Thumbnail for Michael Köhlmeier - Sagen der Antike: Folge 30 - Jason und Medea by Deutsche Dokus

Michael Köhlmeier - Sagen der Antike: Folge 30 - Jason und Medea

Deutsche Dokus

14m 48s1,494 words~8 min read
YouTube auto captions
Transcript source

YouTube auto captions

This transcript was extracted from YouTube's auto-generated caption track. The transcript below is server-rendered so it can be read, searched, cited, and shared without opening the original YouTube player.

Pull quotes
[0:22]Drei Göttinnen, drei sehr unterschiedliche Göttinnen haben sich zusammengetan, um dem Jason und den Argonauten zu helfen.
[0:22]Also Jason steht vor dem König und sagt, er hat ihm was mitgebracht, ein Geschenk, einen schönen Vogelkäfig mit einem bunten Papagei.
[0:22]Aetes wirft nicht mal einen Blick darauf, er steht da, schaut nur stur und kantig dem Jason mitten ins Auge.
[0:22]Und Jason will sein ganzen Scharm spielen, sagt, wir haben eine wunderbare abenteuerliche Reise hinter uns und er beginnt zu pralen, um ganz Europa sind wir herumgefahren, erzählt.
Use this transcript
Related transcript hubs

[0:22]Ich wünsche Ihnen eine Musenreiche Viertelstunde. Zweiter Teil der Geschichte der Argonauten. Drei Göttinnen, drei sehr unterschiedliche Göttinnen haben sich zusammengetan, um dem Jason und den Argonauten zu helfen. Hera, der es allein, die hat es nicht geschafft, hat dann Pallas Athene dazu geholfen und sogar diese beiden starken Göttinnen Pallas Athene und Hera waren noch angewiesen auf die Hilfe der Aphrodite, um den Jason über die Runden zu kriegen, als er dann in Kolchis war, als er vor diesem finsteren König Aetes stand. Also Jason steht vor dem König und sagt, er hat ihm was mitgebracht, ein Geschenk, einen schönen Vogelkäfig mit einem bunten Papagei. Aetes wirft nicht mal einen Blick darauf, er steht da, schaut nur stur und kantig dem Jason mitten ins Auge. Und Jason will sein ganzen Scharm spielen, sagt, wir haben eine wunderbare abenteuerliche Reise hinter uns und er beginnt zu pralen, um ganz Europa sind wir herumgefahren, erzählt. Auf Aetes macht es keinen Eindruck. Und er sagt, Jason, wir sind gekommen hierher, Wir wollen alles in friedlicher Absicht erledigen. Wir wollen dir fürstlich mit fürstlichem Gold dieses goldene Flies abkaufen. Der Aetes antwortet nicht, er starrt nur in die Augen des Jason, völlig unbeeindruckt von dessen Scharm. Und da merkt auch Jason, dass sein Scharm Grenzen hat. Und dann gibt der Aetes ein Zeichen und geharnischte Soldaten umkreisen die Argonauten, die da stehen. Und ein weiteres Zeichen hätte bewirkt, dass sie sich auf diese Männer gestürzt hätten, die Soldaten und sie getötet hätten. Man stelle sich das einmal vor. Da stand z.B. der Pelos, der spätere Vater des Achil, da stand Telamon, der spätere Vater des Aias, Laertes, der spätere Vater des Odysseus. Den Homer, die Ilias könnten wir uns schenken. Die wären nicht da, wenn dieser Aetes jetzt ein zweites Zeichen mit seinem Kopf gegeben hat. Aber in diesem Augenblick eben betritt die Tochter des Aetes, Medea, den Saal. Und auch Medea war kein freundliches Wesen. Jedenfalls diesen Fremden nicht freundlich gesinnt bis zu diesem Augenblick, aber da eben schießt Aphrodite ihren Liebespfeil und sie trifft sie so tief im Herzen, dass nur noch die Federn rausschauen. Und sie wird von einer unstillbaren, einer unglaublich