Thumbnail for null by null

18m 14s1,712 words~9 min read
Auto-Generated

[0:04]Mein Lieben Geschwistern im Islam. Wenn man im Koran die Berichte über die Dawa der Propheten liest, erkennt man eine Wahrheit, die sich wie ein roter Faden durch alle Geschichten des Koran durchzieht. Es ist dies die Tatsache, dass die Dawa der Propheten sich immer gegen die Tyrannei wendete. Jede Dawa eines Propheten im Koran, inklusive unseres Propheten Mohammed Sallallahu alayhi wa sallam, wurde stets als eine Dawa beschrieben, die sich gegen die Tyrannen und gegen die Tyrannei gewendet hat. Nehmen wir als Beispiel Musa Alayhi Salam, der Prophet Moses. So erwähnt Allah Subhanahu wa Ta'ala im Koran selbst und befiehlt ihm,

[0:59]Geh zu Pharao, denn er hat in seiner Tyrannei das Maß übertreten. Sure 20, Vers 24. In den meisten deutschen Übersetzungen heißt es, denn er hat das Maß an Frevel überschritten. Oder denn er frevelte über alle Maßen. Das ist aber keine sehr exakte Übersetzung, denn das Wort "Tara" kommt von "Turyan", Tyrannei, und auch deswegen heißt es im Arabischen, der Tyrann Toriya. Der Despot, der Tyrann wird im Arabischen als "Toriya" bezeichnet. Und hier verwendet Allah Subhanahu wa Ta'ala den Begriff "Ihab ila Firaun", Geh zu Pharao, denn er hat Tyran betrieben. Das heißt, er hat hier in der Tyrannei alle Maßen übertrat, übertreten. Und dieser Vers "Ihab ila Firaun" wird dreimal im Koran erwähnt. Ganze dreimal. Erstens in der Sure 20, Vers 24, und dann in derselben Sure, Vers 43, sagt Allah Subhanahu wa Ta'ala, Geht, und da ist gemeint Moses mit seinem Bruder Aaron. Geht zu Pharao, denn er hat in seiner Tyrannei alle Maßen überschritten. Sure 20, Vers 43. Und ebenso sagt Allah Subhanahu wa Ta'ala in Sure 79, Vers 17, Geh zu Pharao oder geh zu Pharao, denn er hat in seiner Tyrannei das Maß übertreten. Das heißt, Allah Subhanahu wa Ta'ala verknüpft hier den Befehl zum Pharao zu gehen, mit einer Eigenschaft des Pharao, und zwar mit der Eigenschaft, dass er Tyrannei begangen hat. Zu einem Tyrannen geworden ist. Deswegen sollen sie zum Pharao gehen. Das heißt, es wurde hier mit einer Begründung verbunden. Aber Musa ist nicht der einzige Prophet, dem befohlen wurde, der Tyrannei die Stirn zu bieten. Auch Ibrahim Alayhi Salam, der Prophet Abraham, wurde auch, ihm wurde befohlen, sich gegen die Tyrannei zu wenden. So sagt Allah Subhanahu wa Ta'ala in Sure 2, Vers 258.

[3:55]Hast du nicht jenen gesehen, damit Ibrahim über seinen Herrn stritt? Hast du nicht jenen gesehen, damit Ibrahim über seinen Herrn stritt? Da Allah ihm die Herrschaft gegeben hatte. Also hier führt Allah eine Begründung an, ja?

[4:16]Dieser jemand stritt mit dir, weil Allah ihm die Herrschaft übertragen hatte. Also er war ein Herrscher, er war der König im Volke Abrahams. Und darüber hat Abraham auch mit ihm disputiert. Über die Tatsache, dass Allah ihm diese Herrschaft gegeben hat, nicht er selbst hat sie durch seine eigene Kraft errungen. Und da sagte ihm Ibrahim, mein Herr ist derjenige, der lebendig macht und sterben lässt. Er hat das Leben erschaffen und er lässt sterben. Darauf sagt dieser Tyrann, ich mache lebendig und lasse sterben. Und da gibt es eben die Überlieferung, dass er daraufhin zwei Gefangene nahm. Beim ersten befahl er, lass ihn leben und den zweiten befahl er zu töten. Und das zog er als Argument heran, dass er leben lassen, Leben spenden kann und auch sterben lassen kann. Daraufhin sagte ihm Ibrahim, Allah bringt ja die Sonne vom Osten her, so bringe du sie vom Westen her. Da war derjenige, der ungläubig war, sprachlos. Mit diesem Argument hat Ibrahim diesen Tyrannen Schachmatt gesetzt, so dass er nicht mehr antworten konnte. Aber auch hier sieht man, dass Ibrahim in seiner Dawa sich gegen die Tyrannei aufgelehnt hat. Und gegen die Tyrannei aufbegehrt hat und mit seiner Dawa sich gegen den Tyrannen persönlich gewendet hat. Auch die Dawa unseres Propheten Mohammed war eine Dawa gegen die Tyrannei. Und der Koran hat sich alle Tyrannen der Zeit von Mohammed in Mekka zur Brust genommen. Abu Lahab hat eine ganze Sure gewidmet, die Sure 111. Da sagt Allah,

