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Liebe auf den ersten Blick | Galileo

Galileo

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[0:00]Haben Sie das schon mal erlebt? Man sieht jemanden und plötzlich macht es Peng. Viele Menschen behaupten, sie hätten genauso die Liebe auf den ersten Blick kennengelernt. Aber kann das sein? Wir zeigen, was an der Liebe auf den ersten Blick dran ist.

[0:17]Das sind Sabrina und Chris. Die beiden sind erst seit ein paar Monaten zusammen und ihre erste Begegnung war anscheinend etwas ganz Besonderes. Sie sprechen von Liebe auf den ersten Blick. Er hat eigentlich gehabt, ich musste kurz tanken gehen, war in der Tankstelle, habe getankt, bin wieder raus und dann habe ich neben mir so einen Carpooler stehen sehen, war eine Tanksäule dazwischen. Da saß halt so ein so ein großer Schäferhund auf dem Beifahrer sitzen, habe ich halt auch so gedacht, ja ist ja ganz süß, ich mag ja Hunde, habe immer hingeluncht und habe aber nie erwartet, dass mich dann plötzlich so ein geiler Typ anguckt. Ich dachte eher so ein alter Jäger oder so ein Bauer, weil wer hat schon Schäferhund. Und das war also ist das war die Liebe auf den ersten Blick, aber so bei beiden so zack zack irgendwie. Zack, zack und dann ist es um die beiden geschehen? Von solchen romantischen Begegnungen hört man immer wieder. Doch für alle, die so etwas selbst noch nicht erlebt haben, klingt das fast zu schön, um wahr zu sein. Ja, natürlich gibt es die Liebe auf den ersten Blick, nur wird man es dann noch nicht Liebe nennen. Wie genau funktioniert das mit der Liebe auf den ersten Blick? Wo genau schauen wir eigentlich hin? In einem Einkaufszentrum machen wir einen Test mit Jörg Hoheisel und seinem System, dem Eyetracker. Er misst unsere Augenbewegung, wenn wir Bilder am Computer begutachten. So können wir beobachten, wo unsere Testpersonen hinschauen, wenn sie jemanden zum ersten Mal sehen. Das sind die Augen? Ja, meine. Und jetzt kommt ein roter Ball, dann einfach den kurz mit dem Blick folgen. Unsere Tester wissen zunächst nicht, worum es geht und sollen sich einfach Fotos ansehen. Doch auf der anderen Seite des Bildschirms sehen wir, wohin ihre Blicke beim anderen Geschlecht wandern. Das war es schon. Das war es jetzt? Das war es schon. Die Auswertung. Wo haben die beiden Frauen zuerst hingesehen? Für mich ist das Gesicht halt der Hauptpunkt, wo ich halt bei den Menschen darauf achte, nicht auf den Körper, halt nur auf das Gesicht. Es verrät eigentlich viel, ich finde so, wenn man einen Menschen ins Gesicht guckt, Ja, so in die Augen, ja, die Ausstrahlung. wie jemand rüber kommt, lächelt er, guckt er böse. Das ist das Wichtigste eigentlich. Und wie sieht es bei den Männern aus? Fällt auch ihr erster Blick ins Gesicht oder doch erst woanders hin? Beim ersten Blick mit irgendeiner Person, sei es mit Liebe zu tun, mit Liebe zu tun oder nicht, schaut man eigentlich sofort in die Augen. Eigentlich überall.

[2:35]Alles durchchecken. Ja, genau. Scannen. Erst gucke ich ins Gesicht und dann gucke ich nachher komischerweise auf die Füße auf die Schuhe. Das ist so. Warum, weiß ich nicht. Auf das Gesicht natürlich, erstmal die Ausstrahlung, würde ich erstmal gucken und dann halt auf die Figur. Wir stellen fest, Männerblicke wandern häufiger über den Körper, doch am Gesicht hängen sie am längsten fest. Männer gucken ja erstmal hauptsächlich nur auf Äußerlichkeiten bei einer Frau, die gucken, ne, erstmal auf das Gesicht, sieht das attraktiv aus. Und der zweite Blick geht dann an die Figur, aber was der Eyetracker nicht zeigt, ist der spezielle Blick von Männern. Der Mann stellt sich schon vor, wie sieht die Frau unbekleidet aus und das tun Frauen ganz und gar nicht. Die Frau schaut zuerst ins Gesicht, um was über den Charakter des Mannes zu erfahren. So so, die Männer denken also nur an das eine. Frauen dagegen interessiert vor allem der Charakter. Aber wie können Sie auf den ersten Blick erkennen, wer ihnen sympathisch ist? Worauf achten Sie genau? Studien besagen, wir suchen unbewusst nach Übereinstimmungen mit uns selbst. Viele Paare sollen ähnliche Gesichtszüge haben. Stimmt das auch bei Sabrina und Chris? In der Gesichtsform sind gewisse Ähnlichkeiten. Beide haben ein ovales Gesicht, haben mit etwa die gleiche Augenstellung. Gleich zu gleich gesellt sich gern. Wer einem selbst ähnlich ist, den findet man am vertrauenswürdigsten. Tatsächlich erkennen wir bei Sabrina und Chris gewisse Ähnlichkeiten. Aber vielleicht ist das nur Zufall. In der Einkaufspassage bitten wir Pärchen zum Gesichtsvergleich.

