Man sagt, ich bin nicht fertig, ich bin noch dabei, ich gehe noch. Das ist keine Schwäche, das ist Ehrlichkeit. Und ich versuche, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Das nimmt den Druck raus. Man muss nicht sofort perfekt sein. Man muss jeden Tag nur ein kleines bisschen besser sein als gestern. Ja, jeden Tag ein bisschen besser, das ist nachhaltig, das ist realistisch. Und über Zeit macht das einen riesigen Unterschied. Dann gibt es noch, ich lerne durch meine Fehler. Das ist eine sehr reife Aussage. Man sagt, ich sehe meine Fehler nicht als Niederlagen, ich sehe sie als Lernmomente. Und ich bin dankbar für diese Erfahrung, auch wenn sie schwer war. Das ist vielleicht das reifste, was man sagen kann. Man findet Dankbarkeit für etwas, das unangenehm war, weil man weiß, es hat mich etwas gelernt, es hat mich weitergebracht. Ja, Dankbarkeit für schwierige Erfahrungen, das braucht Zeit. Man ist nicht sofort dankbar, wenn etwas schwer ist, aber aber mit Abstand kann man manchmal sehen, das hat mich stärker gemacht, das hat mich reifer gemacht, das war wichtig. Ich möchte jetzt über einen Aspekt sprechen, der manchmal vergessen wird bei persönlichen Entwicklung, und zwar die Rolle der Stille und der Pause. Oh ja, das ist sehr wichtig. Wir leben in einer sehr lauten, schnellen Welt. Immer etwas zu tun, immer etwas zu hören, immer irgendwo zu sein. Und dabei vergisst man manchmal einfach innezuhalten. Das Wort innehalten, das kommt von innen und halten. Man hält inne, also man stoppt. Man macht eine Pause. Man ist für einen Moment still und in dieser Stille, in diesem Innehalten kann man so viel hören. Gedanken, Gefühle, Impulse, die man im Lärm des Alltags überhört. Ja, manchmal hat man die Antwort schon in sich, aber man hört sie nicht, weil man zu beschäftigt ist, zu laut, zu voll. Wenn man sich Zeit für Stille nimmt, dann beginnen die eigenen Gedanken zu sprechen. Und das ist auch eine Form von persönlicher Entwicklung, sich Stille zu gönnen, sich Pausen zu erlauben, sich Zeit zu nehmen, um nachzudenken, ohne Ablenkung. Viele Menschen haben Angst vor der Stille. Wenn es still wird, dann kommen Gedanken, die man lieber nicht denken möchte. Also füllt man die Stille mit Musik, mit Podcasts, mit Nachrichten, mit dem Handy. Ja, das Handy ist oft eine Flucht vor der Stille. Man greift automatisch danach, wenn man einen Moment allein ist, wenn man in der U-Bahn sitzt, wenn man wartet, wenn man nichts zu tun hat. Und das ist verständlich, aber wenn man immer die Stille füllt, dann kommt man nie wirklich mit sich selbst in Kontakt. Man ist immer beschäftigt mit dem Äußeren, und das Innere bleibt ungehört. Ja, das Innere braucht manchmal Stille, um sich zu zeigen, um zu sagen, hier bin ich, das ist es, was ich brauche, das ist es, was ich fühle und deshalb ist Stille eine Praxis. Man übt sie, man nimmt sich bewusst Zeit, ohne Ablenkung zu sein. Vielleicht morgens 5 Minuten, bevor der Tag beginnt oder abends, bevor man schläft. Ja, nur 5 Minuten Stille pro Tag kann einen großen Unterschied machen. Man fängt an, sich selbst besser zu kennen. Man hört die eigene innere Stimme, und mit der Zeit vertraut man ihr mehr. Das ist so wichtig, seiner eigenen inneren Stimme zu vertrauen. Man hat oft die Antworten schon, man hat nur keine Zeit gehabt, sie zu hören. Ich möchte noch über ein Thema sprechen, dass mir sehr am Herzen liegt, und zwar der Unterschied zwischen Vergleichen und Wachsen. Oh, das ist ein sehr wichtiges Thema, weil viele Menschen ihre persönliche Entwicklung messen, indem sie sich mit anderen vergleichen, bin ich so weit wie der andere, habe ich so viel erreicht wie sie, bin ich so klug, so erfolgreich, so glücklich. Und das ist eine Falle, weil man immer jemanden finden wird, der mehr hat, mehr kann, mehr erreicht hat. Wenn man sich immer vergleicht, dann ist man nie gut genug, dann ist die persönliche Entwicklung eine endlose Jagd, und man kommt nie ans Ziel. Ja, Vergleich mit anderen macht