Thumbnail for Das Vorstellungsgespräch (BEISPIEL-DIALOG) in voller Länge 🚀 by StepUp! Coaching & Karrieretipps

Das Vorstellungsgespräch (BEISPIEL-DIALOG) in voller Länge 🚀

StepUp! Coaching & Karrieretipps

28m 56s4,358 words~22 min read
YouTube auto captions
Transcript source

YouTube auto captions

This transcript was extracted from YouTube's auto-generated caption track. The transcript below is server-rendered so it can be read, searched, cited, and shared without opening the original YouTube player.

Timestamped outline
Pull quotes
[0:00]Ich habe euch hier auf diesem Kanal schon viele Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gegeben.
[0:00]Unser Bewerber Max, so haben wir ihn getauft, bewirbt sich als Mitarbeiter im Vertrieb und stellt sich den Fragen unserer Recruiterin Jessica.
[0:00]Gemeinsam schauen wir uns jetzt gleich an, was unser Bewerber Max schon richtig gut macht und ihr vielleicht mit in euer nächstes Vorstellungsgespräch nehmen könnt.
[0:00]Ein Hinweis noch an dieser Stelle, die Beispielantworten, die unser Bewerber Max heute gibt, sind natürlich nicht allgemeingültig.
Use this transcript
Related transcript hubs

