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Wien, die grantigste Stadt der Welt (Wiederholung)

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[0:00]Das jedenfalls behauptet eine neue Studie des britischen Finanzdienstleister Remitly.
[0:00]Österreich landet in der Befragung von mehr als 4600 Personen aus 25 Ländern auf Platz 25, also dem letzten.
[0:00]Wir haben nämlich bei Inside Austria vor ungefähr anderthalb Jahren im Sommer 2024 schon mal eine Folge darüber gemacht, warum Wien zwar die Lebenswerteste, aber auch die unfreundlichste Stadt der Welt ist.
[0:00]Und na ja, weil die Episode immer noch so aktuell ist, dachten wir, wir spielen sie euch noch mal vor.
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[0:00]Wusstet ihr, dass Österreich die unhöflichste Nation der Welt ist. Das jedenfalls behauptet eine neue Studie des britischen Finanzdienstleister Remitly. Österreich landet in der Befragung von mehr als 4600 Personen aus 25 Ländern auf Platz 25, also dem letzten. Mich hat das ja ehrlich gesagt wenig überrascht. Wir haben nämlich bei Inside Austria vor ungefähr anderthalb Jahren im Sommer 2024 schon mal eine Folge darüber gemacht, warum Wien zwar die Lebenswerteste, aber auch die unfreundlichste Stadt der Welt ist. Und na ja, weil die Episode immer noch so aktuell ist, dachten wir, wir spielen sie euch noch mal vor. Der Grund dafür, dass wir in dieser Woche nur eine Wiederholung spielen, ist, wir stecken gerade in einer größeren Recherche. Worum es genau geht, das verraten wir hier noch nicht, aber schon mal so viel. In dieser Recherche lernen wir nicht nur viel über Österreich, sondern auch über uns selbst. Jetzt aber erstmal viel Spaß mit der Folge, bei der ihr schon mal ein bisschen vom Sommer in Wien träumen könnt.

[1:05]Ja, wir haben eine Flussfahrt gemacht, also auf der Donau und Station ist auch hier in Wien. Und wir schon sagen, ist schon Impulsant, also toll. The Architecture. I like the history, I really like it's attached to history. Ich finde es auch schön zu sehen, wie die verschiedenen Stadtteile leben. Man hat das alte Wien, wenn man dann rüber zur Donau geht, mit dem neuen Wien, mit den neuen Hochhäusern. I like all the parks. There are so many parks here. In der Wiener Innenstadt tummeln sich in diesen Tagen, wie jedes Jahr, die Sommertouristen. Die österreichische Hauptstadt zieht Urlaubende aus aller Welt an. Mehr als 7 Millionen Menschen haben Wien im vergangenen Jahr besucht. Aber nicht nur fürs Sightseeing ist Wien beliebt, sondern auch für die Menschen, die hier leben. Zum dritten Mal in Folge wurde Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Das zeigen gleich mehrere Studien, unter anderem der britischen Wochenzeitung The Economist. Da geht's z.B. um Infrastruktur, Gesundheitssystem, Schulen und Kindergärten, der Wohnungsmarkt und hier schneidet Wien tatsächlich in den meisten Themen wirklich sehr gut ab. Es gibt allerdings auch einen Aspekt, bei dem Wien gar nicht gut wegkommt, oder besser gesagt, die Wienerinnen und Wiener. Demnach fühlen sich internationale Fachkräfte nur in Kuwait weniger willkommen, also das ist der letzte Platz und wir sind der vorletzte Platz. Die Wienerinnen und Wiener gelten als unfreundlich. Stimmt das oder liegt es vielleicht eher daran, dass die internationalen Besucher den Wiener Schmä einfach nicht verstehen. Den Wiener Humor, den ich hasse den. Dieses unfreundliche sein und dieses rumnörgeln. Manchmal denke ich mir sogar bitte halt doch still einfach. Das Wesen von Wien, da ist der Wiener Grant, also die schlechte Laune in einer Kombination mit dem Schmäh, also mit dem Spaß machen. Im Ernst, charakterisiert es nach meinem Verständnis eigentlich die Fähigkeit, charmant und geistreich zu plaudern. Ich bin Lucia Heisterkamp vom Spiegel. Und ich bin Margit Höfer vom Standard. In dieser Folge von Inside Austria wollen wir wissen, wie lebenswert Wien tatsächlich ist. Dazu machen wir einen Selbsttest und wir sprechen mit Besuchern, Expert und einer Stadtpsychologin darüber, was es mit dem Wiener Schmä und dem Grant auf sich hat.

