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"Nur eine Aktie reicht" – Jürgen Schmitt über Iran-Krise, KI und seine besten Aktien 2026"

Finanzexperten im Interview - biallo

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[0:00]bin ich hundertprozentig davon überzeugt und ich sag mal eine Verzehnfachung bei das darf man ja auch nicht vergessen. Das ist ein Durchschnittsanstieg um 20, 22 % pro Jahr und das traue ich ganz klar zu.

[0:17]Ja, liebe Zuschauer, das war ein kleiner Vorgeschmack auf meinen heutigen Gast. Er ist studierter Betriebswirt und fast seit 40 Jahren erfolgreich an der Börse. Außerdem hat er einen YouTube-Kanal Aktienlust mit über 100.000 Abonnenten, ne, wo er regelmäßig sehr spannende Einschätzungen rund um die Börse, aber auch Geowirtschaft gibt. Kann ich nur sehr empfehlen, werden wir auch unten verlinken. Ich freue mich sehr, dass er heute hier ist. Herzlich willkommen Jürgen Schmidt. Ja, vielen Dank für die Einladung. Bin natürlich gerne diese Einladung nachgegangen. Ja Jürgen, das war klar, schön, dass du dir die Zeit genommen hast. Jetzt habe ich letztens im Interview gesehen, das war mit Navidi und Hellmeier. Da hattest du gemeint, dass wer sich jetzt nicht um die ganzen geopolitischen Krisen wirklich beschäftigt, der sollte eigentlich auch weg bleiben vom Investieren. Deswegen würde mich hier als erstes mal interessieren, hast du jetzt aufgrund der Iran Krise tatsächlich irgendwelche aktiven Investment Entscheidungen getroffen? Also, es ist ja immer an der Börse so, wenn geopolitische Ereignisse irgendwie eintreffen, dass dann Marktteilnehmer erstmal erschrocken sind und natürlich versuchen das Risiko abzuschätzen, ein bisschen defensiver agieren, vielleicht ein bisschen was vom Tisch nehmen. Und einige der Vergangenheit solche Ereignisse immer wieder zu größeren Kurseinbrüchen geführt haben, natürlich, weil gerade jetzt Thema Iran, wir sehen es ja auch, dass es durchaus auch Auswirkungen eben hat auf die Weltwirtschaft, ja, die Straße von Hormus gilt ja wirklich als Nadelöhr für die Energieversorgung der Ölpreis ist oben. Also das hat natürlich alles eine Rolle, aber wir wissen natürlich auch aus der Vergangenheit, dass alle Krisen endlich sind und die Verwerfungen innerhalb solcher Krisen uns eigentlich immer wieder sehr sehr gute Einstiegssschancen geben, eben für die Zeit nach der Krise und im Grunde genommen lohnt es sich fast schon immer auch ein bisschen mit Cash an der Seitenlinie auf so etwas zu warten. Ja, das wäre jetzt meine Anschlusssfrage gewesen, wie bereitet man sich auf so eine Krise vor, die ja wirklich nicht wirklich durchschaubar ist. Auch selbst wenn man versucht, es ist nicht wirklich möglich, weil es sind gibt Verhandlungen, dann gibt's wieder keine. Also du sagst jetzt, sollte man die Cashquote etwas erhöhen. Ich glaube, aktuell sollte man eher Verwerfung nach unten wieder nutzen, zu investieren. Ich glaube, die Cash-Quote zu erhöhen, wir haben natürlich Branchen aktuell wie KI. Ich glaube, sprechen wir auch noch mal drüber. Also da kann man natürlich nicht davon sprechen, dass wir hier eine negative Übertreibung haben, eher das Gegenteil, aber es gibt natürlich aktuell wirklich Branchen, die auch gelitten haben unter der Krise auch im Iran, aber auch schon vorher, wo man natürlich eher Verwerfungen nutzen kann zum Einstieg. Also ich glaube eher, dass wir immer in solchen Phasen im Vorfeld in Übertreibungen eben Cash aufbauen sollten. Das hatten wir ja auch gerade als diese erste KI Euphorie losgetreten wurde, als Oracle beispielsweise ja, durch in die Decke geschossen hat, eine