[0:00]Heute befassen wir uns mit dem kompletten Vorstellungsgespräch. Mit dabei Jessica, eine waschechte und aktive Recruiterin. Mein Name ist Ben und jetzt viel Spaß bei Traobjob powered by StepStone. Ich habe euch hier auf diesem Kanal schon viele Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gegeben. Heute aber schauen wir uns mal ein fiktives Job-Interview in voller Länge an. Unser Bewerber Max, so haben wir ihn getauft, bewirbt sich als Mitarbeiter im Vertrieb und stellt sich den Fragen unserer Recruiterin Jessica. Gemeinsam schauen wir uns jetzt gleich an, was unser Bewerber Max schon richtig gut macht und ihr vielleicht mit in euer nächstes Vorstellungsgespräch nehmen könnt. Aber auch, was nicht so gut ist und ihr auf keinen Fall machen solltet. Ein Hinweis noch an dieser Stelle, die Beispielantworten, die unser Bewerber Max heute gibt, sind natürlich nicht allgemeingültig. Also nicht einfach die Antworten für euer nächstes Vorstellungsgespräch kopieren, denn jedes Gespräch läuft einfach nur mal individuell. Nehmt die Beispiele aus diesem Video eher als Orientierungshilfe. Und ein zweiter Hinweis: bei diesem Vorstellungsgespräch duzen sich die Recruiterin und der Bewerber. In vielen Unternehmen herrscht inzwischen Du-Kultur und deswegen haben wir hier auf das förmliche Sie verzichtet. Was mir persönlich echt besser gefällt, muss ich gestehen. Ähm, aber auch was die Kleidung betrifft, kann das je nach Job und Unternehmen natürlich anders aussehen als in unserem Beispiel jetzt. Aber ich würde sagen, jetzt legen wir erstmal los. Auf geht's. Hallo Max, ähm, erstmal schön, dass du hier bist. Ich habe gesehen, du hast ja eine etwas längere Anfahrt gehabt. Hast du denn gut hierher gefunden? Ja, vielen Dank. ja, doch, die Anreise war sehr angenehm, ich hatte keinen Stau auf der Strecke und das ist ja auch nicht so ganz selbstverständlich äh für diese Strecke, von daher, alles gut. Sehr gut. Der Klassiker: Die meisten Vorstellungsgespräche starten mit Eisbrecherfragen. Hier ruhig etwas ausführlicher antworten, eingrooven und nicht nur ja oder nein. Ihr wisst ja, der erste Eindruck zählt. Und aufgepasst, es kann natürlich passieren, dass euer Gesprächspartner euch z.B. am Empfang abholt. Ihr gemeinsam zum Meetingraum geht, in dem das Gespräch stattfindet und der Personaler auf dem Weg dorthin nichts sagt. Dieser Moment der Stille kann unangenehm sein. Und schweigt ihr die komplette Zeit, wirkt das nicht gerade so, als wärt ihr jetzt super kommunikativ. Ergreift also auch dort gern die Initiative für ein wenig Smalltalk. Bedankt euch z.B. schon mal für die Einladung oder sagt etwas wie, Sie haben ja echt ein schönes Bürogebäude. Das lockert die Situation auf. Und ganz wichtig, wenn ihr euch die Hände schüttelt, dann achtet auf einen angemessenen Händedruck und Augenkontakt. Wegen Corona haben wir bei dieser Begrüßung natürlich in dem Video bewusst darauf verzichtet. Jedes Vorstellungsgespräch startet in der Regel mit der Vorstellung des Unternehmens. Nutzt diesen Moment, um ein wenig durchzuatmen, euch zu entspannen und ganz wichtig, zuzuhören. Denn oft nutzen Personaler zu Beginn des Gesprächs die Gelegenheit Infos zum Ablauf des Gesprächs oder dem weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses zu geben. Hört ihr nicht zu und fragt am Ende des Gesprächs nach genau diesen Aspekten, hinterlässt das natürlich keinen guten Eindruck. Vorstellung des Unternehmens & Selbstpräsentation Ja Max, wir hatten ja schon vor ein paar Tagen miteinander gesprochen, freue mich, dass du heute noch mal hier bist. Und ähm ganz kurz noch mal zu meiner Person, ich bin jetzt seit fast vier Jahren hier im Unternehmen und Recruiterin, verantworte die Position, über die wir heute sprechen. Ähm vorab, wie sieht der Prozess bei uns aus? Ähm heute führen wir erstmal das Erstgespräch alleine. Im nächsten Schritt würde dann jemand vom Fachbereich dazu kommen und du würdest noch einige andere Kollegen kennenlernen. Und ganz wichtig an der Stelle, es würde dann auch noch ein Team kennenlernen stattfinden. Uns ist immer ganz gut wichtig, dass du einen Eindruck hast von den Personen, mit denen du dann am Ende auch zusammenarbeitest. Und ähm das können wir dir am besten vermitteln, wenn du dann auch dein zukünftiges Team an der Stelle kennenlernst. Ähm ich freue mich jetzt erstmal noch ein bisschen mehr über dich zu erfahren. Ich habe natürlich dein Lebenslauf vorliegen, aber gib mir doch noch mal einen ganz kurzen Abriss darüber, was du in den letzten Jahren gemacht hast. Äh ja, sehr gern, also ich bin Max Müller, ich bin 31 Jahre alt, komme aus Köln. Habe auch in Köln mein Abitur gemacht am Goethe Gymnasium, habe danach äh mich dazu entschieden eine Ausbildung zu machen zum Bankkaufmann. Ähm, habe dann kurz BWL studiert, habe gemerkt, dass das nicht so wirklich was für mich ist. Ähm, habe dann als Kundenberater in der Telekommunikationsbranche gearbeitet und ja, möchte einfach jetzt eine neue Herausforderung suchen und äh fand, dass die Stellenausschreibung ganz spannend war. Na, was meint ihr? Hat Max sich hier gut angestellt? Nein, hat er nicht. Und zwar aus zwei Gründen. Erstens hat er eine schlechte Körperhaltung, also er beugt sich nach vorne und verschränkt die Arme. Das wirkt natürlich nicht besonders offen. Zweitens, er gibt einfach stupide seinen Lebenslauf wieder. Denkt immer daran, Personaler haben euren Lebenslauf vorliegen und kennen euren beruflichen Werdegang schon. Versucht also mehr auf darauf einzugehen, wer ihr seid, welche Qualifikation ihr mitbringt und baut eure Stärken gekonnt in eure Selbstpräsentation ein, die in der Stellenanzeige gefordert werden. So Max, ich würde sagen, das kannst du besser. Auf ein Neues. Ja, das mache ich sehr gern. Mein Name ist Max Müller, ich bin 31 Jahre alt, komme aus Köln. Ähm, ich bin seit drei Jahren in der Telekommunikationsbranche bei der Muster GmbH im Kundenservice aktiv. Und bin dort speziell im B2C Umfeld für die Zufriedenheit unserer Geschäftskunden zuständig. Ich glaube, wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, dann wird ein Aspekt sehr schnell deutlich, nämlich er ist geprägt von einer direkten Kunden ähm Beziehung. Ich habe eigentlich schon während meiner Schulzeit festgestellt, dass ähm mir Dinge liegen, die mit Kommunikation zu tun haben. Ich würde mich als sehr aufgeschlossen bezeichnen, auch Kommunikationsstark und ich habe mich deswegen auch nach meinem Abitur bewusst dazu entschieden, eine Ausbildung zum Bankkaufmann zu machen, weil man in diesem Bereich ja auch häufig sehr direkten Kundenkontakt hat. Ähm, was ich super spannend fand in diesem Bereich war ähm Maß geschneiderte Produkte für Kunden ähm wirklich auch in den in den Verkauf zu bringen. Ähm und habe auch da erste Erfolge erzielen können. Habe mich dann für einen BWL-Studium entschieden, weil ich dort auch gewisses theoretisches Wissen mir aneignen konnte. Und seit drei Jahren ähm bin ich jetzt nun ähm im Kunden äh Service Center ähm zuständig. Das war äh am Anfang durchaus eine große Herausforderung für mich, weil ich es nicht gewohnt war, im telefonischen Kundenkontakt zu stehen, aber ich würde mich als jemand bezeichnen, der ähm sich sehr schnell neue Aufgabenbereiche einarbeiten kann. Ähm, der sehr schnell dazu lernt und deswegen würde ich sagen, es ist mir auch sehr sehr schnell gelungen, ähm erste Erfolge in diesem Bereich vorzuweisen. Ich habe dann auch schon sehr frühzeitig ähm wichtige Kunden übernommen und wie das ja im direkten Kundenkontakt häufig so ist, da läuft nicht immer alles glatt. Da gibt es auch schon mal Probleme, die man lösen muss, die auch sehr knifflig sind, aber äh wie gesagt, ich bin jemand, der sich da gerne reinfuchst und habe mich da sehr sehr schnell auch gut zurecht gefunden. Jetzt ist es so, dass ich einfach eine neue Herausforderung suche und ähm bei mir die Erkenntnis gereift ist, dass mich der wirklich der Verkauf, also trotzdem am Kunden nah dran zu sein, aber die Produkte zu verkaufen, ähm sehr reizt und ähm ich möchte mich einfach in diesem Bereich jetzt weiterentwickeln.