[3:46]Guten Morgen. Ich bin unterwegs in die Redaktion. Es ist kurz nach 8 Uhr. Und obwohl ich in einem schon eher Randbezirk wohne, habe ich eigentlich drei verschiedene Möglichkeiten, mich mit den Öffis ins Zentrum fahren könnte. Ich nehme jetzt mal heute die Straßenbahn, weil das am entspanntesten ist. Ich brauche ich nicht umsteigen. Wir nehmen Sie heute mal mit durch einen typischen Tag in Wien, bzw. nimmt Margit sie mit. Ich sitze ja in Berlin, wo der Himmel gerade grau ist, während in Wien gemeinerweise die Sonne scheint. Und so ein klassischer Tag in Wien beginnt für die meisten Menschen mit dem Weg zur Arbeit. Landstraße, umsteigen zu U 3. Also ich hatte Glück, ich habe gleich eine Straßenbahn erwischt und musste gar nicht warten. Das heißt, ich habe es in unter einer halben Stunde in die Redaktion geschafft und sogar eine klimatisierte Straßenbahn erwischt, also besser geht's eigentlich nicht. Zugegeben, ganz so reibungslos funktioniert das nicht immer. Es gab auch schon Tage, an denen ich doppelt so lange unterwegs war. Gerade jetzt im Sommer sind Baustellen ein großes Thema in der Stadt, was sich auch auf die Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auswirkt. Wie zufrieden sind Sie dann mit den Öffis hier in Wien? Momentan nicht so sehr, aber an sich sehr. Also ich bin überzeugte ÖFFI-Fahrerin, habe mein Auto verkauft. Normalerweise pünktlich, normalerweise sauber, ähm halt mega gut für Klimafreundliches Leben. Das ist echt fein. Ich finde sie gut, ich bin zufrieden. Ja, kommt man gut von A nach B. So ist es, aber allerdings in letzter Zeit gibt's sehr viele Störungen. Das öffentliche Verkehrsnetz in Wien ist einer der Gründe, weshalb die Stadt auch 2024 mal wieder als lebenswerteste Stadt ausgezeichnet wurde. Ja, also dazu muss man mal sagen, es gibt tatsächlich mehrere so internationale Erhebungen, die Wien immer wieder mal attestieren, dass es eine sehr lebenswerte Stadt sei und zuletzt eben regelmäßig, dass es auch tatsächlich die lebenswerteste Stadt von denen untersuchten sei. Unsere Kollegin Anna Julia Fink vom Standard hat sich diese Erhebungen genauer angeschaut. Die aktuellste und auch die am meisten zitierte sind unter anderem die von der britischen Economist Gruppe einerseits und dann die Studie des internationalen Beratungsunternehmens Mercer. Befragt werden für diese Studien sogenannte Expats oder kurz Expats. Das sind Ausländerinnen und Ausländer, die angestellt sind im Unternehmen und von diesem Unternehmen für eine bestimmte befristete Zeit ins Ausland entsandt werden. Also das sind Angestellte und nicht selbständige und das ist natürlich eine Form von gewissermaßen privilegierter Migration. Die Studien werden eigentlich für die internationalen Unternehmen gestellt, die ihre Mitarbeitenden in verschiedene Länder schicken, damit die dann sehen können, wo es besonders attraktiv ist, sich für ein paar Jahre niederzulassen. Das heißt also, für diese Erhebungen zählt nicht die Meinung aller Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt, sondern die einer speziellen Gruppe, nämlich der Expats. Mit allem, was für sie wichtig ist. Wenn man jetzt die Mercer Studie beispielsweise her nimmt, dann fließen da nicht nur die Angaben von diesen Expats hinein, sondern eben auch Daten von Behörden und Institutionen. Das geht von Regierungsberichten über Berichten von Minsterien bis hin zu der Frage, ob eine Reisewarnung gilt oder so. Aus den gesammelten Informationen entstehen dann Berichte aller untersuchten Standorte. Bei Mercer sind das 230 Städte weltweit und die werden dann nach bestimmten Kriterien beurteilt und in einem Ranking gelistet. Diese Kriterien, das sind so an die 40 und die wiederum sind in zehn Kategorien unterteilt, da geht's z.B. um Infrastruktur, Gesundheitssystem, Schulen und Kindergärten, Kriminalität, Natur und Umwelt, aber auch Kultur und andere Freizeitangebote oder auch eben das politische wirtschaftliche Umfeld der Wohnungsmarkt. Natürlich, sagt unsere Kollegin, kann sich die Beurteilung der Expats von dem unterscheiden, wie Einheimische eine Stadt oder ein Land wahrnehmen. Also wenn z.B. Expats über Infrastruktur sprechen, dann geht's jetzt nicht nur um die öffentlichen Verkehrsmittel, schon auch, aber eben nicht nur, sondern auch um die Frage der Flugverbindung oder wenn jetzt Expats auf Schulen beispielsweise schauen, dann geht's auch um die Frage, wie viele internationalen Schulen sind beispielsweise dort. Es gibt aber natürlich bei bestimmten Punkten schon noch Überschneidungen, also z.B. allen voran, wenn es um Kriminalität und Sicherheit geht. Was die Kriminalität betrifft, macht Wien zurzeit immer mal wieder negative Schlagzeilen. Jugendbanden, Drogenkriminalität, Messerstechereien, wir haben ja auch hier im Podcast schon öfter über solche Fälle berichtet. Auf die jüngsten internationalen Erhebungen unter Expats haben sich die aber nicht ausgewirkt. Sicherheit wird nach wie vor mit der höchsten Punktezahl bewertet, nämlich 100 von 100. Also Wien ist ja auch, wenn man es mit anderen Großstädten vergleicht und sich auch internationale Studien ansieht z.B. tatsächlich sehr sicher, vor allem für eine knapp 2 Millionen Stadt. Hört man sich auf der Straße um, dann kann man aber sagen, dass das Sicherheitsgefühl bei manchen Bewohnerinnen und Bewohnern zumindest etwas angekratzt ist. Ich habe mich schon sicherer gefühlt. Die Angriffe auf Passanten werden immer mehr und mehr und mehr. Haben Sie das selber schon mal was erlebt? Nein, Gott sei Dank nicht. Ähm es geht ja, es geht, wenn man nicht so unbedingt abends unterwegs ist unter Drink oder so. Ich wohne zwar am Üppenplatz, aber ich fühle mich trotzdem sicher. Also auch wenn es ab und zu was passiert. Geschossen wird oder sonst was, ja. Das ist ja nichts im Verhältnis zu anderen. Ja, die Kriminalität hat natürlich jetzt sehr zugenommen in gewissen Bezirken, aber im Prinzip kann man sagen, man lebt schon sehr sicher hier. Was Expats in den Studien außerdem besonders gut bewerten, das sind das Bildungs- und das Gesundheitssystem der Stadt. Man kann das Kind an die öffentliche Schule schicken, die Universitäten kosten vergleichsweise sehr wenig, wenn man es mit anderen Städten vergleicht. Es gibt eine gute öffentliche Gesundheitsversorgung, die hat natürlich auch ihre Probleme, aber niemand verschuldet sich jetzt nur, wenn man ins Krankenhaus kommt. Und auch das Wohnen ist in Wien noch leistbarer als in anderen europäischen Großstädten. Die Mieten steigen zwar, sind aber auch im Vergleich mit anderen Metropolen noch mal niedriger als anderswo. Das Wohnen in Wien so viel günstiger ist als z.B. in Berlin, das liegt vor allem am sozialen Wohnungsbau. Darüber haben wir schon mal eine eigene Folge gemacht, die verlinken wir Ihnen in den Shownotes. Und es gibt noch weitere Punkte, die Wien lebenswert machen. Das politische System ist stabil, es gibt eine hohe soziale Absicherung, Arbeitnehmerschutz. Viele dieser Sozialleistungen kann sich die SPÖ geführte Stadtregierung auf den Hut schreiben, sagt unsere Kollegin Anna Julia Fink. Seit 1945 sind nämlich die Sozialdemokraten in Wien durchgehend an der Macht. Man spricht deshalb auch vom Roten Wien. Dass Wien immer wieder auf Platz 1 bei diesen Rankings landet, das macht sich fürs Image der Politik natürlich gut. Als Wiener Bürgermeister freue ich mich ganz besonders, dass unsere Stadt zum wiederholten Male in verschiedenen internationalen Rankings nicht am zweiten, nicht am dritten Platz gereit worden ist, sondern zum wiederholten Male den ersten Platz belegt hat. Das sagt z.B. der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig in einem Werbevideo auf YouTube. Die Stadtregierung klopft sich dann natürlich auch immer wieder mal öffentlich auf die Schultern und ist auch verständlich.