Meldung ausgereicht, dass man eine Kooperation mit Open AI irgendwie ins Leben gerufen hat, schon Balary Ellison, der reichste Mann der Welt hat sogar Elon Musk damals übertroffen, da stand sogar dann groß in der Bildzeitung und da war alles euphorisch, da ging es wieder to the Moon und da bin ich eher dann geneigt, da auch mal ein bisschen ein paar Chatons vom Tisch zu nehmen, ein bisschen einfach die Cashreserve aufzubauen, weil die nächste Krise irgendwie kommt bestimmt und das hatten wir ja jetzt wirklich gerade auch ausgelöst durch den Iran, wo wir unfassbar schnell eben auch in den Keller gefallen sind und manche Branchen natürlich noch stärker. Und da ist es gut, einfach etwas zu haben, zum Investieren, ohne natürlich zu wissen, wo die Tiefstände wirklich liegen, aber das weiß man natürlich nicht, war ja letztes Jahr auch der Fall, als Donald Trump die zehn Gebote im Rosengarten hochgehalten hat, mit den Zöllen. Und auch da war die die die Welt ging unter, aber wir haben gelernt, nein, ist nicht passiert. Wieso redet eigentlich niemand über das Angebot der Münchener Hypothekenbank, die dieses Jahr wieder 4 % Dividenden zahlt, also deutlich mehr als aktuelles Festgeld? Ja, die Münchner Hypothekenbank ist ja gemessen an der Bilanzsumme derzeit die größte Genossenschaftsbank Deutschlands und steht unter der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank. Und noch nie ist eine Genossenschaftsbank in Deutschland pleite gegangen. Dein Geld ist da also sicher angelegt. Du kannst dann ganz bequem von zu Hause aus Genossenschaftsanteteile zeichnen, schon ab 70 € bis zu 70.000 €. Und wenn du Anteile kaufst, wirst du Miteigentümer der Bank und hast dann jährlichen Anspruch auf die Dividende. Und die war in den letzten Jahren ganz schön ordentlich und gerade jetzt in Zeiten, wo der Aktienmarkt unsicher ist und Festgeld kaum die Inflation schlägt, ist das ein wirklich sehr attraktives Angebot. Wenn du dazu mehr erfahren möchtest, schau mal gerne auf den Link unten in der Videobeschreibung und jetzt geht's schon weiter mit dem Interview. Man hört jetzt aber immer was von größter Machtverschiebung seit der letzten 70 bis 120 Jahre, Ray Dalio spricht immer von Big Cycle. Die internationale Energieagentur spricht von einer der größten Energiekrisen der letzten Jahrzehnte. Würdest du sagen, dass diese Krise doch etwas anderes ist als die Krisen, die wir da vor erlebt haben? Ich meine, jede Krise ist immer für sich gesehen, die schlimmste, die größte und immer neu, ja, das ist auch wiederum etwas, was sich wiederholt. Ist es die größte Energiekrise aller Zeiten oder seit Ewigkeiten? Ich also, ich glaube nicht. Also auch jetzt die hohen Ölpreise, mit denen wir jetzt konfrontiert werden und um Himmels willen 110, 120 $. Also da brauche ich nur eigentlich mal mir ein Ölchart anzuschauen von der Vergangenheit und da sehe ich, dass wir auch in 2007 8 mit Ölpreisen konfrontiert waren, die deutlich höher waren, dass wir

[6:03]zwischen 2014, 15, 16 auch höhere Niveaus hatten, auch damals ging die Welt nicht unter, irgendwann ging es sogar dazu über, dass man gesagt hat, hey, der Öl hohe Ölpreis, der der spült gerade in den im Nahen Osten in den arabischen Nationen, viel viel Geld in die Kassen und die investieren wieder in Infrastruktur. Damals standen die Hälfte aller großen Kräne in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier gab es weltweit Engpass bei Baukränen. Ja, weil die so viel Geld verdient hatten und das eben investiert hat. Wir müssen natürlich schauen, wie lange so etwas geht. Das ist gar keine Frage. Engpässe, wir haben