[7:46]Und ähm ja, finde diese diese Aufgabe sehr sehr spannend. Vielen Dank Max. Ähm, ich würde gern auch noch mal auf deinen Studium zu sprechen kommt. Du hast gesagt, das hast du abgebrochen. Vielleicht kannst du mir noch mal im Detail erklären, woher diese Entscheidung kam. Also ich glaube, ich muss rückblickend schon ehrlich sagen, dass ich ähm wahrscheinlich vor dem Studium eine andere Erwartungshaltung hatte. Ähm und diese Erwartungshaltung am Ende nicht erfüllt wurde, es war mir ein Tick zu theoretisch und ähm ich habe mich dann einfach dazu ähm entschlossen wieder mehr den Praxisbezug zu suchen und ich war auch damals zu dem Zeitpunkt der Meinung, dass den Weg, den ich für mich sehe und den ich einschlagen möchte beruflich, ähm dass ich da auch erfolgreich sein kann, ohne ein abgeschlossenes Studium und ähm ich glaube, dass äh dass das auch möglich ist. Vielen Dank. Ein schönes Beispiel. Unser Bewerber Max hat sein BWL Studium abgebrochen. Es ist klar, dass unsere Recruiterin exakt nach den Gründen des Studienabbruchs fragt. Also ganz wichtig, solltet ihr eure Ausbildung oder euer Studium abgebrochen haben oder eine Lücke im Lebenslauf besitzen, dann bereitet euch gut auf diese Frage vor, denn sie wird sehr wahrscheinlich gestellt werden. Ihr werdet deswegen nicht per se abgelehnt, da könnt ihr euch sicher sein. Nur solltet ihr diese natürlich gut und verständlich erklären können, wie es unser Bewerber Max gerade getan hat. Hierzu packe ich euch auch noch mal den Link zu meinem Video Lücken im Lebenslauf mit in die Infobox, wo ich noch mal ganz genau auf das Thema eingehe. Bewerbungsmotivation. Mhm. Würdest du diese Entscheidung rückblickend genauso noch mal treffen? Also man ist ja im Nachhinein immer schlauer als vorher und ähm ich ich müsste jetzt lügen, wenn ich jetzt behaupten würde, dass ich es noch mal exakt genauso machen würde. Letztendlich rückblickend kann man so argumentieren zu sagen, das ist etwas verschwendete Zeit war, dieses BWL-Studium zu absolvieren, wenn man es am Ende abbricht. Aber ich bin grundsätzlich ein Mensch, der ähm der Meinung ist, man muss Dinge auch mal ausprobieren, um festzustellen, was einem wirklich liegt und so muss ich sagen, betrachte ich es in meinem Lebenslauf und das ist dann für mich auch völlig okay. Ein interessante Frage der Recruiterin, aber auch eine knifflige, denn hinter der Frage steckt die Intention herauszufinden, wie selbstreflektiert ihr seid und ob ihr beispielsweise aus den Fehlern gelernt habt. Antwortet ruhig, selbstbewusst, aber vermeidet Antworten wie, ja, ich würde alles noch mal ganz genauso machen. Ja Max, was mich jetzt natürlich interessiert ist, was genau reizt dich am Vertrieb und warum gerade bei uns? Also, ich finde ähm grundsätzlich die Vertriebsarbeit total spannend und ähm warum gerade euer Unternehmen? Ich finde einfach, dass ihr euch sehr ähm interessant positioniert und ähm ja, will das ganz gerne machen. Vielen Dank. Ein Satz mit X, das war wohl nichts. Der Grund, wieso man sich auf eine Stelle bewirbt, wird mit einer hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit gefragt. Hier heißt es, sich genau vorher zu überlegen, mit welcher Motivation man sich auf den Job bewirbt. Was reizt euch? Wo liegen eure Stärken, die ihr voll nutzen könnt? Was wird in der Stellenanzeige gefordert, womit ihr punkten könnt? Und so geht's besser. Also, ich habe das ja eben schon mal kurz angerissen. Ich habe während meiner Ausbildung schon festgestellt, dass ich sehr sehr reizvoll finde, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem es darum geht, Produkte zu verkaufen. Und ähm, hinzu kommt die Tatsache, dass ähm ich einfach Herausforderungen liebe und Vertrieb, sind wir mal ehrlich, heißt Herausforderung. Man muss jeden Tag an seine Grenzen gehen, man muss jeden Tag neu motiviert sein. Man muss vor allem auch mit Rückschlägen umgehen können und ähm das passt sehr gut zu mir, würde ich sagen. Ich bin ein sehr sehr ehrgeiziger Mensch, ich setze mir sehr gerne ambitionierte Ziele und erreiche diese auch gern. Also, das ist schon durchaus eine, würde ich sagen, intrinsische Motivation bei mir. Ähm grundsätzlich ist es so, dass ähm Vertriebseinheiten oft durch ähm ein gewisses Teamgefühl äh geprägt sind. Und ähm das äh damit kann ich mich sehr sehr gut identifizieren. Ich bin ein absoluter Teamplayer, ähm das sieht man nicht nur im beruflichen Kontext, auch privat ähm im im sportlichen Umfeld. Und wenn ich es bisher richtig verstanden habe, die Außendarstellung eures Unternehmens, ihr legt sehr sehr viel Wert auf den Menschen, auf die Mitarbeiter und ihr legt sehr sehr viel Wert, dass ihr die Ziele auch gemeinsam als Team erreicht, ähm und das ist etwas, was ich total ähm attraktiv finde, womit ich mich sehr sehr gut identifizieren kann und ich glaube, es würde sehr gut passen, dass ich mittteil dieses Vertriebsteams werde. Vielen Dank.