[11:28]Wir wollten aber auch noch mit jemandem sprechen, der selbst als Angestellter aus dem Ausland nach Wien gezogen ist. Ja. Also ich. Das ist Walter Meyer. Er ist seit 1989 Auslandskorrespondent beim Spiegel, berichtet heute über Ostmitteleuropa und hat schon in verschiedenen Städten weltweit gelebt. Wien, Moskau, Rom, jetzt wieder Wien seit 2019. Walter Meyer kann also gut vergleichen, wie lebenswert die Stadt nun wirklich ist. Bevor er Ende der 90er Jahre zum ersten Mal nach Wien gezogen ist, hat er jahrelang in Berlin gewohnt. Damals hat für Wien wie heute eigentlich auch beruflich viel gesprochen, die Nähe zum Balkan eben, das ist ja eher meins. Und außerdem muss man wissen, das Wienerische ist eigentlich ein ostbayerischer Dialekt. Das ist also sozusagen ein Heimspiel für mich, ich komme aus der Nähe von München. Und insofern ganz gute Startvoraussetzungen. Ob Wienerisch nun ein ostbairischer Dialekt ist oder ganz Bayern vielleicht eher ein kleiner Teil von West-Österreich, darüber lässt sich vermutlich streiten. Walter Meyer fühlt sich jedenfalls sofort wohl in Wien. Das liegt einerseits daran, dass die Anfänge der 2000er spannende Zeiten für Journalisten sind. Weil damals entstand die Regierung unter Beteiligung von FPÖ und da ist gab es viel zu tun. Aber nicht nur deshalb gefällt es ihm in Wien und das ist auch bis heute so. Die Stadt funktioniert einfach, tiptop, man sieht sozusagen, wofür man diese Steuern zahlt und zwar nicht wenige. Es ist irgendwie ablesbar, das rote Wien sozusagen, tut sehr sehr viel für das Funktionieren des täglichen Lebens allen voran öffentlichen Verkehrsmittel. Die Öffis scheinen wohl für alle ein wichtiger Punkt zu sein. Und wenn ich daran denke, wie oft in Berlin die S-Bahn ausfallen oder völlig überfüllt sind, dann kann ich schon verstehen, warum. Es ist wichtig für uns ist wohlbefinden. Was unser Kollege Walter Meyer außerdem besonders an Wien schätzt, das ist die Natur. Es ist sehr viel grün, sehr viel Wasser und letztendlich in jeder Himmelsrichtung eine andere Landschaft. Also du hast im Osten die Puster, im Norden des Weinviertel, im Süden des Hochgebirge und im Westen den Wienerwald. Das heißt, man kann sich an jedem Wochenende für eine andere Himmelsrichtung entscheiden und es wird nicht langweilig und das alles in ziemlich überschaubarer Entfernung. Das sehen auch die Befragten aus der Mercer Studie so. Immerhin 93,5 von 100 Punkten gibt es für die Kultur und die Umgebung. Dazu gehören nicht nur die vielen Ausflugsziele, sondern auch kulturelle Möglichkeiten, Events oder Essen und Trinken. Es wird Mittag und ich verbringe ausnahmsweise mal meine Mittagspause im Stadtpark, der gleich in der Nähe unserer Redaktion ist, und ich muss sagen, ich frage mich, warum ich nicht öfter da bin. Das ist wirklich total nett mit dem Teich, wo die Enten herumschwimmen. Man findet Schatten auch an einem heißen Tag wie heute. Die Parks werden ja in Wien auch immer wieder genannt, dass es so besonders schöne Plätze sind und dass diese die Stadt so lebenswert machen.

