[0:00]Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast sprich über deinen Tag Deutsch B1 C1. Ich bin Markus, euer Gastgeber und Deutschlehrer. Heute habe ich wieder meine liebe Freundin Laura zu Gast. Hallo Laura. Hallo Markus und hallo an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. Wie geht's dir heute, Laura? Danke. Mir geht's gut. Ich freue mich auf unser Gespräch. Ich mich auch. Heute sprechen wir mal ganz einfach über deinen Tag. Erzähl doch mal, wie war dein Tag so? So fangen wir ganz vorne an. Und wie war dein Morgen heute? Hast du gut geschlafen? Eigentlich ja, ich habe ganz gut geschlafen. Aber morgens komme ich trotzdem schwer aus dem Bett. Bist du eher ein Morgenmensch oder ein Morgenmuffel? Oh, definitiv ein Morgenmuffel. Vor 8 Uhr sollte man mich lieber nicht ansprechen. Ich bin morgens oft noch müde und ein bisschen grummelig, bis ich meinen ersten Kaffee hatte. Das kenne ich. Also brauchst du morgens erstmal Kaffee, um richtig wach zu werden? Ja, genau. Ohne Kaffee geht bei mir gar nichts. Heute bin ich um 7 Uhr aufgestanden. Als erstes habe ich mir einen großen Kaffee gemacht, schwarz, ohne Zucker, damit ich in die Gänge komme. Und hat das geholfen? Wie ging es dann weiter? Ja, danach war ich schon etwas wacher. Ich habe schnell geduscht und mich angezogen und zum Frühstück gab's nur eine Kleinigkeit, ein Butterbrot mit Marmelade, weil ich morgens nicht zu großen Hunger habe. Verständlich. Manche können morgens kaum etwas essen. Warst du denn pünktlich oder hast du verschlafen? Pünktlich war ich zum Glück. Ich habe meinen Wecker gehört und nicht verschlafen.
[1:46]Trotzdem lief heute morgen nicht alles glatt. Oh, was ist denn passiert? Na ja, als ich meinen Kaffee getrunken habe, ist mir ein kleines Malheur passiert. Ich war noch ein bisschen verschlafen und habe meinen Kaffee über den Tisch verschüttet. Oh nein, ist etwas Wichtiges nass geworden? Zum Glück nichts Wichtiges, aber der halbe Kaffee ist über meine Tischdecke gelaufen und sogar auf den Boden getropft. Ich musste erstmal alles sauber wischen. Das hat sicher wertvolle Zeit gekostet, oder? Ja, ein bisschen. Ich musste schnell ein frisches Tuch holen, alles aufwischen und dann auch noch die Tischdecke wechseln. Dadurch habe ich etwas Zeit verloren. Musstest du dich beeilen? Ein bisschen schon. Ich hatte dann weniger Zeit, mich fertig zu machen. Ich habe mich dann schnell geschminkt, meine Tasche geschnappt und bin aus dem Haus gegangen. Zum Glück war ich trotzdem rechtzeitig fertig, um zur Arbeit zu fahren. Das klingt ja schon nach einem aufregenden Start in den Tag. Wie bist du denn zur Arbeit gekommen? Mit dem Auto, dem Bus? Ich fahre meistens mit dem Bus zur Arbeit. Heute bin ich um kurz nach halb 8 aus dem Haus und zur Bushaltestelle gegangen. Und hat alles geklappt oder gab es unterwegs Probleme? Der Bus hatte leider ein paar Minuten Verspätung, aber nichts dramatisches. Ich stand etwa 10 Minuten an der Haltestelle und habe ein bisschen an meinem Handy die Nachrichten gelesen, wenn dich gewartet habe. Na, das geht ja noch. Dann kam der Bus und du bist ins Büro gefahren? Genau. Die Fahrt dauert ungefähr 20 Minuten. Zum Glück habe ich einen Sitzplatz bekommen und konnte während der Fahrt noch ein bisschen dösen. Kannst du im Bus wirklich noch dösen? Viele können das ja nicht. Manchmal klappt es. Ich habe die Augen zugemacht und versucht, mich