[12:40]Max, wenn du deine berufliche Karriere für dich noch mal reflektierst, was würdest du sagen, worauf bist du besonders stolz und was war dein größter Erfolg? Also, es ist ja im Rahmen einer Ausbildung zum Bankkaufmann so, dass man relativ früh lernt, im direkten Kundenkontakt zu sein, was man aber ehrlicherweise nicht lernt, ist ein guter Vertriebler zu werden. Ich habe aber trotzdem im Rahmen dieser Ausbildung sehr sehr früh mir dieses ambitionierte Ziel gesetzt, eine gewisse Anzahl an Abschlüssen zu erreichen, das war damals in meinem dritten Ausbildungsjahr. Ähm, und das ist nicht so ganz selbstverständlich, dass man eine gewisse Anzahl an Bausparverträgen und Wertpapieren verkauft, ist zwar sehr ambitioniertes Ziel. Aber ich fand diese Herausforderung damals schon ähm so attraktiv, dass ich gesagt habe, okay, ich setze mir dieses Ziel und ich schaffe das auch und ich habe das Ziel ähm erreicht, ich habe es sogar übertroffen und ohne jetzt Arroganz wirken zu wollen, aber da bin ich rückblickend schon ähm ganz stolz drauf. Super, das klingt toll. Das war gut. Ein heißer Tipp ist immer ein Beispiel aufzuführen und daran zu erklären, wieso man erfolgreich war, genauso wie Max es in dem Fall gemacht hat. Setzt hier den Fokus auf etwas, was den neuen Arbeitgeber auch nützen würde. Max, wo siehst du dich in den nächsten fünf Jahren? Die nächsten fünf Jahre, da bin ich 36. Ja, da hätte ich schon ganz gern eine Führungsposition. Mhm.

