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Die verrücktesten Wege zum Reichtum | Galileo | ProSieben

Galileo

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[0:00]Tja, mit einer zündenden Idee ist das gar nicht so abwegig, aber die muss man natürlich erstmal haben.
[0:00]Wir haben vier Menschen besucht, die mit ihren wirklich verrückten Ideen steinreich geworden sind.
[0:59]Nächster Anlauf, rein ins Nachtleben San Franciscos, der Treffpunkt auf den ersten Blick eine stinknormale Bar.
[0:59]Und ich dachte mir, warum kann ich nicht einen Biosensor an mein Smartphone koppeln, der analysiert, wie viel ich getrunken habe?
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[0:00]Ein echter Geldregen. Das wäre doch mal was. Tja, mit einer zündenden Idee ist das gar nicht so abwegig, aber die muss man natürlich erstmal haben. Wir haben vier Menschen besucht, die mit ihren wirklich verrückten Ideen steinreich geworden sind. Ihre Ideen sind ungewöhnlich, schräg, einmalig. Wir erschaffen Dinge aus dem Nichts. Und alle haben eins gemein: Sie machen jede Menge Kohle.

[0:29]Wir haben einfach immer mehr verdient. Geld scheffeln was das Zeug hält. Mission Wissen auf der Suche nach vier verrückten Wegen zum Reichtum. Die erste Reise auf unserer Wissensmission führt nach San Francisco. Die Golden Gate Bridge, einst Symbol des großen Goldrauschs. Und der scheint sich hier zu wiederholen. San Francisco ist mit die Startup-Metropole Amerikas.

[0:59]Wir haben eine Verabredung mit Business-Shootingstar Charles Yim. Eins ist schon auf den ersten Blick klar. Er genießt seine Kohle in vollen Zügen. Ich habe mehrere Sportwagen. Als nächstes kaufe ich mir, denke ich, einen Lamborghini. Meine Geschäftsidee ermöglicht mir einen völlig neuen Lebensstil. Ich mag einfach schnelle Autos und schnelle Frauen. Und schnell ist Charles Yim wieder weg. Wichtige Geschäfte, alles klar. Aber so leicht lassen wir uns nicht abschütteln. Wie macht dieser Typ so viel Geld? Nächster Anlauf, rein ins Nachtleben San Franciscos, der Treffpunkt auf den ersten Blick eine stinknormale Bar. Aber... In so einem Laden habe ich mal mit ein paar Leuten getrunken. Die wollten heim, aber waren zu voll. Und ich dachte mir, warum kann ich nicht einen Biosensor an mein Smartphone koppeln, der analysiert, wie viel ich getrunken habe? Gesagt, getan. Doch was kann dieser Alkoholtester, was andere nicht können? Wir schauen uns um. Das Ding ist mehrfach im Einsatz.

[2:05]Ich liebe Live-Musik. Ich liebe es zu trinken und Leute kennenzulernen. Ich bin immer noch jung. Die Promillegrenze in Kalifornien 0,8. Lockerer als bei uns, aber im schlimmsten Fall bedeutet hier Trunkenheit am Steuer bis zu 800 Euro Strafe, 10 Monate Führerscheinentzug und 6 Monate Knast. Nach wenigen Sekunden das Testergebnis: 1,4 Promille. Ich kann über die App jetzt sofort einen Uber-Fahrer oder ein Taxi rufen. Ich glaube, ich trinke einfach weiter und lasse mein Auto stehen. Die App bucht auf Wunsch auch ein Hotelzimmer um die Ecke. Der Alkoholsensor, die erste Erfindung von Charles Yim, aber erst die zweite hat ihn richtig reich gemacht. Um rauszufinden, womit der Startup-Gründer Kohle scheffelt, besuchen wir sein Büro. Die neueste Erfindung ist noch nicht mal auf dem Markt, trotzdem haben Investoren schon Millionen reingepumpt. Jetzt steht sie kurz vor der Marktreife und ist gegen Mundgeruch. Klingt unglaublich, ist aber mega-erfolgreich.