[4:17]Eigentlich Wahnsinn, die gleich mal irgendwo ist, ne? Nur Zufall, man achtet nie drauf, aber dann, wenn man so sieht, am Mund ist schon auf jeden Fall krass eigentlich, wie gleich es gleich man sein kann. Von der Form her, also von der Gesichtsform, so ein bisschen. Ich bin eigentlich total erstaunt, also ich hätte es nicht gedacht, dass das so Ähnlichkeiten sind. Vor allem den Mund und unten das Kinn. Ja, dann von den Wangenknochen her ist das irgendwie auch so ein bisschen Spiegelverkehrt. Echt cool. Verblüffend. Suchen wir tatsächlich Partner, die uns widerspiegeln? So wie bei diesen beiden hier. Walle, ne, also die Lippen allgemein sind ziemlich gleich. Also Kopfgröße von der Rundung her auch die Augen, die auch in einer Höhe sind. Ist schon Wahnsinn eigentlich, hätte ich nicht gedacht. Selbst bei Pärchen, die erstmal ganz unterschiedlich aussehen, finden wir Ähnlichkeiten. Wir sind uns, glaube ich, ähnlicher als man denkt. Auf den ersten Blick. Auf jeden Fall. Die Lippen. Jeden Fall in den Lippen. Und die Nase, die Nase hätte ich nicht gedacht, weil ich einen riesen Zinken habe und du so eine Stupsnase und dennoch gibt's Ähnlichkeiten. Du den Knödel, ne?