es ja bei im Düngemittelbereich. Also das heißt die Auswirkungen auf die Inflation, die muss man natürlich berücksichtigen, es gilt jetzt auch nicht, dass alles schön zu färben und komplett zu verharmlosen. Aber ich glaube halt einfach, dass die die die Protagonisten einfach ja wissen, wie die wie die Lage ist. Also Donald Trump, der weiß Ende des Jahres stehen Zwischenwahlen an, das sind die Umfragewerte gerade nicht zum Besten bestellt und wenn er da noch was reißen will, da muss er jetzt irgendwann mal den Hebel umlegen Richtung Wirtschaftswachstum, Richtung Wall Street und von daher glaube ich, dass man hier auch schnellstmöglich ein Ende dieses Iran Krieges sucht, natürlich Gesichts waren. Ja, also das ist glaube ich das Elementare und wir haben ja im Mai auch den den den Gipfel zwischen Shi Jinping und Donald Trump stehen. Die Chinesen haben ja auch selber Probleme mit dem Immobilienmarkt mit dem Wachstums mit dem Wachstum der Volkswirtschaft. Ich glaube, beide sind da unfassbar daran interessiert, wieder positive Signale auszustrahlen. Von daher glaube ich, wird man auch über diese Krise, die wir jetzt haben, in ein zwei Jahren kaum noch sprechen. Hm. Ja, weil jetzt ein Problem natürlich wahrscheinlich die steigende Inflation sein wird, da müssten die Notenbanken meistens mit höheren Zinsen drauf reagieren. Jetzt haben wir ein historisch hoch bewerteten Aktienmarkt bei steigenden Zinsen könnte das vielleicht zum Problem werden und die Märkte doch mehr einbrechen lassen. Also historisch hoch bewerteten Markt sehe ich so nicht. Also, wenn ich das vergleiche, also wir hatten im Jahr 2000 ein eine echte Blase am Markt. Damals hatten wir ein DAX KGV von 35, aktuell liegt das DAX KGV im Bereich von 13 14. Also das ist vor allen Dingen angesichts der Zinsniveaus, das muss man ja auch wieder berücksichtigen. Im Jahr 2000, da hatten wir wirklich Bundesanleihen mit 5 6 % Rendite. Da hatten wir also in in Renten KGV um die 20, um die 18 gegenüber einem Aktien KGV von 35. Das war eine wirkliche Übertreibung. Aktuell, glaube ich, in der Breite haben wir keine Überbewertung, auch nicht in der Wall Street. Was was führt dazu, dass wir im Schnitt vielleicht höhere Bewertungen haben, als im Schnitt, das sind die die die Big Player, die Big, die die ganz großen Marktteilnehmer, die wirklich natürlich den Markt treiben, die auch die Bewertungen hochhalten. In der Breite, wenn wir uns wirklich defensive Sektoren anschauen, da finde ich keine großartigen Überbewertung, eher sogar das Gegenteil. Also, natürlich müssen wir die Inflation im Auge behalten, aber die Inflation ist ja zum Teil auch ein Rettungsanker für Volkswirtschaften oder die die Verschuldung irgendwie zu relativieren. Weil das eine sind natürlich die ist sind die Schulden, das andere sind die Bedienbarkeit der Schulden und gerade auch in den USA gibt es ja durchaus Bestrebungen, die die den hohen Schuldenberg durch eine höhere Inflation ja, letztendlich auch zu deflationieren in diesem Sinne und auch in Europa ist es ja auch letztendlich ein Problem, dass wir teilweise Inflation hinnehmen,