[3:10]Jeder kann sie brauchen, zum Beispiel morgens. Du putzt dir die Zähne, bist aber nicht sicher, ob du noch Mundgeruch hast. Oder auch tagsüber, wenn du im Fitnessstudio warst oder joggen, dann bläst du einfach rein und es saugt Luft aus deinem Mund.

[3:27]Es sagt dir auch, ob du dehydriert bist. Es geht also um mehr als nur Mundgeruch, es geht um deine Gesundheit.

[3:36]Mit diesem Gerät stinken wir niemand mehr voll. Ob Bierfahne oder frisch verzehrter Döner, die Erfindung zeigt an, wie schlimm es ist. Und wie wir den Mundgeruch am besten bekämpfen? Für Charles Yim ein Millionendeal. Ich treffe mich jetzt mit Richard Branson und rede mit ihm über weitere neue Ideen und ich hoffe er investiert sein Geld in mich. Mit Mundgeruch zu mächtig Kohle. Definitiv ein abgefahrener Weg zum Reichtum, aber es geht noch ein ganzes Eck verrückter und vor allem noch viel reicher. Die nächste Etappe unserer Mission Wissen liegt in Schottland, genauer gesagt, in der Hauptstadt Edinburgh. Und die Geschäftsidee lässt nicht lang auf sich warten. Wir entdecken sie überall. Sogenannte Morphsuits, bunte Ganzkörperkostüme in verschiedensten Designs. Und er hier macht damit richtig Kohle. Ich bin Gregor und habe die Morphsuits erfunden. Die Erfolgsgeschichte beginnt 2009. Drei Freunde entwickeln die Kostüme aus einer Partylaune heraus. Einst die simple Idee dreier Studenten, mittlerweile ein Millionengeschäft. Willkommen im Morphface. Wir nennen es so, weil es am Büro, also ein Office ist, indem die Morphs arbeiten, wie ihr sehen könnt. Morphs, so nennen sich die Kostümträger. Am Anfang gab es gerade einmal sechs einfarbige Anzüge. Mittlerweile haben die Erfinder über 500 verschiedene Designs zur Auswahl. Die Nachfrage steigt stetig.

[5:16]Als wir angefangen haben, dachten wir, dass wir uns ein bisschen Geld für den Urlaub dazu verdienen können. Aber nach sechs Monaten haben wir gemerkt, da steckt mehr dahinter, dann haben wir immer mehr Geld verdient. Mehr Geld verdienen heißt, schlappe 10 Millionen Euro in gerade mal drei Jahren. Oh, das nenne ich mal kalt.

[5:41]Bis heute haben die Erfinder immer noch nicht genug von ihren Morphsuits und zeigen uns, was ihnen am meisten Spaß macht: Leute erschrecken.

[5:56]Die Morphsuits sind aus Elastan, eine gummiartige Faser, die sich extrem dehnen lässt. Das Besondere, man kann durch den dünnen Stoff sogar trinken.

[6:11]Thank you very much. Danke, und tschüss. Wir lieben euch. Auch das Sehen klappt, wenn auch etwas eingeschränkt. Aber mal ganz ehrlich, für so ein Outfit geht das schon klar. Ob Spidy und Co oder verrückte Eigenkreationen, und von denen testet Mitarbeiter Rob heute das neueste Modell.

[6:32]Super! Ich wusste gar nicht, dass du so ein Sixpack hast. Sehr beeindruckend. Hab Spaß draußen.

[6:44]Der nackte Mann, ein gewagtes Modell, die im Schnitt 40 Euro teuren Kostüme versprechen neben dem Design aber vor allem absolute Narrenfreiheit. Studien belegen, wer anonym ist, hat eine viel geringere Hemmschwelle.

[7:02]Das ist das Besondere. Durch die Anonymität hat man ein großes Selbstbewusstsein und kann Dinge tun, die man normalerweise niemals machen würde. Mittlerweile verkaufen sich die Kostüme aus Schottland in die ganze Welt. Vor allem an Karneval und Halloween schießen die Bestellungen mächtig in die Höhe.