[14:46]Die Freizeiteinrichtungen, die Möglichkeiten, Sommer und Winter was los, im Herbst und Frühling auch. Das soziale Netz ist sehr dicht und arme Leute, Leute, die wenig Geld haben, bekommen mehr als in anderen Vergleichbaren Städten. Zum Mittagessen gab es dann für mich noch einen veganen Schnitzelburger. Also sogar, wenn man kein Fleisch ist, bekommt man hier typisch österreichische Kost. Hm, da werde ich dann doch ein bisschen neidisch, während ich an meiner Stulle esse und aus dem Fenster auf die Straße schaue, wo mal wieder Müll verstreut liegt. Berlin galt ja mal als arm, aber sexy. Aber in der Umfrage des Economist liegt Berlin jetzt gerade mal auf Platz 21. Und überhaupt hat es keine einzige deutsche Stadt im Ranking in die Top 10 geschafft. Hamburg und München liegen sogar nur auf Platz 27. Ich bin gerade schon am überlegen, ob ich es meinem Kollegen Walter Meyer einfach nachmachen soll und auch von Berlin nach Wien ziehen soll. Ja, also mich wird es auf jeden Fall freuen, aber wart vielleicht noch einen kleinen Moment Luzia, bevor du deinen Koffer packst. Es gibt dann noch einen kleinen, aber nicht ganz unwichtigen Aspekt, über den wir auch noch sprechen sollten.