zu entspannen. Ich war ja immer noch etwas müde, aber ganz eingeschlafen bin ich nicht. Ich wollte meine Haltestelle nicht verpassen. Verständlich, ja, okay, dann bist du also so gegen 8 Uhr im Büro angekommen. Ja, ungefähr um kurz vor 8 Uhr war ich im Büro. Arbeitest du eigentlich jeden Tag im Büro oder kannst du auch von zu Hause, also im Homeoffice arbeiten? Ich habe zum Glück die Möglichkeit, ein paar Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Normalerweise bleibe ich 2 Tage pro Woche zu Hause und arbeite von dort, aber heute musste ich ins Büro fahren. Super, dann erzähl mal, wie ging dein Tag im Büro weiter? Im Büro angekommen, habe ich zuerst meinen Computer hochgefahren und meine E-Mails gecheckt. Da gab es gleich am Morgen einiges zu lesen. Hattest du viele E-Mails über Nacht? Ja, einige. Über Nacht oder vom frühen Morgen. Meine Firma arbeitet auch mit Kollegen in anderen Ländern, und wegen der Zeitverschiebung kommen manchmal früh morgens neue E-Mails rein. Ich hatte also direkt viel um die Ohren. Äh, viel um die Ohren haben. Das heißt, du hattest direkt viel zu tun. Richtig? Genau, sehr viel zu tun. Ich musste wichtige E-Mails beantworten und ein paar dringende Anfragen erledigen. Klingt nach einem arbeitsreichen Start. Was machst du beruflich genau, Laura? Ich arbeite im Marketing in einer Software Firma. Ich kümmere mich um unsere Online Werbekampagnen und betreue unsere Social Media Kanäle. Aha, das ist ja interessant. Und heute gab es besondere Aufgaben oder Meetings? Ja, heute Vormittag hatte ich ein wichtiges Team Meeting. Wir haben um 10 Uhr alle zusammengesessen. Auch mein Chef war dabei. Wir haben die neue Kampagne für nächsten Monat besprochen. Und wie war das Meeting? Bist du viel zu Wort gekommen? Anfangs war ich ein bisschen nervös, weil ich dem Chef meine Ideen präsentieren sollte, aber es lief echt gut. Ich habe meine Vorschlag vorgestellt, und alle fangen ihn überzeugend. Toll, das freut mich zu hören. Das war bestimmt ein Highlight heute, oder? Auf jeden Fall. Mein Chef hat mich sogar gelobt und gesagt, dass ihm meine Ideen gefallen. Da war ich richtig stolz und erleichtert. Ha, das kann ich mir vorstellen. Lob vom Chef hört man gern. Gab es denn heute auch etwas, das nicht so gut lief? Lass mich überlegen. Eigentlich war der Vormittag super, aber am frühen Nachmittag hatte ich einen kleinen Durchhänger. Einen Durchhänger? Warst du müde oder unkonzentriert? Genau. So gegen 14 Uhr war ich plötzlich richtig müde und unkonzentriert. Das Mittagessen lag mir ein bisschen schwer im Magen und ich habe gemerkt, wie meine Energie nachlässt. Verstehe, was hast du denn zum Mittag gegessen? Ich war mit einer Freundin in der Kantine, eine alte Uni-Freundin von mir arbeitet im gleichen Viertel, und wir haben uns spontan zum Mittagessen getroffen. Es gab Schnitzel mit Pommes in der Kantine. Nicht gerade leichtes Essen. Ah, daher die Müdigkeit danach, das klassische Suppenkoma, wie man so schön sagt, wenn man nach dem Essen müde wird. Ja, genau. Ich hatte ein kleines Suppen Koma. Wir sagen im Englischen manchmal Food Koma. Jedenfalls war ich nach dem Essen zuerst etwas träge. Wie hast du dich wieder wachgerüttelt? Ich habe mir nach der Mittagspause noch mal einen Kaffee geholt und bin kurz an die frische Luft gegangen. Ein fünfminütiger Spaziergang um den Block, tief durchatmen, das hat geholfen wieder in Schwung