[0:03]Meine lieben Geschwister im Islam, Allah, der Erhabene, hat im Koran gesprochen. Bismillahirrahmanirrahim. Ja. Ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und sagt treffende Worte.
[0:39]Dann wird er eure Werke richten und euch eure Sünden vergeben. Und wer Allah und seinem Gesandten gehorcht, der hat gewiss einen gewaltigen Gewinn erlangt. Sura 33, Vers 70 bis 71. Oft, meine lieben Geschwister, hört man den Vorwurf, wenn man mit Menschen über den Islam redet, dann sagen sie, ihr redet ja nur. Ihr tut ja nichts. Reden ändert aber nichts an unserem Zustand. Wir müssen etwas tun. Seit vielen Jahren wird dieser Vorwurf wiederholt. Reden bringt nichts, man muss etwas tun. Doch jede Tat, jede Handlung des Menschen muss eine Idee vorausgehen. Denn mit jeder Handlung, die man tut, versucht man ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Und dieses muss erst in Worte formuliert werden, damit die Handlung Sinn ergibt. Jede Handlung hat ein bestimmtes Ziel, einen Zweck, den man mit dieser Handlung erfüllen möchte. Und dieser Zweck muss formuliert werden. Der ist zuerst eine Idee, bevor er dann in einer Handlung umgesetzt wird, um eben erreicht zu werden. Das heißt, das Wort ist die Grundlage jeder Handlung. Egal welche Handlung man verrichtet, das Wort, die Idee, die dieser Handlung zugrunde legt, die richtet diese Handlung. Ohne diese Idee, ohne dem Wort, also, die diese Idee ausformuliert, hat die Handlung keinen Sinn. Und deswegen sind auch die Worte immer schon die Basis für große Veränderungen gewesen. Jede Veränderung, jede Veränderung in der Geschichte der Menschheit beginnt mit einem Wort. Und das beste Beispiel dafür, und das beste Beispiel dafür ist der Koran. Der Koran hat durch Gewalt durch Worte, durch seine Worte, gewaltige Veränderungen bewirkt. Denn was ist der Koran außer Worte? Der Koran besteht ja nur aus Worten. Aber diese Worte haben den Lauf der Geschichte verändert. Worte haben definitiv den Lauf der Geschichte verändert. Die Worte des Koran haben die Situation in Medina verändert, dann die Situation in der ganzen arabischen Halbinsel, und zum Schluss die Situation in der damaligen, ja, bekannten Welt. Der Koran hat mit seinen Worten Weltgeschichte geschrieben und den Lauf der Geschichte wirklich verändert. Um die Macht des Wortes zu demonstrieren, möchte ich hier ein Beispiel anführen. Des großen Sahabi, des großen Prophetengefährten Anas ibn Nadar. Anas ibn Nadar hat die Schlacht von Badr versäumt gehabt. Und das tat ihm natürlich sehr leid, weil er dann eben vom großen Sieg der Muslime erfahren hat. Er sprach dann und machte den folgenden Schwur: Wenn mir Allah eine Schlacht mit dem Gesandten Allahs erleben lässt, dann wird Allah sehen, was ich tun werde. Wenn mir Allah eine Schlacht mit dem Gesandten Allahs erleben lässt, dann wird Allah sehen, was ich tun werde. In einem anderen, in einer anderen Überlieferung sagt er, Wenn Allah Subhanahu wa Ta'ala mir Leben gewährt, dann wird er sehen, was ich für den Islam tun werde. Und so kam es zur Schlacht von Uhud. Er kämpfte sehr mutig. Als er sah, wie die Bogenschützen ihren Platz am Berg verließen, und den Muslimen die Niederlage drohte, sprach er: O Allah, ich entschuldige mich bei dir für das, was diese getan haben. Also hat sich jetzt entschuldigt, wie er gesehen hat, dass die Muslime den Berg verlassen haben, also dem Befehl des Propheten missachtet haben, was dann im Grunde genommen der Schlüssel für die Niederlage der Muslime war, hat er sich für diese Leute bei Allah entschuldigt. Er hat sie nicht verurteilt. Er hat nicht gleich geschimpft und gesagt, was macht ihr denn? Ihr sündhaften, ihr. Nein. Sondern hat sich Allah Subhanahu wa Ta'ala zugewendet und hat gesagt: O Allah, ich entschuldige mich bei dir für das, was diese getan haben. Dann verbreiteten die Ungläubigen das Gerücht, dass Muhammad getötet worden sei. Und Rufe wurden laut: Muhammad ist getötet worden, Muhammad ist getötet worden. Die Sahaba waren schockiert. Viele