[0:00]Hi, du lernst für eine Klausur, in der du communicative strategies analysieren musst, oder aber auch fürs Abitur, wo genau das wahrscheinlich auch vorkommen wird.
[0:10]Dann bist du in diesem Video genau richtig, ich zeig dir, wie es geht. Los geht's.
[0:19]Ich habe das Video in verschiedene Schritte eingeteilt. Als erstes gebe ich mal einen Überblick, was meint man mit diesen Communicative strategies und wie sind die anders als sagen wir rhetorical devices?
[0:30]Danach gehe ich auf verschiedene Bereiche an, in die man diese ganzen communicative strategies unterteilen kann. Da stellen sich eigentlich relativ klar vier Bereiche da, in denen ihr die finden könnt.
[0:41]Der erste Bereich wäre Support, also, wo die genutzt werden, um das, was der Autor sagt, irgendwie zu unterstützen.
[0:48]Dann der nächste Bereich Nummer 2 wäre Adressing the Reader, also, wo auf irgendeine Weise der Leser angesprochen oder animiert wird irgendwas zu tun.
[0:56]Der dritte Bereich wäre Content, also, wo Inhalt so ausgewählt ist, dass er irgendein Eindruck erzeugt, einen Effekt hat.
[1:04]Und der letzte Bereich ist seltener, aber kommt auch vor, wo Tone and Register, also der Sprach Ton, die Wortwahl und die Sprachebene, also sehr formale, sehr umgangssprachlich so gewählt wird, dass das wiederum einen Effekt hat.
[1:18]Ich gebe dabei immer Beispiele, die Beispiele sind in dem Fall alle aus einem Text und die sind alle aus dem Abitur LK Text des jetzt das Beispiel aus NRW, aber das gabs auch in anderen Bundesländern von 2021 Text heißt Let's Quit The Single Family Home von Farhad Manjo, 52 2020. NYT.
[1:38]Den könnt ihr natürlich auf Google finden und könnt dann noch mal die Sachen hier, wenn ihr wollt, nachlesen und selbst versuchen, ähm, ob ihr noch weitere Strategien in dem Text findet.
[1:45]Erstmal ein Überblick, was meint man mit Communicative Strategies? Bei der Analyse gibt's natürlich unterschiedliche Bereiche.
[1:52]Manchmal werde ihr gefragt nach rhetorical devices, manchmal nach Language, und es lohnt sich klar zu machen, in welchem Zusammenhang kommen communicative strategies vor und was meint man natürlich, wenn man danach fragt.
[2:05]Wenn eine Abituraufgabe gestellt wird, z.B. in NRW, gibt es meistens eine Auswahl, entweder man nimmt einen Fictional Text (z.B. Short Story) oder und das wird jetzt für uns hier interessant, Non-Fictional Text (z.B. Newspaper Article/Speech).
[2:20]Und das ist immer dann, wo die Communicative Strategies dran kommen können. Aufgabe 1 ist ja meistens eine inhaltliche Aufgabe, wo man was zusammenfassen soll, oft steht da Outline.
[2:31]Und bei Aufgabe 2, darum dreht es sich jetzt bei uns, ist die wichtigste Aufgabe in der Klausur mit den meisten Punkten, analyze the way the author presents his arguments. Consider communicative strategies and use of language.
[2:43]Und meistens wird's dann so formuliert, and use of language, dann gibt's natürlich noch eine dritte Aufgabe mit Discuss a statement oder write a letter to the editor oder ähnliches.
[2:53]Und wir bewegen uns hier in dem Bereich, also, wenn ihr den mit den Zeitungsartikel arbeitet, wenn es wenn es einer ist oder eine Rede, und dann gefragt wird nach communicative strategies, und das wird es sehr oft in den letzten Abiturjahren, letzten vier Jahren gab es immer entweder in LK oder GK, meistens sogar in Grund und Leistungskurs, gab es diese Formulierung communicative strategies and use of language.
[3:17]Da ist natürlich super wichtig, dass man weiß, was ist damit gemeint, was kann eine communicative strategy sein und was nicht.
[3:24]Dazu kommen wir jetzt also zu den vier verschiedenen Bereichen, die ich in die ich das zusammengestellt habe. Ich zitiere dazu immer aus dem Erwartungshorizont, um euch zu zeigen, was damit gemeint war.