[14:10]Keine gute Antwort. Hier ist nicht entscheidend, was genau in fünf Jahren passiert oder nicht. Vielmehr interessiert es den Recruiter, was eure Ziele sind und wo ihr hin wollt. Wollt ihr Projekte leiten, ein Team führen? Macht euch hier unbedingt im Vorfeld Gedanken zu. Aber macht besser nicht den Fehler, zu fordernd zu wirken. Zu sagen, dass ihr in fünf Jahren auf dem auf dem Chefsessel sitzen möchtet, z.B. klingt zu forsch. Besser eine Antwort nach diesem Muster. Also, meine kurzfristigen Ziele wären jetzt tatsächlich erst einmal, mich im Vertriebsumfeld zu etablieren. Darunter stelle ich mir vor, ähm Kunden zu gewinnen, ähm ein einen Kundenstamm aufzubauen, diese Kunden auch zu halten und natürlich meine Stärken, die ich mitbringe, weiter zu entwickeln. Wenn wir jetzt den Blick weiter vorauswerfen, was in fünf Jahren ist, ähm kann ich mir durchaus auch vorstellen, ähm mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich bin schon jemand, der gerne auch mal seine Komfortzone verlässt, der ähm sich also nicht davor scheut neue Herausforderungen ähm zu übernehmen und das kann dann auch mal ein großes Projekt sein, das kann vielleicht sogar mal ein kleines Team sein, ähm das kann ich mir sehr sehr gut vorstellen auf lange Sicht. Mhm. Okay. Vielen Dank für deine Ausführung. Ähm, wo siehst denn deine Entwicklungsfelder? Na, welche eigentliche Frage verbirgt sich hier hinter? Richtig, die Fragen nach euren Schwächen. Kaum ein Personaler stellt heutzutage noch die Frage, was sind ihre oder deine Schwächen? Stattdessen wird diese Frage versteckt in andere Fragen verpackt, wie diese z.B.. Was ihr vermeiden solltet, vermeintliche Schwächen als Stärken zu verkaufen, wie ich bin ein absoluter Perfektionist. Das wird kein Personaler hören. Auch die Tatsache, dass ihr ungeduldig seid, ist zu abgedroschen. Natürlich solltet ihr keine allzu großen Makel preisgeben, bzw. sehr private Schwächen angeben, wie mir fällt es schwer, morgens aus dem Bett zu kommen. Aber schauen wir doch mal rein, wie unser Max mit dieser Frage umgeht. Also, wo ich auf jeden Fall Entwicklungspotenzial sehe, ist so bei diesem Thema Frustrationstoleranz. Ähm, es ist schon mal vorgekommen in der Vergangenheit, dass ich mich mal kurz ein paar Sekunden schütteln muss, äh, wenn ich einen Rückschlag einstecke. Ich habe aber gelernt, damit umzugehen und einfach sich auf das nächste Ziel zu fokussieren. Das gelingt mir sehr sehr gut. Ein zweiter Punkt, ähm an an dem ich sicher noch arbeiten könnte, ist so dieses Thema Workload. Ähm, ich glaube, viele kennen das, es ist mir in der Vergangenheit oft passiert, dass ich dann netterweise einige Aufgaben der Kollegen auch mit übernommen habe und dann irgendwann festgestellt habe, jetzt liegt aber ziemlich viel auf meinem Tisch rum. Und ich glaube, auch da ähm ist es mir aber bisher auch immer besser gelungen, auch mal nein sagen zu können und selber einzuschätzen, ähm ja, in dem Bereich kann ich den Kollegen jetzt noch helfen, übernehme gern noch ein paar Aufgaben oder in dem Bereich geht's jetzt eben nicht.