[16:15]Viele Expats, das sagt unsere Kollegin Anna Julia Fink, haben Schwierigkeiten in Wien Freundschaften zu knüpfen. Vor allem, was die Willkommenskultur angeht, schneidet Österreich sehr schlecht ab. Demnach fühlen sich internationale Fachkräfte nur in Kuwait weniger willkommen, also das ist der letzte Platz und wir sind der vorletzte Platz. Die Menschen in Wien werden von den Expats als unfreundlich wahrgenommen. Also insgesamt sagen dann viele, Österreich sei wesentlich weniger herzlich, als man es kennen wird und vor allem auch sehr misstrauisch und auch schwer zugänglich. Also tatsächlich wird beschrieben, dass es nicht so leicht sei hier Freundschaften zu schließen. Und dieser Eindruck bestätigt sich auch bei unserer kleinen Umfrage. Na ja, es wird mal umgepflegt teilweise oder wenn man in den Bussen fährt und man kennt sich noch nicht so aus, dann scharf die Karten und solche Dinge. Dieses unfreundliche sein und dieses rumnörgeln. Manchmal denke ich mir sogar, bitte halt doch still einfach, weil es ist meistens kein Problem, was aber zu so einem riesen Problem gemacht wird und dann Es sind nicht nur die Expats, die Wien ein, na ja, etwas speziellen Umgangston attestieren. Also das Wesen von Wien, da ist der Wiener Grant, also die schlechte Laune in einer Kombination mit dem Schmä, also mit dem Spaß machen. Das ist Cornelia Emeir. Sie ist Stadtpsychologin und erforscht das Wesen von Städten. Dazu führt sie qualitative Interviews mit ganz unterschiedlichen Menschen, die in der Stadt leben, vor allem auch mit Alteingesessenen. Und die kommen offenbar zum selben Ergebnis wie die Expats. Die Wiener haben sich selbst ungefähr 50 negative Eigenschaften gegeben, also das war nicht zum Ankreuzen, sondern die haben selbst über sich so gesprochen, wie man es jetzt kennt. Der raue Umgangston scheint tatsächlich ein Teil der Identität von Wien zu sein. Aber gleichzeitig, dass man mit einem Augenzwinkern drauf schaut. Also man spricht über sich selbst schlecht, aber gleichzeitig macht man das absichtlich, um sich vielleicht ein bisschen interessanter zu machen. Das sind jetzt gerade schon zwei Begriffe gefallen, die wir an dieser Stelle vielleicht für unsere deutschen Hörerinnen und Hörer genauer erklären müssen. Den Schmä und den Grant. Ein typischer Wiener. Ja klar. Hier ist der Oschatz. Der ist der Wahnsinn. Den kann man da Oschauen wir da. Der ist der schön. Oh schön ist doch. So kann erklingen, der Wiener Grant. Hier zu hören in einem Zusammenschnitt der ORF Kultsendung Alltagsgeschichten. Also es ist ein bisschen ist es ja Sing Sang, der Wiener Grant und das typische Wiener Lied ist ja das Ranzen. Ranzen, also ich würde das jetzt mal mit sowas wie meckern übersetzen, aber ich glaube so richtig trifft es auch nicht, oder Margit? Ja, man kann sich das so vorstellen, also in Wien gibt's einfach immer irgendetwas, über das man jammern kann. Sei es, dass man 3 Minuten auf die Straßenbahn warten muss oder ganz einfach auch das Wetter. Wenn man ranzen ausspricht, dann weiß man es schon, dann spürt man schon ein bisschen, oder? Dann kann man die Melodie da drinnen spüren. Ranzen. So ungefähr. Ja, lassen wir es mal gelten. Das Ranzen findet man übrigens auch immer wieder in der Wiener Kunst. Eine Figur, die den Wiener Grant verkörpert, ist z.B. der Herr Karl. Das ist ein Kabaret und Theaterstück von Helmut Qualtinger und Karl Merz, das wurde 1961 im österreichischen Fernsehen uraufgeführt. Drachen verboten. De so gern. Sie riecht es um. Ja, wenn sie also sie rauchen auch nicht besser, besser, sag Ihnen furchtbar. Der Wiener Herr Karl hält einen etwa einstündigen Monolog und gibt dabei tiefe Einblicke in die österreichische Seele. Es geht um Wehleidigkeit und Hinterfotzigkeit und auch um Mitläufertum im Nationalsozialismus, was in den 60er Jahren in Österreich ja noch kollektiv verdrängt wurde. Zeitgenössische Verarbeitung des Wiener Grant kann man z.B. auf Instagram finden. Unter dem Namen Wiener Alltagspoet sammelt der Wiener Andreas Reiner typische Alltagssituation in der Stadt. Kebabstand, Dame, sieht zum Kellner in der Auslage, Dame, Was san das für Knödel?

[20:37]Was für Expats wahrscheinlich entweder gar nicht zu verstehen ist oder eben unfreundlich klingt, das bezeichnet Cornelia Emeir als Kulturtechnik. Eine spezifische Art in der Großstadt miteinander umzugehen. Großstädte haben das ein bisschen so an sich, dass man nicht so menschenfreundlich ist und ein bisschen hängt's auch mit der Todessehnsucht zusammen. Die Todessehnsucht, auch so eine Wiener Eigenschaft. Sigmund Freud hat ja immerhin in der österreichischen Hauptstadt den Todestrieb entdeckt. Und eine berühmte Sehenswürdigkeit in Wien ist der Zentralfriedhof. Das ist mit über 300.000 Gräbern der größte Friedhof in Europa. Was in LA der Walk of Fame ist, ist in Wien der Walk of Graves. Der Wiener Zentralfriedhof schmückt sich mit wunderschönen Gräbern, die nur drauf warten, entdeckt zu werden. Aber schauen wir doch hinein, wen wir entdecken hier bei den Ehrengräbern. Hier stellt der YouTube-Account Travel Food and Comedy diese Wiener Sehenswürdigkeit vor. Ehrengräber haben auf dem Friedhof z.B. der Ex-Kanzler Bruno Kreisky, Kaiserin Sissi oder auch der Popsänger Falco. Aber selbst hier gibt es natürlich die super VIPs. Nicht nur Franz Schubert, sondern auch der gute alte Beethoven.

[21:57]Den Österreich natürlich für sich reklamieren. Neben dem Zentralfriedhof gibt's in Wien auch die berühmte Kapuziner Gruft, in der sich die sterblichen Überreste von fast 150 Habsburgern befinden. Der österreichische Schriftsteller Helmut Qualtinger hat mal gesagt, in Wien muss erst sterben, damit es die Hochleben lassen, aber dann lebst du lang. Es gibt wohl keine andere Stadt, die das Thema Tod so sehr zum Kult erhebt, wie Wien. Und dieses düstere, das drückt sich dann eben auch im Humor aus, womit wir zum zweiten Begriff kommen, der mit dem Wiener Grand zusammenhängt, nämlich der Schmä.