[10:04]weil je höher natürlich die Preise gehen, desto höher sind auch wiederum die Steuereinnahmen, desto höher sind auch die Möglichkeiten auch wieder Schuldzinsen zu begleichen. Also ich glaube, natürlich die Notenbanken, die die sind gerade die Fed, die ja nicht nur auf die Preisstabilität achtet, sondern eben auch auf die Wirtschaft, auf den Arbeitsmarkt. Die ist momentan so ein bisschen sitzt die zwischen den Stühlen. Ich glaube aber trotzdem, die macht eigentlich einen ganz guten Job und unterm Strich, denke ich, wird man auch schnell auch wieder, was die was die Inflation angeht natürlich die Kehrseite sehen. Klar, aktuell, wir müssen sehen, dass diese Krise schnellstmöglich endet, damit es nicht eben sich weiter akkumuliert nach oben, aber davon gehe ich einfach aus, dass das passieren wird. Mm. Jetzt hattest du gerade gemeint, du siehst jetzt nicht überall eine Übertreibung, jetzt wenn man mal nach Amerika schauen und auf die großen Indizes, wie den S&P 500, der schon historisch hohes Schiller KGV hat und auch Warren Buffett, der ja natürlich auch viel Cash sitzt, weil er einfach sagt, aktuell gibt's da nichts zu kaufen, was unterbewertet ist. Würdest du wenn nur jetzt gezielt den Aktien Einzelaaktien investieren, die jetzt vielleicht noch nicht so stark gelaufen sind oder würdest du auch jetzt z.B. den Zuschauern sagen, S&P 500 kann man auch immer noch kaufen, da macht man nichts falsch. Also, wir haben zu Beginn des Jahres gesagt, dass dieses Jahr so ein Übergangsjahr wird, das Stockpicking wichtig sein wird. Wir haben schon letztes Jahr eigentlich eher empfohlen, auch mal im defensiven Bereich zu gucken, also viele Konsumgüteraktien sind stark zurückgekommen. Ich meine, das klar, wenn wenn die Wirtschaft schwächelt, wenn der Verbraucher letztendlich ein bisschen zurückhaltend agiert, merken, dass solche Unternehmen. Wir haben teilweise im im Luxusgüterbereich so eine LVMH, die die hat sie im Kurs mehr als halbiert. Das gibt es historisch sehr selten. Da sieht man einfach, dass auch selbst die wohlhabenden Verbraucher aktuell sich zurückhalten, sehen wir auch in der Autobranche. Also das sind alles Sektoren, die die momentan von Investoren auch gemieden werden, wo ich eher gute Chancen sehe. Wer natürlich jetzt den den Hypes nachrennt im im Halbleiterbereich, ja, dem droht natürlich schon irgendwann mal erwachen, weil wie gesagt, die Erdanziehung, die ist auch an der an der Börse eben aktiv. Und da wird auch alles auch wieder deutlich zurückkommen und da da darauf muss man eingestellt sein. Es kommt natürlich auch immer auf den Horizont an, den man da als Anleger hat. Und man muss schon differenzieren. Also es ist aktuell nicht so ganz einfach zu investieren, da muss man sich schon auskennen. Es gibt also man darf auch nicht sagen, Technologie in Gänze ist teuer, das stimmt auch nicht. Es gibt Teilbereiche, die sind wahnsinnig überteuert, aber wenn ich mir heute eine Elfabet beispielsweise anschaue, mit den aktuellen Zahlen auch im Hintergrund, natürlich ist sie nicht mehr billig, aber wir reden hier trotzdem nicht von KGVs von 50 60. Wir sind hier im KGV von von 25 unterwegs bei unfassbarem Wachstum. Wo ich wirklich nicht sagen kann, ist es eine Überbewertung, die da vorliegt, sondern so ein Unternehmen hat auch wirklich noch wahnsinnig gute Chancen in der Zukunft. Aber natürlich klar, auch hier wird es irgendwann wieder Korrekturen geben, da muss man drauf eingestellt sein. Ja, auf die vier großen Tech Giganten kommen wir später noch zu sprechen, da bist ja besten informiert, was auch die Quartalszahlen angehen. Jetzt habe ich nur vor kurzem noch eine Analyse von Goldman Sachs gesehen, also einer der größten Investmentbanken und da ein paar Analysten gemeint, dass wir in den nächsten 10 Jahren beim S&P 500 keine höhere Rendite als 3 % erwarten können. die haben auch die Konzentration auf Tech angesprochen, glaube rund 37 %, die Zugpferde und historisch gesehen waren eben solche Konzentrationen dann immer langfristig eher underperformer. Was ist da deine Meinung dazu? Gut, ich ich tu mir immer schwer damit mit mit Prognose