[17:03]Also, was unser Max richtig gut gemacht hat, er hat Schwächen beim Namen genannt, aber gleichzeitig auch beispielhaft erläutert, wie er an diesen Schwächen arbeitet. Das ist sehr gut. Orientiert euch gern an diesem Muster für euer nächstes Vorstellungsgespräch. Aber er hat einen Fehler gemacht. Er hat sich widersprochen. Er nennt seine nicht ganz ausgeprägte Frustrationstoleranz, aber ganz am Anfang des Vorstellungsgesprächs hat er betont, er sei ergeizig und können auch gut Niederlagen verkraften. Vermeidet also unbedingt Widersprüche. Stressfragen Was würdest du bei deinem jetzigen Unternehmen am meisten vermissen? Das ist ziemlich einfach, ganz klar die Kultur, sprich die Kollegen. Habe mich sehr wohlgefühlt oder fühle mich immer noch sehr wohl, jeden Tag zur Arbeit zu kommen. Genieße das sehr, ist mir auch sehr wichtig, dass man dass man sich im Team sehr sehr gut versteht. Ähm und auch das Verhältnis zwischen den Vorgesetzten und den Mitarbeitern war einwandfrei und das wäre schon etwas, was ich vermissen würde. Okay. Ähm, was wäre für dich so ein No-Go? Also, wann was müsste passieren, damit du deine Entscheidung am Ende bereust, wenn du in einem Unternehmen wechselst? Also, ich glaube, womit ich wirklich ein Problem hätte, wäre mangelnder Respekt zwischen den Kollegen. Ich bin der Meinung, es spielt keine Rolle, ob jetzt der CEO mit dem Praktikanten sich unterhält. Respekt für den anderen aufzubringen, das ist das Wichtigste, das sonst kann es nicht funktionieren, dann das ist schädlich für die gesamte Unternehmenskultur, wenn das nicht stimmt. Damit hätte ich, glaube ich, ein Problem, wenn man ich wirklich feststellen würde, ähm dass man diesen Respekt dort nicht immer erhält. Und ich glaube, dass ich mit Ungerechtigkeiten ähm sehr schlecht umgehen kann. Das wären zwei Dinge, wo ich glaube ich, an meine Grenzen stoßen würde. Mit diesen Fragen versucht unsere Recruiterin den Bewerber etwas zu entlocken, nämlich wie er beispielsweise über seine Ex-Kollegen denkt. Max macht das hier sehr gut, denn er redet gut über seinen letzten Arbeitgeber. Ob da wirklich so eine tolle Kultur herrschte oder die Vorgesetzten sich tatsächlich immer einwandfrei verhalten haben, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, so schlecht das Zeugnis auch ist, dass ihr eurem jüngsten Arbeitgeber am liebsten ausstellen wollt, nennt es nicht beim Namen. Äußert ihr schlecht über euren letzten Arbeitgeber, hinterlässt das keinen guten Eindruck. Auch die Frage, was euch auf die Palme bringt, ist von der Recruiterin wohl überlegt. Denn damit möchten Personaler herausfinden, wie ihr in Stresssituationen reagiert. Jetzt ähm kommen wir noch mal zu einem sehr wichtigen Thema, ähm gerade im Vertrieb, da hast du dir sicherlich schon Gedanken zu gemacht, welches Gehalt stellst du dir für diese Position bei uns vor? Also gemessen an den Anforderungen, die ihr ja an diese Position habt, stelle ich mir ein fixes Gehalt von 35.000 äh jährlich vor, mit einem zusätzlichen ähm erfolgsorientierten variablen Anteil von 20 %.