[5:25]So viel die Augenbrauen und wie es aussieht, ich. Lass sie einen Bart wachsen und siehst aus wie ich. So die Kinnpartie? Und sogar mehr wie gedacht, also Obwohl du eigentlich fülligere Lippen hast, wie ich. Ja. Und Haaransatz. Also der Haaransatz war eigentlich das Einzigste, was man so gedacht haben, das könnte passen. Nur bei einem Paar sind wir uns mit der Ähnlichkeit nicht ganz sicher. Also wenn die Lippen würde ich sagen, aber Doch auch ungleiche Paare haben natürlich eine Chance. Die Gesichtsähnlichkeit ist nur einer von vielen Faktoren, der Paare zusammenbringt. Es hängt ja auch von situativen, also von konkreten Situationen ab, gemeinsam was erlebt zu haben. Joelle Apter ist überzeugt, den richtigen findet man nur, wenn man biologisch zusammenpasst. Die Humangenetikerin hat sich das auch zum Geschäft gemacht. Die Schweizerin betreibt eine Partnerbörse mit Genanalyse. Bei der Liebe auf den ersten Blick, da geht es mehr darum, dass wir jemanden riechen können, dass es das ist, dass es Klick macht, dass die Chemie stimmt. Jeder hat ja seine persönliche Duftnote sozusagen und wenn wir jemanden treffen, dann riechen wir diese Duftnote unbewusst. Hat bei Sabrina und Chris doch nicht nur der erste Blick entschieden? Nach ihrem ersten Blickkontakt ging es so weiter. Ich bin ins Auto eingestiegen, weil ich schnell weiter musste, erst dann eingestiegen. Na ja, und er ist dann los und dann dachte ich, aber nee, ich muss ihm hinterherfahren und dann wollte ich, wir haben uns aber verloren, weil so viel los war auf der Straße. Nächste Kreuzung haben wir uns wieder getroffen, standen direkt nebeneinander und haben beide so los raus jetzt, ja. Nächsten Ausfahrt rausgefahren und ähm ja, es war wie wie einer Grundschule irgendwie. Er kam dann auf mich zu, hi, ich bin der Chris. Ich sag, hi, ich bin die Sabrina. Und dann sagt er so, ja, sollen wir was trinken gehen? Ich so, ja. 15 Minuten nach dem ersten Blickkontakt standen sich die beiden gegenüber und konnten sich das erste Mal riechen. Wenn man sich trifft und man fühlt irgendwie, dass diese Person zu einem passt, das ist der richtige ist. Dann ist es die Biologie die Genetik, die einem sagt, dass das stimmt. Wie gut passen Sabrinas und Chris Gene zusammen? Zu den Ergebnissen später mehr. Vorher machen wir mit Probanden einen Test. Kann man den passenden Partner riechen, weil man Gene indirekt riechen kann? Von fünf Frauen und zwei Männern haben wir Genproben entnommen. Eine Speichelprobe reicht aus, um das Erbgut im Labor zu bestimmen. Joelles Analyse sagt, laut der Biologie und der Genetik wären hier einige Pärchen möglich. Für Martin, da da kommen drei der fünf Frauen in Frage. Aileen und Lisa, die sind sicher ein guter Match für ihn und Fabien, die passt sogar sehr gut zu ihm biologisch. Zu unserem zweiten Kandidaten passen Lisa und Aileen. Sagt die DNA Analyse. Die spannende Frage lautet jetzt, kommen unsere Probanden allein durch riechen zu den gleichen Ergebnissen? Dazu geben die Männer ihre getragenen T-Shirts zum Schnüffeltest ab. Denn in ihrer persönlichen Duftmarke stecken indirekt Informationen über ihr Immunsystem, die die Frauen unbewusst wahrnehmen. Je größer der Unterschied, desto besser passen sie zueinander. Können unsere Testerinnen den richtigen Mann für sich erschnüffeln? Ja, bei der 1 ist es halt ein bisschen beißender, aber die 2 riecht jetzt ganz natürlich. Ja, also z.B. bei der 2, da konnte ich sehr gut dran riechen. Bei der 1, ja, hätte ich meine Nase am liebsten sofort wieder weggetan. Ja, bei mir war das genauso und bei der 1 fand ich halt, ja, es hat mir überhaupt nicht zugesagt und ähm, wenn jemand so an mir vorbeigehen würde, würde ich auch direkt weitergehen. Aileen und Lisa passen zu beiden Männern gut. Beim Geruchstest fanden sie jeweils nur einen Mann ansprechend. Julia passt zu keinem der Männer, kann aber einen doch ganz gut riechen. Wie kommt es zu diesen ungleichen Ergebnissen? Können wir uns doch nicht immer auf unsere Nase verlassen? Einerseits sind das hier natürlich mit den T-Shirts nicht richtige Laborbedingungen. Andererseits ist es auch ein Problem, dass einige von euch die Pille nehmen und und die Pille, die verfälscht das Resultat, wenn man die Pille nimmt, dann ist man sozusagen schwanger, also Körper meint, da sei schon schwanger, damit er nicht wieder schwanger werden kann, dann schaut halt der Körper, dass man nicht jemanden aussucht, der gut zu einem passt biologisch, sondern man sucht die Familie, die Nähe. Das heißt, wenn man die Pille nimmt, dann kann es schon mal sein, dass man den falschen Partner wählt. Frauen, die hormonell verhüten, können sich also nicht so auf ihre Nase verlassen. Aber hilft uns nun auch der Seesinn bei der richtigen Partnerwahl? Zum Schluss dürfen sich unsere Kandidaten optisch begutachten. Wen finden sie auf Anhieb attraktiv? Verrät mir auch das Auge, welcher Partner genetisch am besten zu mir passt? Als bei Julia da sieht so aus, dass sie eigentlich weder zu Jörn, noch zu Martin biologisch passt. Julia fand aber Martin attraktiv. Auch die beiden Jungs hatten sie optisch als gut bewertet. Ähnliche Ergebnisse auch bei Shabnam, obwohl sie von beiden Männern als sehr attraktiv eingeschätzt wird, passt sie genetisch zu keinem der beiden. Hätte ich jetzt auch nicht so erwartet, aber es ist mal interessant zu sehen, zu wem man eigentlich passt oder mit wem man dann doch lieber befreundet sein sollte. Ja gut, dann ist das halt so, ne, aber kann man halt nicht umgehen die Genetik. Bei Lisa und Fabien sieht es genau anders herum aus. Fabien passt genetisch zu beiden und zwar sehr sehr gut. Sie hat mit beiden 90 %. Okay, die Gene passen zu beiden Männern, doch optisch stehen sie eher unten auf den Listen der Jungs. Den passenden Partner für sich herauszufiltern, scheint sehr schwer zu sein. Immerhin finden wir eine Übereinstimmung. Aileen z.B. würde zu beiden Männern gut passen. Und vor allem hat sie mit Martin ein Resultat, das haben ganz viele Langzeitbeziehungen. Also die Langzeitbeziehungen, die haben oft nicht das allerbeste Ergebnis, die haben dann nicht 90 %, sondern sie haben so 70 80 genau. Bei euch hat auch der Riechtest ein gutes Ergebnis gegeben, bei euch hat auch und euer Optiktest hat auch eine Übereinstimmung ergeben, also das müsste man dann abklären, ob das sozial auch stimmt. Das wäre sicher eine Aufklärung wert. Unser Test zeigt, nur bei einem Paar hätten alle Sinne mit entschieden. Die Augen und die Nase verraten uns also nicht sofort, ob jemand genetisch zu uns passt. Es sei denn, es passiert ein Wunder, wie bei Sabrina und Chris. Offensichtlich hat hier wirklich alles zusammengepasst. Bei Chris und Sabrina sehen wir, dass die genetisch sehr gute Voraussetzungen haben, wenn eine lange, gute Langzeitbeziehung. Sie haben beide 70 %, die Wahrscheinlichkeit, dass sie guten Sex haben, ist sehr hoch, auch dass sie sich schnell gefunden haben, sehr schnell gefunkt hat zwischen ihnen. Und auch, dass sie die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Schwangerschaft auch groß ist. Sowohl optische Ähnlichkeit als auch die Genetik. Bei Sabrina und Chris passt alles perfekt und so glauben wir ihnen, hier muss es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Übrigens erwarten die beiden ein weiteres Wunder. Für den 31. Dezember hat sich nämlich bereits Nachwuchs angekündigt.

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