[22:38]Ja, das ist dieses ironische Umgehen mit Lebenssituationen, also dass man zwar jammert, aber gleichzeitig weiß man selber, es geht einem nicht so schlecht oder man macht irgendwie eine besondere Form von Scherzen draußen. Z.B. noch mal das Thema Tod. Es gibt auf dem Wiener Zentralfriedhof das Angebot in einem Sarg Probe zu liegen. Wo man Probe liegen im Holzbettkama, ja, das heißt, man geht jetzt Probe liegen in den Sarg und ich finde, das ist halt Wiener Schmä, dass der Sarg Holzschlafzimmer heißt, ja. Und das aus diesen unausweichlichen doch wieder irgendwie so ein bisschen was nettes wird, ja. Und das finde ich zeigt es vielleicht so irgendwie diese spezielle Form des Humors. Ein anderes Beispiel ist das Marketing der Wiener Bestattung. Sie verkaufen da z.B. Turnbeutel mit dem Slogan, ich turne bis zur Urne. Luftmatratzen in Sargform oder Zigarettenetuis mit Aufschrift Rauchen sichert Arbeitsplätze. Oh mein Gott. Ja, es klingt jetzt vielleicht ein bisschen makaber, aber im Wiener Schmäh wird nicht nur der Tod nicht verpackt, sondern auch Boshaftigkeiten aller Art. Also sagen wir, vielleicht zum Beispiel, wenn jemand sagt, meine Frau Heitsch schaut mal aber wieder besonders gut aus, es kann natürlich eigentlich entschlüsselt bedeuten, sie haben aber ganz schön ein Gewicht zugelegt, aber wenn man das nicht versteht, dann nimmt man es auch nicht übel. Das ist noch mal unser Kollege Walter Meyer. Wir wollten von ihm wissen, wie es ihm mit dem Schmäh ergeht und ob er die Wiener auch als unfreundlich empfindet. Nee, überhaupt nicht, also schon damals nicht und bis heute nicht. Walter Meyer kann die Bewertung der Expats nicht nachvollziehen. Es sei ihm auch nicht schwerer gefallen, in Wien Freundschaften zu knüpfen, als z.B. in Rom oder in Moskau. Allerdings hat er als gebürtiger Bayer womöglich auch einen kleinen Vorteil gegenüber Fachkräften aus den USA, aus Frankreich oder Lateinamerika. Ich glaube tatsächlich, ich versuche jetzt momentan Hochdeutsch zu sprechen, aber dass die Sprache schon sehr viel ausmacht zum Entschlüsseln der ganzen Subtexte, die es hier gibt, Untertöne, Codes. Walter Meyer vermutet, dass die Kontaktaufnahme zwischen Expats und Einheimischen oft schon an den sprachlichen Barrieren scheitert. Klassische Expats leben ja oft nur für wenige Jahre in der Stadt und sie arbeiten für einen internationalen Konzern. Ich kann mir diese zum Teil wirklich wahnsinnig negativen Bewertungen eher so erklären, dass die natürlich auch bei 3 bis 5 Jahren keine besondere Neigung haben, Deutsch zu lernen, geschweige denn Wienerisch, was noch mal in Potenz rätselhafter ist. Der Grant und der Schmä, die lassen sich halt nicht so einfach übersetzen und werden deshalb häufig missverstanden. Mit den sprachlichen Missverständnissen oder nicht verstehen, daran leiten sich ja auch Dinge ab, man deutet möglicherweise Gesten falsch oder eine Tonlage. Versteht man den Schmäh aber erstmal, sagt Walter Meyer, kann man ihn durchaus schätzen lernen, sogar als Zugezogener. Also das dazugehörige Verb heißt ja Schmä fühlen und im Ernst charakterisiert es nach meinem Verständnis eigentlich die Fähigkeit, charmant und geistreich zu plaudern. Es verbindet sich gar nicht mal mit bestimmten Begriffen, sondern eher mit einer Form der Gesprächsführung und der Unterhaltsamkeit. Wie gesagt, kann auch durchaus mit sehr viel kunstvoll verborgener Boshaftigkeit einhergehen. Vielleicht hat man es als Bayer also leichter, die vermeintliche Unfreundlichkeit als Grand und Schmä zu entschlüsseln. Wobei die Österreicher ja sogar ein eigenes Wort für die Deutschen geschaffen haben, dass eigentlich nicht so schmeichelhaft gemeint ist. Wissen Sie, was Sie sind? Ein blöder, bornierter Deutscher.