[20:18]Ich finde, dass das wirklich auch gemessen an dem, was man mitbringen muss für für diese Stelle ähm durchaus angemessen ist.

[21:24]Okay, ähm wunderbar. Max, ich habe tatsächlich keine Fragen mehr an dich. Was möchtest du jetzt noch von mir wissen? Ähm, ich muss sagen, also eigentlich haben wir alle Fragen geklärt. Vielen Dank. Mhm. Diese Frage, auch ein Klassiker. Ihr könnt euch darauf einstellen, dass sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kommen wird. Unser Max hat mit Sicherheit so einige Fragen, doch so schnell hat er sie einfach nicht parat. Keine Seltenheit im Vorstellungsgespräch, indem man ja sowieso aufgeregt ist und einfach viele Informationen einfach auf einen einprasseln. Den größten Fehler, den man aber jedoch machen kann, ist es tatsächlich keine Frage zu stellen. Denn das wirkt schnell desinteressiert und der Gegenüber hat den Eindruck, als würde der Bewerber gern so schnell wie möglich flüchten wollen. Und schließlich wollt ihr auch genau wissen, ob das Unternehmen Unternehmen letztendlich zu euch passt und die Stelle geeignet ist. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, das herauszufinden. Beispiel, wie werden die Arbeitszeiten geregelt? Wie groß ist mein Team? Oder einfach, wie geht der Bewerbungsprozess weiter? Wann kann ich mit Feedback rechnen? Notiert euch am besten vorab einige Fragen und lieber eine zu viel, als eine zu wenig. Und liest sie ruhig vor Notizblock ab. Das zeigt, ihr seid vorbereitet und im Idealfall entsteht so am Ende noch mal ein Gespräch. Schauen wir aber doch mal rein, wie es gehen könnte. Ja, äh erstmal zunächst vielen vielen Dank ähm schon mal vorab für dieses sehr freundliche und informative Gespräch. Ähm, habe schon mal einen sehr sehr guten Eindruck erhalten äh von eurem Unternehmen. Ich hätte tatsächlich noch die ein oder andere Frage und zwar ähm du hast ja gesagt, du bist auch schon einige Jahre hier im Unternehmen aktiv. Ähm, mich würde einfach mal aus deiner Perspektive interessieren, ähm was genau macht ihr Spaß jeden Tag hierherzukommen. Mhm. Also für mich sind tatsächlich die Kollegen entscheidend, mit denen ich hier zusammenarbeite, ne? Das heißt, ich habe ein Team, ähm das aus ca. 20 Mitarbeitern besteht und äh wir sind ein sehr sehr eingespieltes Team, wir verstehen uns alle sehr sehr gut und äh ich arbeite natürlich auch in meiner Position mit vielen anderen Managern und Abteilungen zusammen. Und äh ich muss sagen, für mich steht tatsächlich an erster Stelle ähm oder stehen an erster Stelle die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Ich finde, das ist ein sehr schönes Miteinander, aber auch die Weiterentwicklung, die ich hier im Unternehmen ähm letztendlich machen konnte, ne? Dass ich mich in verschiedene Positionen weiterentwickelt habe und das auch unterstützt wurde.

[24:47]Okay, vielen Dank.

[24:58]Ähm angenommen, ich würde jetzt die Stelle erhalten und würde jetzt bei euch im Unternehmen starten. Was würdest du sagen, sind so ganz wichtige äh Erwartungen, die an mich gestellt sind? Was sind so Meilensteine in den ersten Wochen oder Monaten? Also du würdest dich zu Beginn direkt mit deinem Vorgesetzten zusammensetzen und bekommst einen strukturierten Einarbeitungsplan. Das heißt, zunächst starten wir in der Theorie, du bekommst Vertriebsschulung, Produktschulung und wirst sozusagen in dieser Rolle von vorne rein direkt fit gemacht, das heißt, nicht ins kalte Wasser geschmissen. Und in diesem Einarbeitungsplan sind auch feste Meilensteine fixiert, ne? Das heißt, wir haben, du hast feste Ziele, setzt sich in der Einarbeitung und in den ersten Monaten immer wieder regelmäßig mit deinem Vorgesetzten zusammen und ähm ihr schaut, wie du deine Ziele erreicht hast und ob du vielleicht auch noch Unterstützung von uns benötigst.