leidenschaftlichen Liebe von Jason erfüllt. Das ist vermutlich die wahnsinnigste Liebe, die die griechische Mythologie zu bieten hat. Und sie sagt: "Halt, Vater, ich habe einen Vorschlag." Und sie tut so, als ob sie auf der Seite des Vaters wäre. Sie sagt, es wäre doch viel interessanter, als jetzt diese Fremden hier zu töten, es wäre doch viel schöner. Wir würden sie in eine Aufgabe unterziehen, wir würden ihnen eine Chance geben. Sie tut so, als ob sie scheinheilig wäre. Da gibt's doch diese Stiere, die Feuerspeiernden. Wäre das nicht interessant, wenn der Anführer dieser Fremdlinge, dieser, wie heißt der, Jason, wenn er diese Stiere hinausführt, sie an den an an den Flug bindet und damit die Erde umgräbt und dann Drachenzähne sät, aus denen eiserne Männer entstehen. Das wäre doch eine Chance. Aetes weiß, dass es keine Chance ist, wird Jason. Das ist nur ein Spiel ist und die Qual dieser Männer hinaus zieht, das gefällt ihm. Da sagt er: "Ist ja eine gute Idee, mein Töchterchen." Er ist stolz auf ihre Grausamkeit. Das werden wir morgen veranstalten. Und Jason und seine Gefährten werden in Gewahrsam genommen, sage ich mal so. Und als sie da allein sind, sagt Pelo ist gleich zum Jason, du, das will ich nicht, ich will, dass das interessiert mich nicht. Komm, wir schauen, dass wir davon kommen, wir fliehen, dass hier haben wir nichts verloren, Pfeif auf dieses goldene Flies und noch Jason, denkt sich, ist eigentlich wahr. Und sie machen sich gerade fertig zur Flucht, da kommt Medea herein, sieht, dass sie fliehen wollen. Jason sagt, wir wollten nicht, wir wollten nicht abhauen, wir wollten uns natürlich stellen. Kehrt wieder den Angeber heraus, sie zieht ihn beiseite und sagt zu ihm, Vor mir brauchst du nicht anzugeben. Ich bin eine Tigerin und du bist mein junges. Ich werde für dich sorgen, ich werde auf dich aufpassen. Du musst nur tun, was ich will. Du kannst bei mir sein, der du bist. Ich gebe dir eine Salbe hier, die wird dich schützen gegen die Feuerspeenden Stiere. Und ich werde auch dafür sorgen, dass die eisernen Männer, die aus den Drachenzähen entstehen, dir nichts tun können. Sie gibt ihm einen Magnetkreis, wirft den Magnet unter die Männer, dann werden sie zusammenhängen. Warum tust du das für mich, fragt Jason. Und sie sagt ganz einfach, Weil ich dich liebe mehr als die ganze Welt und mehr als mich selbst. Ja, und was willst du von mir dafür? fragt Jason. Und sie sagt, dass du mich auch liebst. Dass du bei mir bleiben willst, ewig. Ja klar, sagt Jason, natürlich, ich werde ewigst werde ich bei dir bleiben. Sagt er, weiß es geht ja um sein, um sein Leben, um das Leben seiner Freunde und er verspricht ihm und er schwört dir alles. Und tatsächlich, am nächsten Tag besteht er die Aufgabe, er kann mit den Feuerspeenden Stieren umgehen und er besiegt auch die eisernen Männer. Aber da gibt es noch ein Hindernis, natürlich will Aetes sein Versprechen nicht halten. Es ist eine Schlange, ein Drachen wacht über das goldene Fließt, eine Schlange, die dem Gott Ares gehört. Aber Medea bemächtigt sich dieser Schlange, sie tötet diese Schlange und sie kommt zu Jason und sagt, wir müssen fliehen. Und Jason sagt: "Ja, wir fliehen, aber aber was heißt jetzt genau wir?" Und sie sagt ja, ich werde natürlich mit dir gehen, weil ich ich liebe dich. Ach so, du ja selbstverständlich, wir nehmen dich natürlich