der großen US Banken. die sind oft sehr sehr prozyklisch. Also, wir sehen es auch, wenn wenn Rating Upgrades erfolgen. Also da werden natürlich die Kursziele nach oben geschraubt, wenn wir wirklich schon an der Decke sind und wenn es dann in die Krütze geht und wir sind in der größten Korrekturphase, dann wird alles nach unten geschraubt. Ja, äh das das sind natürlich viele Eigeninteressen auch am Markt, das sind natürlich alles Banken, die mit natürlich ihre Kunden auch bedienen wollen, vielleicht auch mit solchen Aussagen. Vielleicht auch Bremseffekte erzielen wollen. Also, das ist zwar eine Unterstellung, aber zu der stehe ich, dass da auch wirklich gezielt Interessen verfolgt werden. Äh natürlich gehe ich da diesbezüglich ein her, dass dass wir natürlich nicht geradelinig alles in die Zukunft vorschreiben können, ne? Und wir haben jetzt wirklich sehr sehr starke Jahre hinter uns an der Börse. Vor allem eben getrieben im im Techbereich durch eben die großen Tech Giganten. Aber auf der anderen Seite entstehen auch heutzutage viel viel schneller neue Trends mit neuen unfassbaren Branchen, wo wirklich investiert und auch konsumiert und ausgegeben wird. Viel schneller als das früher der Fall war, wenn wir uns solche Entwicklung, also von der Schreibmaschine bis zum Computer, vom Computer bis zum Internet, vom Internet bis zum mobilen Internet. Und was jetzt mit welchem Tempo wir heute uns mit neuen Themen beschäftigen, das ist einfach auch rasend eine rasende Entwicklung. Und ich glaube einfach, dass kein Analyst auch genau weiß, was die Zukunft bringt. Ja, wir wir müssen sie nehmen, wie sie ist und wenn ich alleine überlege, vor 20 Jahren gab's kein mobiles Internet, ja, da gab's noch nicht mal Smartphone, ja, also es gab sie, aber noch nicht von von Apple, das iPhone. Allein was in den letzten 20 Jahren passiert ist, so unfassbare gewaltige Umwälzungen und ich rechne damit, dass wir vielleicht für dasselbe Maß an Umwälzungen jetzt weniger Jahre brauchen, vielleicht 10, 15 Jahre und deswegen glaube ich schon, dass an den Märkten natürlich die Entwicklung weitergehen wird und man darf auch nicht vergessen,

[16:20]dass ein Großteil der Zugewinne in den Indizes Inflation ist, ja, und wenn die Preise steigen, ganz einfach runtergerechnet, was kosten heute Rasierklingen, was kostet heute Schokolade, was kostet heute Kaffee? Also alles, was wir erleben, das geht natürlich nach oben, das heißt die Umsätze der Unternehmen gehen nach oben. Das heißt noch nicht mal, dass die die Margen sich zwangsläufig so großartig verbessern müssen, aber einfach dadurch ist es einfach auch ein Inflationstreiber. Also ein Großteil der Zugewinne in den Indizes geht auch auf Inflation zurück. Also weil jetzt gesagt hast Inflation treibt die Umsätze und Gewinne, das gilt ja jetzt, wie du ja auch eigentlich vorher meintest, dann vielleicht für Basiskonsumgüter, also wie eine Procter & Gamble, eine Unilever, eine LVMH. Also, sollte man solche Aktien und solche Sektoren auch auf jeden Fall in seinem Portfolio finden, oder? Also gerade aktuell, weil sie eben nicht Mainstream sind, ja, also die Anleger stürzen sich eben aktuell mehr auf Tech. Ja, vielleicht auch noch auf Energie, auf Rohstoffe, das sind ja alles solche Zyklen, die aktuell laufen und ich bin immer ein großer Fan davon sich mit dem zu beschäftigen, was aktuell nicht Mainstream ist, weil irgendwann wird es das wieder gespielt, ja, also da kriege ich eben aktuell günstige Kurse und mich würde auch eben nicht wundern, du hast vorhin gesprochen Warren Buffett, Berkshire Hathaway. Äh ich meine, die sitzen auf 380 