[26:03]Das klingt sehr gut. Das ist mir in der Tat auch äh sehr wichtig, dass ähm ja, man einfach diese diese Perspektive hat, dass es Möglichkeiten gibt, sich weiterzuentwickeln und das auch vom Unternehmen ähm getrieben wird. Finde ich äh sehr sehr gut. Super. Max, wenn du jetzt keine Fragen mehr hast, dann möchte ich mich auf jeden Fall für deine Zeit bedanken. Danke, dass du die Anreise auf dich genommen hast. Ähm ich möchte dir gerne auch noch mal einen Ausblick geben, wie wir jetzt weitermachen. Ähm ich würde jetzt meine Eindrücke, meine Notizen, die ich mir auch gemacht habe, mit dem Fachbereich besprechen und du kannst auf jeden Fall mit einem Feedback von mir innerhalb der nächsten zwei Tage rechnen. Das heißt, ich werde dich anrufen, wir werden das Ganze besprechen und dann hatte ich ja ähm bereits zu Beginn gesagt, dass noch ein weiteres Treffen anstehen würde, bei dem du ähm sowohl den Fachbereich als auch dein Team kennenlernen würdest. Alles klar, dann sage ich auch noch mal vielen vielen Dank für die Einladung. Ähm, es war äh sehr sehr interessant, sehr sehr informativ, ich glaube, ich habe schon ein sehr sehr gutes Bild davon gewinnen können, ähm wie ihr ähm als Unternehmen tickt und vor allem, was eure Unternehmenskultur betrifft und ja, würde mich dann freuen, von euch zu hören. Danke. Sehr gut hier. Es kam ein Gespräch auf und Max hatte sich einige Fragen vorab überlegt, sie aufgeschrieben und diese Notizen vor sich liegen. Macht das gern genauso. Ebenso positiv ist, dass unser Bewerber Max am Ende nochmals einen sehr guten Eindruck hinterlassen möchte, indem er sich höflich für die Einladung und das Gespräch bedankt und unterstreicht, dass es sehr informativ war. Flüchtet also am Ende des Gesprächs nicht einfach aus dem Raum, sondern versucht einen positiven und sympathischen Eindruck zu hinterlassen. Checkliste So und hier habe ich noch mal fünf zentrale Tipps für euch zusammengefasst. Nutzt banale Situationen, um euch positiv zu präsentieren, sei es im anfänglichen Smalltalk oder eben beim Verabschieden. Lest die Stellenanzeige sehr genau durch und seid in der Lage, die Anforderung in eigenen Worten wiederzugeben. Begründen, begründen, begründen. Überlegt euch eine gute Story und Beispiele, um eure Motivation für die Stelle darzulegen und wieso ihr für den Job geeignet seid. Aufgeschlossene Körperhaltung und Blickkontakt zu eurem Gesprächspartner. Stellt Fragen, das wirkt interessiert und hilft euch, euch selbst klar zu werden, ob der Job etwas für euch ist oder eben auch nicht. So und jetzt kommen wir nämlich schon zum letzten Punkt und zwar, indem ich euch die Daumen drücke für euer Vorstellungsgespräch. Und wenn euch dieses Video gefallen hat, im besten Fall natürlich geholfen hat, würden wir uns natürlich riesig freuen, wenn ihr uns euren Daumen nach oben gebt. An dieser Stelle möchte ich auch noch mal ganz recht herzlichen Dank sagen an meine lieben Kollegen, die mich wirklich so tatkräftig bei diesem Projekt unterstützt haben und in meinen Augen es großartig gemacht haben. Und ansonsten kann ich nur sagen, lasst es euch gut gehen, bleibt gesund, wir sehen uns bald wieder. Ciao und Ben raus.

Need another transcript?

Paste any YouTube URL to get a clean transcript in seconds.

Get a Transcript