mit, sagt Jason und die anderen Argonauten sagen, tu das doch nicht. Das ist doch nicht gesund, dass es das hat doch keinen Sinn, die die ist uns unheimlich, das wollen wir nicht, aber Jason hat es versprochen und längst hat Medea das Kommando übernommen. Auf dem Schiff fliehen sie. Aber natürlich setzt ihnen Aetes mit einem Schiff nach und ein zweites Schiff, in dem der Bruder der Medea ist, folgt ihnen auch nach. Und die Argonauten merken, sie werden dem nicht auskommen. Es muss etwas geschehen und wieder hat Medea einen Plan, einen furchtbaren Plan. Sie sagt zu Jason: "Hör zu. Das Schiff, das uns am nächsten ist, ist das Schiff meines Bruders, ich sehe es. Erst viel später kommt mein Vater. Wir müssen zuerst mit meinem Bruder verhandeln. Ja, selbstverständlich, sagt Jason, verhandeln, verhandeln ist wunderbar. Weißt du was, sagt Medea? Wir werden uns treffen mit ihm, nur wir drei. Mein Bruder, du und ich am Strand hier einer kleinen Insel. Und ein Lösegeld, er will ein Lösegeld für mich. Ja, das ist hervorragend, sagt der, sagt Jason, Lösegeld, das ist gut. Wir machen einen Handel, er kriegt ein Lösegeld. Weißt du das mit der ewigsten Liebe, was ich da gesagt habe, er will sich rausreden, aber Medea hört gar nicht hin. Sie arrangiert das Treffen mit dem Bruder in der Nacht am Strand. Und Jason spricht mit dem Bruder und der Bruder ist durchaus friedlich, der will das friedlich lösen. Medea ist im Hintergrund, sie tritt an Jason heran, sieht heimlich den Dolch aus seinem Gürtel, umschließt diesen Dolch, nimmt Jasons Hand und führt Hand des Jason und Dolch. Und ersticht ihren eigenen Bruder von hinten. Und Jason ist entsetzt, sagt, was hast du getan? Wir wir wir waren uns doch schon einig, ein Lösegeld, das war gar nicht viel, wir hätten es bezahlen können, es wäre alles gut gewesen. Medea sagt, wir haben es getan. Ich habe deine Hand geführt, aber du hast es mit mir getan. Und Jason ist entsetzt, das wollte er nie. Plötzlich bricht eine grauenhafte Realität in seine Träume, in seinen Träumen hat er sich alles mögliche vorgestellt, viel Ströme von Blut, viele Frauen, viele Abenteuer, aber plötzlich ist es bitterste, düsterste, grauenhafteste Wirklichkeit, was hier geschieht. Und es ist noch nicht zu Ende. Medea sagt, mein Vater ist schon bald da mit dem Schiff, wir müssen ihn aufhalten, wir müssen ihn ablenken. Aber wie soll das geschehen, sagt sagt Jason? Und Medea sagt, lass es mich machen, ich werde es tun. Und getrieben von dieser irrsinnigen, von dieser wahnsinnigen Liebe, wie eine Tigerin fühlt sie sich, der das Junge, ihr Junges, den Jason verteidigen soll. Zehackt sie die Leiche ihres Bruders, streut die Leichenteile über den Strand. Und dann auf Schiff und sie und die Argo und die Argonauten fahren davon. Und der Vater, der kommt, der dieses, diese grauenhafte

[14:13]Medea rast vor Eifersucht, schickt ein brennendes Gewand an diese junge Person. Und er nimmt sie nimmt dem Jason auch diese letzte Liebe. Und sie, weil sie die Liebe des Jason nicht bereichen kann, erhebt sie in die Lüfte und fliegt davon, dass ihre eigenen Kinder auch umgebracht hat, ist eine private Erfindung des Euripides. Jason am Schluss sitzt unter der Argo und am Ende fällt ihm der Killbalken auf den Kopf und erschlägt ihn.

Need another transcript?

Paste any YouTube URL to get a clean transcript in seconds.

Get a Transcript