[7:22]Wie war's? Ach, super. Jeder hat mich angesehen. Ich habe sogar ein paar Telefonnummern abgestaubt. Der nackte Mann soll den Gewinn weiter ankurbeln. Und das größte Geschäft steht noch aus. Für die Zukunft haben wir große Pläne. Am meisten freuen wir uns drauf, dass die Lizenzen für Star Wars bald kommen. 2015 wird großartig.

[7:50]Morphsuits, der schottische Weg mit richtig viel Spaß, auch richtig viel Geld zu scheffeln. Weiter geht's von den Schatten zurück ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mission Wissen weltweit unterwegs in Atlantas Luxusviertel Alpharetta. Zur Verabredung mit Geschäftsmann Maurice Morris. Und was hier in der Einfahrt steht, verschlägt uns fast die Sprache. Ein nagelneuer Rolls Royce Phantom. Kostenpunkt gut 350.000 Euro. Der Chef lässt sich nicht lumpen. So ein Baby braucht natürlich einen eigenen Chauffeur und die absolute Luxus-Schnickschnack-Ausstattung. Ich fühle mich hier wie ein Kind im Süßwarenladen. Es ist einfach gigantisch. Der Wagen ist wie kein anderer. Er beherrscht die Straße und er verschafft Respekt. Die anderen glotzen immer in ihre Rückspiegel. Hört sich nach mächtig Ego und Kohle an, aber Maurice Morris fährt den Wagen nicht nur privat. Er ist Teil seines ziemlich verrückten Geschäftsmodells. Die Idee, er organisiert seinen Kunden einen Auftritt als Promi. Das Verrückte ist, niemand glaubt, dass es funktioniert, Luxus anzubieten. Die Leute fragen immer nur: Das ist möglich? Ob ein Tag mit eigener Reality Show oder gejagt von Paparazzi, alles ist möglich und der Laden läuft. Heutige Kundschaft, zwei Glamour Girls aus der reichen Welt Atlantas. Sie wollen es mal richtig krachen lassen. Wir wollen einfach einen schönen Abend. Ich habe heute Geburtstag. Das ist meine beste Freundin. Und wir wollen uns was richtig Gutes tun.

[9:33]Und was eignet sich besser als das Paparazzi Paket? Ein Abend lang Star für schlappe 1.300 Euro. Als Warm-up mit Rolls Royce und Chauffeur Richtung Partymeile. Das ist genau der Luxus, den wir wollten. Das ist ein tolles Mädchen Wochenende. Wir motzen uns auf und haben Spaß. Und damit der Luxus perfekt ist, gibt's erstmal Champagner vom Feinsten, aber das ist nur der Auftakt. Wenn die beiden Party Girls Downtown ankommen, werden sie zu Stars. Währenddessen laufen die Vorbereitungen im Hintergrund auf Hochtouren. Geschäftsmann Morris sorgt selbst dafür, dass das Luxusgeschäft läuft.

[10:11]Wir stellen hier einen Club auf die Beine, machen einen mega Empfang und geben richtig Gas.

[10:25]Wir müssen ihnen richtig auf die Pelle rücken, volles Blitzlichtgewitter. Nah ran an die Mädchen.

[10:35]Immer auf die Mädchen, klebt an ihnen dran wie Schmeißfliegen.

[10:44]Freitagnacht, das Partyleben läuft auf vollen Touren und da kommen sie, die neuesten Fake-Promis der Stadt.

[10:58]Teures Auto, ein paar Fotografen, mehr braucht es nicht und die Massen glotzen von ganz alleine. Der Promi-Effekt: Wer geknipst wird, ist berühmt. Und berühmte Menschen faszinieren uns, egal, ob wir sie kennen oder nicht.