[26:18]Scheiß, dich will man sein Leben lang aushalten. Verschwinde. Spätestens seit dem Erfolg der Piefkesaga, eine österreichische Fernsehfilmreihe aus den 90ern, hat sich die mal mehr, mal weniger scherzhaft gemeinte Bezeichnung für Deutsche durchgesetzt. Dieser Sammelbegriff Knifke, der ja eigentlich von einem preußischen Komponisten kam, der den Sieg des Marsch nach dem Sieg über die Österreicher bei Königfeld komponiert hat, der ist inzwischen ja so eine Art Gattungsbegriff für alle Deutsche.

[26:50]Benennt aber im Ernst eher Verhaltensweisen, also so besonders schnarrende Tonlage belehrend, besser wissen. Typisch Deutsch halt. Wer sich so verhält, der fängt sich auch schnell mal den Ruf als Piefke ein. Und wenn bei nähere Bekanntschaft sich rausstellt, dass dieser oder jener Deutsche diese Klischees nicht erfüllt, dann ist er sozusagen auch kein Piefke im klassischen Sinn. Und was die internationale Bewertung der Freundlichkeit angeht, da haben Deutschland und Österreich übrigens sogar was gemeinsam. Deutsche Städte schneiden im Expert Ranking nämlich auch sehr schlecht ab, was Willkommenskultur und Offenheit der Menschen angeht. In Berlin haben wir sogar auch einen eigenen Begriff für die lokale Unfreundlichkeit, nämlich die Berliner Schnauze. Das beschreibt eine sehr direkte und manchmal auch spöttisch, suffisantte Art zu meckern. Da ist der Wiener Schmä zumindest subtiler, meint unser Kollege Walter Meyer. Um noch mal auf die angeblich unhöflichen Wiener zurückzukommen, das finde ich das Niveau liegt schon im Großen und Ganzen über dem von Berlin. Das letzte Mal raunzen der Kellner ausgenommen. Die raunzen den Kellner im Wiener Kaffeehaus, die sind noch mal eine Geschichte für sich. Die Wiener nennen sie ihr zweites Zuhause. Marmortischchen, Tourneestühle und überdimensionaler Kronleuchter seit dem 17. Jahrhundert, hat sich an dieser Atmosphäre wenig geändert. Die typischen Wiener Cafés, die hier in einem ZDF-Beitrag beschrieben werden, gehören sicher auch zum Wesen der Stadt. 2011 wurde die Wiener Kaffeehauskultur sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO erklärt. Und was gehört zur Kaffeehauskultur dazu, wie die Zeitungen in der Auslage und die Sachertorte in der Vitrine. Der raunzende Kellner. Das ist nicht immer schlechte Laune, sondern irgendwo stand mal geschrieben, das Wiener Kellner speziell im Bräunerhof oder so, wo alle wegen Thomas Bernhard hinrennen, besonders unfreundlich sind. Und ich glaube, irgendwann verwandelt sich das dann in Realität und die sind dann tatsächlich so. Der Grand in den Wiener Cafés hat inzwischen schon sowas wie Kultstatus. Touristen kommen teils extra in die großen Kaffeehäuser im Zentrum, um bei der Bestellung höchstpersönlich von einem Kellner angeranzt zu werden. Und nicht nur Reiseführer werben mit dem Wiener Grant. Bei unserer Recherche sind wir auf ein kleines Unternehmen gestoßen, dass einen Schnaps unter diesem Namen anbietet. Und wie der Wiener Grand so schmeckt, das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, aus rein investigativen Interesse natürlich. Hallo. Hallo. Mark. Hallo, grüß Sie. Mich freut sich, dass du so bist. Kein Problem, kein Problem. Setzen wir uns rein. Ja gerne. Unser kleiner Selbsttest in dieser Folge endet, wie sollte es anders sein, in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus. Ich habe mich hier zur Verkostung mit Jochen Kamera verabredet, einem der Eigentümer des Wiener Grans. Hi, ich hätte gerne einen doppelten Espresso und einen Gran-Krapfen. Gerne. Ich probiere bitte diesen Kaffee Wiener Grant, aber ohne Straps.

[31:12]Ja, es riecht auf jeden Fall. So leicht süßlich, würde ich sagen. Ja, das kenne ich, das kostet.

[31:25]Zugegeben, ich bin jetzt wirklich alles andere als Gastro-Expertin und Werbung für Alkohol wollen wir hier sowieso nicht machen. Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass sich zumindest in den Wiener Beiseln statt Berliner Luft, womöglich irgendwann der Wiener Grant durchsetzt. Übrigens, wollte ich in diesem Kaffeehaus auch vom Kellner wissen, was der denn vom Klischee des unfreundlichen Oberst hält. Und sagen wir so, die Reaktion des gnädigen Herrn war sehr charmant. Aber das war auch nur ein Lokalgenschein.