Milliarden Dollar Cash und ich glaube schon, dass die aktuell wieder auf der Kaufseite vielleicht schon aktiv sind. Natürlich, die die würden am liebsten mal so einen Big Bang sehen irgendwie, dass man richtig kracht, dass sie einkaufen können, aber ich glaube schon, dass auch hier natürlich gerechnet wird und da guckt man natürlich, Also wenn ich mir auch so so eine Nike beispielsweise anschaue, Sportartikel oder irgendwas. Also ich kann mir schon vorstellen, dass so die die Leute von Buffett da schon mal anfangen zu rechnen. Da könnte wieder mal was gehen. Also, äh wir wir kriegen es ja immer nachgelagert mit wenn wenn Berkshire Hathaway investiert, aber das würde mich nicht wundern, wenn hier in dem Bereich einiges passieren wird in den nächsten Wochen und Monaten. Ja, jetzt weil du es gerade angesprochen hast, noch Energie, auch ein Sektor, der bereits angelaufen ist und viel in den Medien diskutiert wird. Die ganzen Rechencenter Rechenzentren sind natürlich extrem Energiehungrig. In New York hat man jetzt einen Gesetzesentwurf geschrieben, dass keine Rechenzentren mehr für die nächsten drei Jahre gebaut werden dürfen. Große Tech Giganten wie Microsoft, die haben jetzt 20 Jahre Verträge geschrieben, um Kernreaktoren wieder ans Netz zu schalten, nur um ihre Rechenzentren anzutreiben. Ist Energie aktuell wirklich noch was, wo man reingehen sollte oder ist vielleicht diese Party auch schon wieder zu Ende gespielt? Also wie findet man hier irgendwie den Sweet Point zu wissen, man ist noch auf der Welle mit dabei oder man ist schon wieder zu spät und wird gescalpt? Also ich glaube, dass die Welle schon noch ein bisschen gehen wird. Also der Energiebedarf der Welt, der wächst weiter. Ich meine, das ist so ein Thema, was hierzulande natürlich nicht so ganz beliebt ist, ja, wir wollen ja eher sparen und sparen und Energie zurückfahren und eher Lastenfahrrad nutzen. Ich glaube, dass die dass natürlich weltweit es gibt es gibt zwei Trends, natürlich, wie kann ich die diesen Energiebedarf der Rechenzentren vielleicht reduzieren? Da gibt es interessante Meldungen auch aus dem Quantencomputing Bereich, dass man hier über neue Wege schon oder ganz weit schon in der Forschung und Entwicklung ist, dass der Energiebedarf dann auch in diesen Rechenzentren deutlich wieder zurückgehen kann. Ja, also das das wird ein Thema natürlich sein, aber trotzdem wird man erstmal den Energiebedarf nach oben schrauben, aber wir haben ja viele Bereiche, wir haben natürlich auch die dieses Thema äh äh erneuerbare Energien. Wir sehen jetzt, dass Oracle beispielsweise mit Bloom Energy, da geht es natürlich um Brennstoffzellen Wasserstoff, dass das da auch äh äh Dinge erfolgen, die dann natürlich auch wiederum Perspektiven schaffen. Wir haben natürlich die die ganzen großen Tech Giganten, die auch allesamt eigentlich auch in in in Fotovoltaik Anlagen Strom in der Wüste Rechenzentren natürlich Platz. Elon Musk träumt vom Rechenzentrum im Weltall, weil da die Sonne immer scheint. Also da wird sich natürlich vieles tun. Ich glaube auch, ich glaube auch, dass man hier vielleicht im Energiebereich auch wiederum Rotation sehen wird. Wir haben ja aktuell beispielsweise erneuerbare Energien. Ich klar, wir haben jetzt ein paar Einzelentwicklungen gehabt, wie wie auch im im wie eine Nordex bei uns, die jetzt zuletzt sehr stark gestiegen ist, was ich auch schon wieder fast für übertrieben halte. Aber äh beispielsweise in der im Solarbereich haben viele Aktien zuletzt unfassbar viel auch eingebüßt, korrigiert und ich glaube, das ist auch etwas, was irgendwann wieder gespielt wird, es