[3:36]Support, mit diesem Bereich meine ich Textstellen, bei denen der Autor seine Gedanken irgendwie unterstützen will.
[3:44]Also er will die ähm, will der Autorität erzeugen, die er so vielleicht nicht hätte, indem er auf Dinge verweist. Das könnte sein.
[3:50]Beispiele und Fakten, so wird es ausgedrückt im Erwartungshorizont, ganz einfach zu übersetzen, Examples, Evidence, Zahlen, Fakten und Zitaten.
[4:00]Zitate dieser Begriff findet sich in einem anderen Erwartungshorizont, würde ich übersetzen, wenn ich das finden würde im Text mit Numbers oder Figures, Quotations, Quotes und statistische Daten und Erhebungen.
[4:14]Statistical Data könnte man sagen oder refers to a study und so weiter. Ja, also das sind die Sachen, die oft da vorkommen. Das ist eines der Bereiche, die am öftesten genannt wird.
[4:24]Also der Autor versucht seine These zu stützen mit dem Verweis auf Autoritäten oder auf andere Menschen, seien es Wissenschaftler, seien es einfach Beispiele, seien es Fakten, die er irgendwo aufzeigen kann.
[4:39]Das kann so aussehen. Ich habe hier mein Beispiel aus dem vorher genannten Text, diesem Abitur Text.
[4:46]Ähm und da steht folgendes drinne, Last week California lawmakers rejected an effort und so weiter, also es wird ein Beispiel gemacht von der These, die der Autor vorher in seinem Text hat.
[4:56]Und dann wird gesagt, und jetzt kommen wir zu der eigentlichen Unterstützung seines Arguments, Most of the land available for residential development in California is zoned for single-family homes, according to researchers at UC Berkeley's Turner Center for Housing Innovation.
[5:11]Also er unterstützt das, was er sagt, das Argument mit einem Verweis auf diese Researchers, könnte ich jetzt so in meinen Text einbinden.
[5:17]The author refers to researchers at UC Berkeley's Turner Center for Housing Innovation, who have found that und dann seine Argumente to support his claim that, was er da auch immer machen will.
[5:32]Soviel zum Bereich Support. Kommen wir zum nächsten Bereich: Adressing the Reader. Also das sind Textstellen, bei denen der Autor auf irgendeine Weise seinen Leser direkt anspricht, indirekt anspricht oder jemanden dazu auffordert etwas zu tun.
[5:46]Und dann natürlich impliziert, dass der Leser diese Idee weiter verbreiten und vertreten soll.
[5:50]Da steht dann z.B. Formulierung direkter und indirekter Appelle. Man könnte sagen, ähm the author appeals to oder calls for or demands.
[6:00]An den Leser adressierte Einschübe und Appelle. Diese Einschübe sind schwer zu übersetzen. Appelle ist Appeal, aber ich würde hier einfach den Ausdruck nutzen: Adressing the Reader.
[6:10]Oder direkte Leseransprache mittels inkludierender Pronomina und Appellen. würde ich so ausdrücken: Use of inclusive pronouns.
[6:20]Es gibt auch den Ausdruck inclusive we, aber das passt ja nicht, wenn es z.B. das Wort us ist. Also da ist man einfacher dran, wenn man sagt, inclusive pronouns.
[6:29]Und auch rhetorische Fragen, also use of rhetorical questions. Die sind ja auch ein rhetorical device, aber hier in einem Newspaper Artikel sind sie ja genutzt, um tatsächlich den Leser direkt anzusprechen, denn die Frage, die man stellt, auch wenn sie rhetorisch gestellt ist, ist ja eine direkte Ansprache an den Leser.
[6:48]Hier ein Beispiel: Der Autor beschreibt also sein Argument und fast quasi nachher zusammen mit diesem Ausdruck, make it legal to build more housing that houses more people.
[7:00]Ein ganz klarer Aufruf, in dem Fall nicht direkt natürlich an den Leser, der kann ja nicht die Gesetze ändern, aber an die Politiker, die der Leser wählt.