[11:15]Innerhalb kürzester Zeit haben die beiden Fake-Promis sogar echte Stalker. Das ist fantastisch. Wir werden heute viel Spaß haben. Wir freuen uns jetzt auf ein paar Drinks und darauf im Kater, das macht Fun. Einen Abend lang fühlen wir ein echter Star, die Geschäftsidee läuft und Maurice Morris verdient mit den Pseudo-Promis mehr als ordentlich. Den vierten und letzten Weg zu mächtig viel Kohle finden wir fast vor unserer Haustür: Köln. In der Rheinmetropole verdienen zwei alte Kumpels mit einer vermeintlichen Schnapsidee richtig Asche. Auf den ersten Blick kaum ersichtlich, aber hier machen die ehemaligen Studienfreunde Millionen Umsätze. Valentin Hartmann und Stefan Bolz Geheimnis: Sie verwandeln vermeintlichen Schrott in bares Geld. Ihr Spielzeug, kein normaler Kicker, sondern ein Flugzeugtrolley, also ein alter Flugzeug-Essenswagen. Gepimpt zum Designmöbel.

[12:21]Wir haben dran geglaubt, wir waren äh, fanden es witzig, wir wollten das Produkt auch selber haben. Und ähm, haben uns so ein paar Kröten nehmen dem Studium verdient. Also es hat am Anfang haben nicht wirklich viele dran geglaubt. Ja, weil es wirklich geheißen hat, wenn du alte verschrammelte Trolleys, was will man damit machen? So, wer stellt sich sowas in die Wohnung rein? Anscheinend ziemlich viele. Die ersten vier Jahre war das Business für die Studienkumpels nur ein Nebenjob. Dann 2010 der Durchbruch. Heute verkaufen sie die aufpolierten Saftschubsen in die ganze Welt. Nächstes Ziel, Expansion nach Fernost und das heißt selbst dran an den Schwamm und raus mit den Tomatensaft. Klingt nach einem einfachen Geschäft, aber die beiden hatten auch Rückschläge. Wenn die Trolleys beim Einkauf zu kaputt sind, ist restaurieren schlicht unmöglich.

[13:12]Wir haben auch schon mal Trolleys gekauft.

[13:17]Und die waren so Schrott gewesen, ähm, das Geld war weg. Und die Trolleys, die hatte man da gehabt, die konnte man nicht verwenden. Man legt da ein paar Zehntausender in den Sand, ähm, und man weiß, wie hart es ist, jeden Euro zu verdienen. Da kann man schon mal kurz so den Glauben an einen an alles verlieren. Haben die beiden aber nicht und einfach weitergemacht. Heute verkaufen sie pro Jahr ein paar tausend Stück. Hört sich wenig an, macht aber Kohle. Denn eine aufpolierte Saftschubse kostet um die 2.000 Euro. Putzen, aufmöbeln, veredeln. Etwa vier Stunden Handarbeit stecken in jedem Trolley. Im Schnitt bauen die zwei alten Kumpels acht Stück am Tag. Macht um die 2 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Der Rubel rollt. Aber Geld macht nicht nur Freunde, vor allem, wenn es ums Teilen geht. Es ist eine andere Art der Freundschaft geworden natürlich, weil wenn man äh jeden Tag das Büro miteinander teilt, dann ist es natürlich was anderes, als wenn man sich nur mal so am Wochenende mal sieht, um Bierchen zu trinken. Hat sich schon was geändert. Von Studienkumpels zu Business-Partnern, der entscheidende Clou ihrer Erfolgs-Idee: Jeder Kunde kann seinen Trolley selbst komplett individuell designen. Egal ob mit Leuchtboden, als Minibar oder Büroschrank, mit 76 Designs ist so ziemlich alles möglich, was das Herz begehrt. Die beiden absoluten Verkaufsschlager, der Kicker und die Soundanlage fürs Handy. Ziele haben die Erfinder trotzdem noch und zwar ganz persönliche. Porsche 911 wollte ich mit 30 haben, wollte ich mit 25 haben, wollte ich mit 30 haben, wollte ich mit 35. Mittlerweile bin ich 37, aber immer noch keinen. Ganz spießig: Haus am See und irgendwie mal relaxed mal ein paar Tage hinter dann die Füße hochlegen. Und deshalb arbeiten die zwei Firmengründer schon an neuen schrägen Ideen, um den Umsatz noch weiter anzukurbeln.

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