unglücklich, weil jeder Mensch einen anderen Weg hat. Andere Ausgangsbedingungen, andere Talente, andere Erfahrungen. Man vergleicht Äpfel mit Birnen, das macht keinen Sinn. Der einzige sinnvolle Vergleich ist der Vergleich mit sich selbst. Bin ich heute ein bisschen besser als gestern, habe ich heute etwas gelernt, bin ich heute freundlicher, geduldiger, klarer gewesen als gestern. Ja, das ist der richtige Maßstab, nicht bin ich so gut wie der andere, sondern bin ich besser als ich gestern war. Und da kommt wieder dieser Satz, den wir schon einmal erwähnt haben. Vergleiche dich nur mit dem Menschen, der du gestern warst. Das ist so wahr und so befreiend. Ja, wenn man sich nur mit sich selbst vergleicht, dann hat man immer eine faire Basis. Man kennt den eigenen Ausgangspunkt. Man weiß, wie weit man gekommen ist und man sieht das eigene Wachstum, auch wenn es klein ist und kleines Wachstum ist auch Wachstum. Man muss nicht riesige Sprünge machen, man darf langsam wachsen, man darf in kleinen Schritten vorankommen. Das ist genauso wertvoll. Ja, vielleicht sogar wertvoller, weil kleine, langsame Schritte oft nachhaltiger sind als große, schnelle. Man baut auf einem festen Fundament, nicht auf Sand. Das ist ein schönes Bild, auf einem festen Fundament bauen, langsam, sorgfältig, Stein für Stein. Das, was man so baut, hält länger. Ich glaube, wir nähern uns dem Ende unseres heutigen Gesprächs. Lass uns noch einmal zusammenfassen. Gerne. Also, persönliche Entwicklung bedeutet nicht, dass man nicht gut genug ist. Es bedeutet, dass man neugierig ist auf mehr, dass man wachsen möchte. Bewusstsein ist der erste Schritt. Man muss erst sehen, was man verändern möchte, bevor man es verändern kann. Ehrlich hinschauen auf sich selbst, mit Mut und mit Freundlichkeit. Fehler sind Teil des Weges. Man wächst nicht trotz Fehlern, man wächst durch Fehler. Jeder Fehler ist eine Lernerfahrung, wenn man offen dafür ist. Selbstmitgefühl ist das Fundament. Man wächst nicht Aus Selbstkritik, man wächst Aus Selbstliebe. Man ist freundlich zu sich selbst, auch wenn man fällt. Kleine, regelmäßige Gewohnheiten machen einen großen Unterschied. Man fängt klein an, man bleibt dran, man baut langsam auf. Die Menschen um einen herum beeinflussen einen stark. Man sucht sich bewusst Menschen Aus, die wachsen wollen, die ehrlich sind, die einen inspirieren. Stille ist wichtig. Man gönnt sich Momente ohne Ablenkung, um die eigene innere Stimme zu hören, um sich selbst kennenzulernen und man vergleicht sich nur mit sich selbst, nicht mit anderen. Der einzige Maßstab ist, bin ich heute ein bisschen besser als gestern. Auf Deutsch kann man über persönliche Entwicklung sprechen mit Sätzen wie ich arbeite an mir oder ich möchte wachsen oder ich lerne gerade besser mit umzugehen oder das war eine gute Lernerfahrung für mich oder ich bin nicht mehr dieselbe Person wie früher oder ich bin noch auf dem Weg und vielleicht der schönste Satz von Allen. Ich bin neugierig darauf, wer ich noch werden kann, weil persönliche Entwicklung kein Ziel ist, dass man erreicht. Sie ist eine Haltung, die man lebt. Ja, eine Haltung der Neugier, der Offenheit, der Bereitschaft zu wachsen. Das ist persönliche Entwicklung, nicht ein Endpunkt, sondern eine Richtung. Und diese Richtung kann man jeden Tag neu wählen. Jeden Morgen, wenn man aufwacht, hat man die Möglichkeit zu sagen, heute möchte ich ein bisschen mehr wachsen, ein bisschen klarer sehen, ein bisschen tiefer leben. Ja, jeden Tag neu, das ist das Schöne daran. Man hat immer eine neue Chance. Vielen Dank, dass ihr heute dabei wart. Ich hoffe, ihr habt nicht nur neue Wörter auf Deutsch gelernt, sondern auch ein bisschen Lust bekommen, an euch selbst zu arbeiten. Ja, und denkt daran, ihr müsst nicht perfekt sein, ihr müsst nur bereit sein zu wachsen. Das reicht vollkommen. Bis zum nächsten Mal. Tschüss und alles Gute. Tschüss und bleibt neugierig auf euch selbst.

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