funktioniert, es ist einfach. Und wir werden im Bereich der Energiespeicher Systeme sicherlich Lösungen finden, Weiterentwicklungen finden. Wir sehen es ja auch im Elektroautobereich. Jetzt hat ja CATL auch schon eine Batterie vorgestellt, die 1500 km Reichweite hat. Also da wird sich unfassbar viel tun. Also deswegen Energie als Oberbegriff wird spannend bleiben, aber ich kann mir eben hier auch wiederum vorstellen, dass es sich immer wieder verschieben wird, ja, das ist Favoritenwechsel geben wird. Und auch hier würde ich jetzt eher dazu plädieren, sich mal mit Unternehmen zu beschäftigen, die vielleicht nicht so ganz äh äh auf dem Radar äh sind und auch nicht so ganz gehyped sind. Hm, also aus der zweiten Reihe dann sozusagen. Ähm, dann ich hatte Professor Dr. Gunter Schnabel vor zwei Wochen hier und der hatte gemeint, KI ist somit einer der letzteren großen Themen, die eigentlich kommen an Entwicklung und Technologie sozusagen. Und dann müsste man sich wahrscheinlich eher fragen, welche Bereiche können durch KI extreme Effizienz schaffen? Da ist wird Pharma immer wieder angebracht, es gibt auch Studien, dass die Medikamentenentwicklung um 60 % runtergeht mit KI. Was ist also, also welche Rolle wird Pharma die nächsten Jahre noch spielen? Also Pharma ist ein langfristiger Megamarkt, das hängt schon allein damit zusammen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen immer weiter in die Höhe geht und die Menschen dran interessiert sind, die die Lebensdauer noch mehr in die Höhe zu schrauben. Da lässt sich viel Geld verdienen. Und von daher wird fließt auch aktuell sehr sehr viel Geld in diese Sektoren rein. Und ich sehe das Thema KI eher als weiteres Hilfsmittel, da erfolgreicher unterwegs zu sein. Und generell sehe ich diese ganze Disruptionsdebatte ein bisschen differenziert, ja, wir haben immer dieses selben äh Diskussionen, wenn irgendeine neue Technologie gibt, dass dann andere verdrängt werden und wegfallen. Und äh meistens ist das Gegenteil der Fall. Also äh wir sehen es ja gerade jetzt auch im Softwarebereich, wenn SAP-Chef Klein eben davon spricht, dass wir jetzt mit mit KI genauso äh involviert sind, wie mit der Einführung des Cloud Computing, auch das hat erstmal Kapazitäten und Geld gekostet. Danach war es der Wachstumstreiber und mit KI sieht er ist es ähnlich und ich sehe es eben auch im Pharmabereich so, wenn wir Unternehmen wie Novo Nordisk anschauen, die haben eines der modernsten Labors KI gesteuerte äh Wirkstoffforschung und das kann man sich ja vorstellen. Gerade im Gesundheitsbereich, dass man damit sogar beschleunigt Medikamente entwickeln kann, kostengünstiger Medikamente entwickeln kann und dadurch eigentlich auch die Margen sich per se verbessern. Ich meine, die KI wird ja nicht dafür sorgen, dass wir selber gesund werden oder gesund sind. Sie wird auch die Medikamente nicht ersetzen, die wir brauchen. Sie wird nur die Medikamenten Forschung verändern, ja, und trotzdem braucht es Labore, trotzdem braucht es die die Produktionsanlagen. Und äh ich glaube hier in dem Bereich gilt wie in allen anderen Bereichen auch, also in in 10 Jahren ist jedes Unternehmen ein KI Unternehmen. Genauso wie heute jedes Unternehmen ein Internetunternehmen ist, ja, äh und äh es wird auch im Fahrbereich darauf ankommen, welchen Unternehmen gelingt es am besten, die Möglichkeiten der KI zu nutzen, ja, das das wird die entscheidende Frage sein. Und das sind natürlich wie in allen anderen Bereichen auch die großen in der Pole Position, die auch genug Cash generieren, eben das zu finanzieren, während die kleineren, die natürlich