[6:35]Verderben den Händen Abu Lahabs und verderben über ihn. Nichts wird ihm sein Besitz nutzen und was er erworben hat. Brennen wird er in loderndem Feuer und sein Leib und sein Weib wird Brennholzträgerin sein. Um ihren Hals ein Strick aus Palmenbast. Auch Abu Jahl ibn Hisham ist ebenso im Koran beschrieben worden und angeprangert worden. So sagt Allah, hast du nicht jenen gesehen, der abhält einen Diener, wenn er betet?

[7:19]Weil Abu Lahab geschworen hatte, dass wenn der Prophet bei der Kaaba beten wird, dass er dann mit seinem Fuß ihm auf den Nacken treten wird. Und darauf nimmt Allah Bezug und sagt, hast du nicht jenen gesehen, der abhält einen Diener, wenn er betet? Hast du denn gesehen, ob er recht geleitet ist oder Gottesfurcht an befiehlt? Hast du nicht gesehen, wie er leugnet und sich abwendet?

[7:58]Weiß er denn nicht, dass Allah allsehend ist? Aber nein, wenn er nicht aufhört, werden wir ihn gewiss beim Schopf verpacken.

[8:15]Ein wahrlich verlogener, sündiger Schopf. Soll er doch seine Genossen rufen. Wir werden wahrlich die Höllenwächter herbeirufen. Aber nein, so gehorche ihm nicht und wirf dich nieder und nähre dich.

[8:44]Nähre dich Allah. Und ebenso Al-Walid ibn al-Mughira, dieser Sprachexperte in Mekka, der die ganzen Dichtungen der Araber kannte, ihre Reimprosa, ihre Gedichte und niemand besser in der arabischen Sprache bewandert war als er. Als ihn die Mekkaner fragten, wie sollen wir denn zum Koran antworten, was sollen wir denn über den Koran sagen? Da überlegte er und dachte nach, als er den Koran von Mohammed vernommen hatte, und sprach letztlich, das ist nur ein Sihr, eine Zauberei, ja, eine Zauberei der Sprache, die die Menschen untereinander zersplittert, auseinander dividiert. Und auch ihm antwortete Allah und sagte,

[10:23]Das ist nicht Offenbarung, es ist nicht das Wort Allahs. Nein, es ist bloß ein Zauber, der die Menschen auseinander dividiert. Und dann sagt Allah, ich werde ihn spüren lassen. Und ist ein Name für das Höllenfeuer. Und was weißt du, was ist? Niemand lässt sie übrig und lässt sie aus. Sie lodert den Menschen entgegen. 19 Engelwächter stehen ihr vor oder stehen ihm vor. Das heißt auch ihn, Al-Walid ibn al-Mughira, einer Stammesfürsten von Quraysh, hat Allah im Koran voll angeprangert, voll attackiert, voll herausgefordert. Wir sehen also, dass die Dawa im Koran, die koranische Dawa, ein ständiges Attribut hat, und zwar, dass sie sich gegen die Tyrannei widmet. Und sie sich gegen die Tyrannei stellt und diese herausfordert. Und das heißt für uns im Umkehrschluss, meine lieben Geschwister, dass jede Dawa, die sich nicht gegen die Tyrannei wendet, die den Tyrannen und Despoten ausschließt, dass so eine Dawa nicht dem Koran entspricht. Und nicht der Sunna des Propheten entspricht und auch nicht der Sunna aller früheren Propheten, die Allah mit der Wahrheit entsandt hat. Eine koranische Botschaft oder eine Dawa, die sich nicht gegen die Tyrannei wendet, ist keine Dawa des Koran. Im Grunde genommen verdient sie es gar nicht, als Dawa, als Botschaftsverkündung Allahs bezeichnet zu werden. Und deswegen, meine lieben Geschwister, ist eine Dawa, eine vermeintliche Dawa des Islam, die nur zum Gebet und zur langen Kleidung oder zum kürzen der Kleidung über den Knöchel aufruft, oder zum Bart wachsen lässt, keine koranische Dawa. Eine Dawa, die nur dazu aufruft, den Koran auswendig zu lernen und die Hadithe des Propheten auswendig zu lernen, ist keine Dawa des Koran. Eine Dawa, die zu Kompromissen mit den Herrschern aufruft und bereit ist, mit ihnen zusammenzuarbeiten, mit ihnen eine Koalition zu machen, ist ebenso keine Dawa des Koran. Im Gegenteil, so eine Dawa ist in Wahrheit eine Kollaboration mit der Tyrannei. Eine Kollaboration mit dem "Turyan" von "Tara", mit dem "Tura", mit den ganzen Tyrannen, die heute in unseren Ländern die Herrschaft inne haben.