von ihnen knieten apathisch am Boden und schlossen ihre Augen aus Verzweiflung. Hätte sich dieser Zustand fortgesetzt, wäre die gesamte islamische Armee vernichtet worden. Stellt euch vor, mitten in der Schlacht knien Kämpfer nieder, schließen die Augen und verbeugen sich. Also, dass sie praktisch ganz leicht getötet werden können. Und da rief Anas ibn Nadar ihnen zu: Wehe euch, was tut ihr da? Warum habt ihr euch denn so niedergeknallt? Und da antworteten sie: Muhammad ist getötet worden. Muhammad ist getötet worden. Das heißt, die Muslime selbst haben dieses Gerücht, dass die Kuffar in die Welt gesetzt haben, geglaubt. Und da sprach Anas ibn Nadar zu ihnen: Wollt ihr denn nach ihm noch weiterleben? Erhebt euch und sterbt für das, wofür Muhammad gestorben ist. Wollt ihr? Also hat es nicht in Frage gestellt, ob er jetzt gestorben ist oder nicht, sondern hat ihm gesagt, dass du, wenn ihr wirklich das glaubt, wollt ihr dann noch weiterleben nach Muhammad? Nein, sondern erhebt euch und sterbt, wofür er gestorben ist. Also sterbt für den Islam. Und so erhoben sich die Sahaba. Wie sie diese Worte von Anas ibn Nadar vernommen haben, erhoben sie sich und kämpften weiter und verhinderten so die vollkommene Niederlage der islamischen Armee. Saad ibn Muadh rief ihm nach und sagte, weil er weiter kämpfte. Also Anas ibn Nadar kämpfte mit voller Härte weiter. Vorbildlich, so dass Saad ibn Muadh, einer der Führer in Yathrib, in Medina, ihm nachrief und sagte, langsam, oh Anas, langsam, beeile dich nicht so. Doch Anas antwortete ihm: Bei Allah, oh Muadh, bei Allah, ich rieche den Duft des Paradieses am Fuße des Uhud Berges. Ich rieche den Duft des Paradieses am Fuße des Uhud Berges. Und kurze Zeit später ist er als Märtyrer in der Schlacht von Uhud gefallen. Als einer der großen Helden des Islam, der großen Märtyrer dieses Islam. Das war Anas ibn Nadar. Aber nicht nur mit seinem Heldenmut, nicht nur mit seiner Kampfbereitschaft und mit seiner Schlachtbereitschaft hat er hier Geschichte geschrieben. Vielmehr durch diese Aussage, die er getätigt hat. Durch diese Worte. Erhebt euch. Erhebt euch. Und sterbt, wofür Allah wofür der Prophet gestorben ist. Sterbt, wofür der Prophet gestorben ist. Das waren die entscheidenden Worte, die hier den Schlachtverlauf entscheidend beeinflusst haben. Die Macht des Wortes. Man sieht aber auch hier, meine lieben Geschwister, dass auch ein negatives Wort viel Macht haben kann. Denn davor hatten die Kuffar das Gerücht in die Welt gesetzt, dass Muhammad getötet worden sei. Und dieses Gerücht haben sogar noch die Sahaba geglaubt. Sie selbst wurden von diesem Gerücht beeinflusst. Und was war das Ergebnis, dass sie sich niedergeknien haben? Und apathisch am Boden festgeklebt sind, ohne etwas zu tun. Das heißt, diese Lüge, das falsche Wort hat auch eine Macht auf sie ausgeübt. Das heißt, sowohl das richtige Wort als auch das falsche Wort hat eine Macht über den Menschen und kann sehr entscheidend sein. Und heute, meine lieben Geschwister, sehen wir, wie die Medien das und der wie die Medien die Macht des Wortes missbrauchen. Wie sie diese Macht in ihrem Sinne und im Sinne ihrer Kolonialmächte manipulieren und verändern. So sagen sie auch heute: Muhammad ist getötet worden. Der Islam ist tot. Sein Staat ist getötet worden. Es gibt keine Hoffnung mehr für euch Muslime. Das wird doch immer wieder gesagt. Der Islam ist tot. Keine Hoffnung mehr. In der Hoffnung eben, dass die Muslime genauso niedersitzen und knien wie einige Sahaba in der Schlacht von Uhud niedergeknien sind. Und nun frage ich euch, meine lieben Geschwister, gibt es jemanden von uns, gibt es jemanden von euch, der sich genauso erheben wird, wie Anas ibn Nadar, der genauso zu den Muslimen sprechen wird, wenn der Islam tot ist, dann lohnt es sich nicht weiterzuleben. Dann lasst uns sterben für diesen Islam. Wie Muhammad und wie Anas ibn Nadar für diesen Islam gestorben ist. Wer von uns erhebt sich, um den Islam zu retten? Wer von uns erhebt sich, um für den Islam einzustehen? Das ist der Moment, meine lieben Geschwister. Das ist auch die Zeit, wo wir uns mit dem rechten Wort erheben müssen, um den Lauf der Geschichte zu verändern. Jawohl, meine lieben Geschwister, das ist wahrlich unsere Aufgabe. Und hier sagt Allah Subhanahu wa Ta'ala ein treffendes Wort. In dieser Aya, die wir zitiert haben. Wenn er sagt, Bismillahirrahmanirrahim. Ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und sprecht ein treffendes Wort aus. Ein treffendes Wort. Das heißt, Allah Subhanahu wa Ta'ala verlangt von uns nicht nur ein Wort auszusprechen, irgendeines, sondern er verlangt von uns ein treffendes Wort auszusprechen. Said im arabischen bedeutet treffend. Das heißt treffend hier said, etwas ins Schwarze zu treffen, ja? Wenn du also hier einen Bogen nimmst und mit dem Pfeil triffst ins Schwarze, dann hast du auch hier etwas said erreicht. Also, wenn du etwas said sagst auf Arabisch, dann triffst du mit deiner Aussage ins Schwarze. Und genau das fordert von uns Allah Subhanahu wa Ta'ala. Nicht, dass wir irgendetwas sagen, sondern dass wir mit unserer Aussage ins Schwarze treffen. Das heißt, dass wir wirklich das gegenüber, ja, die Muslime mit unserer Aussage erschüttern, bewegen können, damit sie dann inshallah sich für eine Veränderung einsetzen. Das bedeutet das treffende Wort. Bitten wir Allah Subhanahu wa Ta'ala, dass er uns in unserer Dauer, in unserer Verkündung des Islam, in unseren Gesprächen mit den Menschen das treffende Wort beschert. Amen.
[13:30]Meine lieben Geschwister im Islam, heute sehen wir, wie überall die Verlogenheit sich verbreitet hat. Die Lüge sich etabliert hat. Das falsche Wort, das falsche Wort heute obsiegt. Und unsere Aufgabe, meine lieben Geschwister, ist es, dieses falsche Wort, diese Lüge aufzudecken, offenzulegen, damit die Muslime und die Menschen den Inhalt und die Lügenhaftigkeit dieses Wortes erkennen können. Und dafür sollten wir uns selbst der Macht des Wortes bedienen. Aber wie gesagt, der Macht des treffenden Wortes, die wie die Faust aufs Auge passt. Wie es ihm Allah Subhanahu wa Ta'ala gesagt hat. Bismillahirrahmanirrahim. Ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und sagt treffende Worte. Bemühen wir uns also, diese treffenden Worte zu sagen. Denn nur wenn ein Wort treffend ist, hat es Einfluss. Und diese diese Treffsicherheit bei den Worten, die hängt von uns ab, meine lieben Geschwister. Das ist der Stil der Sprache. Da ist dem Einfallsreichtum und der Kreativität des Trägers der Dawa keine Grenzen gesetzt. Vielmehr verlangt es die Kreativität, verlangt es den Einfallsreichtum eines jeden von ihnen. Und wenn wir uns darüber den Kopf zerbrechen, wie können wir die Leute überzeugen? Welches Beispiel können wir bringen, dass treffend ist, dass sie von unserer Idee, von der Idee des Islam wirklich überzeugen kann. Das ist unsere Herausforderung. Das ist unsere Herausforderung, wenn Allah sagt, ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und sagt treffende Worte. Dann wird er eure Werke richten und euch eure Sünden vergeben. Das heißt, der Lohn für diesen Einsatz, der Lohn für diese Anstrengung, für das Kopfzerbrechen, um wirklich die richtige Antwort zu finden, um das treffende Wort zu finden, dass das gegenüber überzeugt, der Lohn dafür ist gewaltig. Der Lohn dafür ist, dass Allah unsere Werke richten wird. Er wird also nicht nur uns Lohn geben für unsere Taten, für das richtige Wort. Nein, er wird unsere ganzen Werke richten und zum Guten führen. Das heißt, er wird uns als Ganze in die richtige Richtung führen und rechtleiten. Und euch eure Sünden vergeben. Das heißt, das ist ein Schlüssel für das Vergeben der Sünden. Und wenn wir uns jetzt im Ramadan befinden und bald die letzten zehn Tage des Ramadan beginnen, dann ist hier das auch eine Einladung an uns, uns zu überlegen, den Kopf zu zerbrechen, wie wir ein treffendes Wort der Dawa, der Verkündung des Islam, den Menschen mitteilen können. In Niede einfahren.