[7:09]Und das könnte man so einbinden: The author appeals to his readers to put pressure on politicians to make it legal to build more housing that houses more people und so weiter, musste man noch ein bisschen schöner erklären und einbinden.
[7:24]Kommen wir zum nächsten Bereich: Content. Das ist also immer der Bereich, wo der Autor einen bestimmten Inhalt so geschickt wählt, dass daraus auch wieder eine gewisse kommunikative Strategie wird, die irgendwie den Leser überzeugt.
[7:37]Das könnte sein: Verwendung anschaulicher Beispiele und Vergleiche. Beispiele hatten wir auch vorher, aber hier geht's wirklich um Beispiele, nicht als Beleg, sondern einfach nur um etwas darzustellen, genauso wie Vergleiche, comparisons.
[7:50]Das Widerlegen von Gegenargumenten und Aufzeigen von Lösungsansätzen, also refuting counter-arguments oder presenting solutions to a problem.
[8:00]Und Rückgriff auf eigene Biographie, using examples from his or her personal experience.
[8:08]Das kann dann so aussehen bei dem Text hier hatten wir das z.B., dass er ganz am Anfang sagt, der Autor: My family emigrated from our native South Africa to Southern California in the 1980s und so weiter.
[8:19]Und auch später noch mal, By the time I got to middle school, my immigrant family was able to afford und so weiter, dann kann man das betonen.
[8:29]Das könnte man dann so einbinden: By referring to his personal experience as an immigrant in the 1980s, the author makes clear that he understands the significance of und so weiter.
[8:41]Kommen wir zum letzten Bereich, der ist seltener. Die drei davor sind viel wichtiger, aber dieser letzte kann auch vorkommen.
[8:50]Eigentlich ist das etwas, was ich persönlich auch eher unter Language finden tun würde.
[8:56]Aber das ist ja kein Problem. Ihr müsst ja nicht sagen, ich tue ordne das jetzt den Bereich Language oder Communicative Strategies vor, wenn in der Aufgabe sowieso steht, consider communicative strategies and language.
[9:10]Also es ist egal, wenn ihr etwas Auffälliges in dem Text findet, würde ich es auf jeden Fall erwähnen, unabhängig davon, ob es jetzt im engeren engeren Sinne zu communicative strategies oder language passt.
[9:20]Wir meinen hier also, dass der Autor eine bestimmten Ton, eine bestimmte Stimmung wählt oder eine bestimmtes Sprachniveau. Register ist ja ein hohes oder niedriges Niveau.
[9:32]Um etwas auszudrücken, um etwas zu kommunizieren, kann man so klingen. Es gab eigentlich nur die Beispiele in den letzten vier Jahren, den Einsatz von Provokation und eines ironisch-sarkastischen Tons, würde ich auf Englisch so ausdrücken, mit use of Irony or Sarcasm oder provocative expressions.
[9:48]Und ein punktuell umgangssprachliches Register. Hier ist gut, wenn man sich die Formulierung auf dem Englischen im Englischen merkt, occasional use of colloquial language. Colloquial ist ja dieses umgangssprachliche, wohingegen formal dieses formelle wäre.
[10:03]Beispiel dafür ist hier. Er beschreibt also seine Argumente, die wichtigen Argumente mit ganz ähm ganz deutliche Argumente und sagt danach, but if that is too practical a selling point, let me offer a couple more politically salient ones.
[10:19]Natürlich hochgradig ironisch, das ein Argument kann ja nicht für die Politik zu praktisch sein, was er damit natürlich meint ist, Sachen, die zwar total Sinn machen, aber wofür man nicht gewählt wird. Also es ist klar im Kontext von dem ganzen Text, dass das ironisch gemeint ist.
[10:35]Könnte man dann so ausdrücken: When the author refers to his arguments as too practical a selling point and offers a couple more politically salient ones, this use of irony indicates his frustration with laws in the state.
[10:52]Ich hoffe, das hat ein bisschen geholfen zum Thema Communicative Strategies. Gerade fürs Abitur habe ich noch ganz viele Videos auf meinem Kanal hier. Schau dich gerne mal um, du findest bestimmt noch was, was dir irgendwo helfen kann.
[11:05]Freue mich natürlich dich wieder hier zu sehen. Bis bald und mach's gut.