[32:02]Okay, also fassen wir noch mal zusammen. Beim Schmäh verpacken die Leute ihre Boshaftigkeit in Witze, so dass man dann gar nicht merkt, wenn jemand unfreundlich ist. Und beim Grant wirken die Leute unfreundlich, aber meinen es gar nicht so, oder wie? Ja, ich weiß, dass sich die Deutschen damit schwer tun. Die Stadtpsychologin Cornelia Emeir sagt, genau diese Gleichzeitigkeit, die wir Deutschen eben nicht so leicht verstehen, die macht das Wesen von Wien aus. Ja, du auch. Ich schleiche schlechte Witze. Also wir können ein Schimpfwort sagen und es lieben einen, ne? Und das hängt zusammen, ja. Also das ist schon diese Wiener Ambivalenz Dialektik und ich finde, das ist auch ein Zeichen von Intelligenz. Also ich finde, wenn man so einen Schritt zurückgehen kann und diese Dinge verbinden und nicht entweder oder, das ist schon was sehr, sehr geschicktes, finde ich. Das passt auch zu der Art und Weise, wie sich die Menschen Wien vorstellen. Bei ihren Studien hat Cornelia Emeir ja nämlich sogar versucht herauszufinden, wie die Stadt Wien als Person aussehen würde. Die Menschen empfinden sie eher als eine Frau, als eine ältere Frau und ist eine Mischung von der Kaiserin Sissi und der Hausmeisterin, also so, also das geht so in beide Richtungen. Auf der Homepage der Stadtpsychologin kann man sich dieses Wiener Wesen auch anschauen. Sie trägt ein weißes Kleid und eine Art Haarnetz mit Fledermäusen drin. Sieht wild und auch ein bisschen gruselig aus, falls Sie sich selbst mal anschauen wollen, wir stellen Ihnen den Link zu dem Bild in die Shownotes. Was Cornelia Emeir auch noch sagt, das Wesen von Wien ist nicht statisch, sondern es verändert sich. Ihre erste Studie hat sie 2003 gemacht und dann 20 Jahre später noch mal eine Follow-up Befragung. Also 2003 war es schon noch sehr in sich geschlossen, die Klischees, die sehr stark leben, die Musik und die Sissi und so weiter. Und da war auch das Gefühl, es wirkt nur diese düstere Zeit nach aus den 80er, 90er Jahren. Inzwischen ist das Wesen der Stadt freundlicher geworden, sagt die Psychologin. Aber es ist immer sehr ambivalent zwischen Tradition und modern und jetzt ein bisschen moderner, aber immer noch grantig. Der Grand gehört eben einfach zu Wien und wird wohl so schnell auch nicht verschwinden. Was uns dann noch zu der Frage führt, wie wird sich Wien in der Zukunft weiterentwickeln und was muss die Stadt tun, damit sie so lebenswert bleibt? Ich glaube, die Herausforderungen sind die, dass man die Stadt tatsächlich Klimafit macht, denn laut Emeir zeigte sich immer deutlicher, dass sozialer Frieden und Klimawandel zusammenhängen. Die Klimaänderung ist nicht nur eine ökologische Sache, sondern betrifft arme Stärke als Reiche. Ich glaube, also, dass die Spannungen steigen wird, Hitze macht aggressiver grundsätzlich. Also Wien ist eine sehr soziale Stadt nach wie vor, aber das Wohnen ist sogar in reicheren Bezirken ein Thema, also das teure Wohnen und von meiner Perspektive wären es die sozialen Spannungen sein, mit denen wir umgehen lernen und ich glaube auch, dass man es Gesellschaft eben wieder ein bisschen ärmer werden wird. Aber auch, wenn es so kommen sollte, der Grand und der Schmä werden den Menschen in Wien mit Sicherheit dabei helfen, all diese Herausforderungen zu meistern. Und dass die Wiener in jedem Fall ranzen werden, davon kann man ausgehen.

[35:25]Inside Austria hören Sie auf allen gängigen Podcast Plattformen auch der Standard.at und auf Spiegel.de. Und liebe Hörerinnen und Hörer, wir verabschieden uns in eine kurze Sommerpause, das heißt, nächste Woche hören Sie hier nur eine Folge, die wir noch mal aus dem vergangenen Jahr wiederholen, die aber gar nicht an Aktualität eingebüßt hat. Und danach finden Sie hier statt der regulären Folgen drei große Sommer Interviews, die unser Kollege Scholt Wilhelm mit jeweils drei unterschiedlichen Gästen führen wird. Ab 24. August sind dann Luzia und ich wieder am Start und werden uns für Sie in den österreichischen Wahlkampf stürzen. Wir hören uns hier also wieder in vier Wochen und wenn Ihnen unser Podcast gefällt, dann freuen wir uns, wenn Sie uns folgen oder uns ein paar Sterne da lassen. Kritik, Feedback oder Vorschläge zum Podcast wie immer gern an inside Austria@spiegel.de oder ein Podcast der Standard.at.

[36:32]Alle Links und Infos stehen wie immer auch in den Shownotes dieser Folge. Danke fürs Zuhören und allen, die auch hinter den Kulissen an diesem Podcast mitwirken. Das waren diesmal vor allem Jasmin Jüksel, Tobias Holup und Christoph Neubert. Ich bin Lucia Heisterkamp. Ich bin Margit Ehrenhöfer, wir sagen tschüss und Papa.

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