ohnehin auch auf Fremdkapital mehr angewiesen sind, da eher wahrscheinlich äh das äh nachsehen haben werden. Aber ist das eher ein Sektor, wenn man sich vielleicht nicht jetzt so viel Know-how an Medizin hat, den man eher über ETFs spielen sollte oder kann man sich ja auch an Einzeltaktien rantrauen? Also es kommt ja immer darauf an, also ich bin ein großer Freund von Einzelaaktien, weil es heute eben auch möglich ist, sich für wenig Geld einen Korb ins Depot zu legen. Wir haben heute die Neobroker, wo ich kaum irgendwie Gebühren habe. Teilweise kann ich Tei Aktien kaufen oder Sparpläne machen. Natürlich sollte man das Einzelrisiko minimieren, da bin ich auch sehr dafür, ja? Wenn ich jetzt in den Pharmabereich investiere, da kann ich natürlich heute mir sehr sehr schnell schauen, was sind denn die die die fünf größten Unternehmen und äh was sind die fünf Wachstumsstärksten Unternehmen des Sektors. Und im Grunde genommen kann ich in diese zehn Aktien jeweils 50 oder 100 € investieren und habe den kompletten Bereich Pharma Biotech Zukunftsrechtig abgebildet. Und könnte dann hergehen, mach einmal im Jahr wiederhole ich das Prozedere und sage, okay, was was hat sich da verändert und um vielleicht ein, zwei Veränderungen auch in diesem Portfolio vorzunehmen und habe dann so meinen eigenen ETF.

[26:15]Also das geht natürlich äh gehört dazu, dass man auch bereit ist, sich ein bisschen mit der Thematik zu beschäftigen. Wer es gemütlich und langweilig haben will, ist ETF natürlich die Alternative, immer noch besser als nichts zu tun oder immer noch besser als in den Fond zu investieren.

[30:02]Sehr interessant, dann Zeit ist weit vorangeschritten. Meine letzte Frage wäre, wenn du heute ein Postet hättest und du dich morgen an nichts mehr erinnern könntest und du könntest dir heute eine Sache drauf schreiben, welche wäre das? Und noch ganz kurz hier angemerkt, dass es vom Ben ungeskriptet äh inspiriert, genau, da würde mich mal deine Antwort interessieren. Äh ich habe die die die Frage nicht so richtig verstanden. Ich weiß jetzt also von gar nichts, ja? Du stehst morgen auf und kannst dich an nichts mehr erinnern, aber du könntest dir heute auf dem Posted noch eine Sache drauf schreiben, die für dich sehr wichtig ist, einfach wenn du morgen aufstehst und das liest, dass du erfolgreich an der Börse bist natürlich, äh was wäre das? Also in Bezug auf die Börse, ja. Äh sammel aussichtsreiche Aktien.

[30:46]Sehr schön. Ja, dann vielen Dank Jürgen, dass du die Zeit genommen hast. Dein Kanal bzw. dein Kanal werden wir auf jeden Fall unten verlinken. Schaut da gerne mal vorbei, liebe Zuschauer und sonst würde ich mich sehr freuen, wenn du hier beim nächsten Mal wieder dabei bist. Jürgen, bis dahin. Ciao ciao. Vielen Dank für die Einladung. Ja, liebe Zuschauer, das war unser Interview mit Jürgen Schmidt. Schaut gerne mal auf seinen Kanal vorbei, den verlinken wir unten und lasst uns gerne schon mal ein Like da für das Interview, wenn es euch gefallen hat und unseren Kanal abonnieren, damit ihr keine spannenden Finanzvideos mehr verpasst. Gerne auch kommentieren, was ist eure Meinung zu der ganzen Thematik und im letzten Interview haben wir Dr. Daniel Stelte interviewt, kann ich euch nur sehr empfehlen das Video. Hier ist auch übrigens der Gewinner von dem Buch, dass wir verlost haben. Gerne mal deine Adresse unterschreiben, damit wir dir das Buch zuschicken können und sonst würde ich mich sehr freuen, wenn ich hier beim nächsten Mal wieder dabei seid, bei Finanzexperten im Interview. Bis dahin. Ciao ciao.

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