[14:14]Meine lieben Geschwister im Islam, diese Dawa, diese koranische Dawa, die Allah uns und allen Propheten an befohlen hat, die sich also gegen die Tyrannei wendet, ist immer mit Leid und Schmerz verbunden. Das ist ein Naturgesetz. Weil sich natürlich die Tyrannei wehrt. Sie wehrt sich gegen die Wahrheit, sie versucht zu überleben,

[14:49]und wird deswegen mit allen Mitteln vorgehen, um diese Wahrheit zu unterdrücken, und wenn sie es schafft, sie auszumerzen. Und deswegen ist die Dawa, die Dawa Allahs, immer und stets mit Leid und Schmerz verbunden. Das bringt sie mit sich. Der Prophet hat dieses Leid und diesen Schmerz erfahren, und auch die früheren Propheten haben Leid und Schmerz erfahren für die Dawa Allahs, diese verkündet haben. Und das ist ein Naturgesetz, dass Allah so festgelegt hat. Und das müssen wir auch als solches erkennen. Dass die wahre Dawa, die wahre Allahs, niemals ohne Schmerz und ohne Leid von statten gehen kann. Das hängt damit auseinander und deswegen haben auch jene Dauerträger, die sie wahrhaft erfüllen, und die diese Dawa gegen die Tyrannei verkünden und dafür auch jeden Schmerz und jedes Leid auf sich nehmen, deswegen ist ihnen auch das höchste Paradies versprochen worden.

[16:11]Weil sie eben für die Verkündung des der Botschaft Allahs, in unserem Fall für die Verkündung des Islam, alles Leid und allen Schmerz auf sich genommen haben. Und das, meine lieben Geschwister, ist auch die wahre Bedeutung von Sabr, von Standhaftigkeit. Standhaftigkeit ist nicht nur oder gar nicht, dass man klein beigibt und einfach Geduld hat mit dem Unrecht, das um uns herum existiert, das um uns herum schaltet und waltet, wie es ihm beliebt. Nein, das ist keine Geduld, das ist kein Sabr. Sabr, Standhaftigkeit heißt, sich gegen dieses Unrecht zu wenden, gegen die Tyrannei zu wenden, gegen die Tyrannenherrschaft zu wenden in unseren islamischen Ländern und dafür Leid und Schmerz standhaft ertragen. Das bedeutet Sabr, meine lieben Geschwister. Und deswegen sagt auch Allah, wahrlich, den Standhaften wird ihr Lohn ohne Berechnung vergolten. Den Standhaften wird ihr Lohn ohne Berechnung vergolten. Ohne Vergelt, ohne Berechnung wird Allah die Standhaften am jüngsten Tage belohnen. Warum? Weil sie klein beigegeben haben, geduldig waren, wie das Unrecht um sie herum sich etabliert und entfaltet hat, oder weil sie aufgestanden sind, gegen die Tyrannei, gegen den Despotismus, gegen das Unrecht und bereit waren, dafür jedes Leid und jeden Schmerz auf sich zu nehmen. O Allah, lass uns zu diesen gehören. Lass uns zu diesen Sabirine gehören. Lass uns zu diesen wahrhaften Befolgern der Propheten sein.

Need another transcript?

Paste any YouTube URL to get a clean transcript in seconds.

Get a Transcript