zu kommen. Gute Idee. Frische Luft wirkt Wunder. Absolut. Absolut. Danach ging es mir besser und ich konnte am Nachmittag konzentriert weiterarbeiten. Gab es am Nachmittag noch etwas Besonderes oder Unerwartetes? Ja, gegen 16 Uhr gab es plötzlich ein technisches Problem. Unser Internet im Büro ist für etwa 20 Minuten ausgefallen. Oh je, das ist ungünstig. Mitten am Arbeitstag kein Internet. Konntet ihr trotzdem arbeiten? Teilweise. Ich konnte in der Zeit keine E-Mails verschicken oder online Recherchen machen. Also habe ich offline weitergearbeitet und zum Beispiel einige Texte vorbereitet. Zum Glück war das Internet nach 20 Minuten wieder da, aber zuerst hat mich das richtig gestresst. Kann ich verstehen, gerade wenn man viel online arbeitet. Wie bist du mit dem Stress umgegangen? Ich habe tief durchgeatmet und versucht, ruhig zu bleiben. Wir konnten ja nichts tun, außer abwarten. Ich habe kurz mit einer Kollegin geplaudert, um mich abzulenken, bis alles wieder ging. Sehr gut, manchmal hilft es, kurz durchzuatmen und sich nicht verrückt zu machen. Genau. Insgesamt habe ich den Arbeitstag dann gut überstanden. Wann war denn Feierabend bei dir? Offiziell um 17 Uhr. Ich bin heute auch ziemlich pünktlich um Viertel nach 5 aus dem Büro raus. Nicht schlecht, musstest du noch pendeln oder warst du schnell zu Hause? Heute ging es. Ich habe den Bus um 17:20 Uhr bekommen und war gegen 17:45 Uhr wieder zu Hause. Sehr schön. Dann kommen wir jetzt zum wohlverdienten Feierabend. Was hast du nach der Arbeit gemacht? Feierabend und Freizeit. Als ich nach Hause kam, habe ich mir erstmal bequeme Sachen angezogen, endlich raus aus den Büroklamotten. Das tut gut, oder? Ich kenne das, erstmal gemütliche Kleidung anziehen. Oh ja. Dann habe ich kurz überlegt, ob ich mich aufs Sofa lege, weil ich echt müde war. Verständlich, nach so einem Tag hast du dich hingelegt. Fast, aber ich habe mich dann doch entschieden, noch etwas zu unternehmen. Ich wollte nicht den ganzen Abend faul sein, also habe ich meine Sportschuhe geschnappt und bin eine halbe Stunde joggen gegangen. Wow, Respekt, trotz Müdigkeit noch Sport gemacht. Das schafft nicht jeder. Na ja, ich musste mich zwingen, aber ich weiß, dass ich mich danach besser fühle und es stimmt. Nach dem Joggen ging es mir wirklich viel besser. Ich war in der frischen Luft im Park und konnte den Kopf frei kriegen. Sehr gut, Sport hilft dir also beim Stressabbau total. Total. Wenn ich gestresst bin nach der Arbeit, gehe ich gerne joggen oder ins Fitnessstudio. Heute hat eine kurze Laufrunde gereicht, um den Stress loszuwerden. Das ist ein super Tipp und wie ging es dir danach? Immer noch müde oder eher energiegeladen? Danach war ich zwar körperlich etwas erschöpft, aber mental richtig erfrischt. Ich hatte wieder Energie, genug zumindest, um den Abend zu genießen. Hallo schön zu hören. Was hast du denn dann mit dem restlichen Abend gemacht? Nach dem Duschen habe ich etwas gekocht. Was gab's leckeres zum Abendessen? Nichts Besonderes heute. Ich habe mir nur schnell eine Gemüsepfanne mit Reis gemacht, etwas leichtes nach dem Sport. Klingt trotzdem gut und gesund. Ja, war auch lecker. Während ich gekocht habe, hat meine Mutter mich angerufen. Ach, du hast mit deiner Mutter telefoniert. Genau. Meine Mama hat kurz durchgeklingelt, um zu fragen, wie es mir geht. Wir telefonieren mindestens einmal pro Woche. Ich habe ihr ein bisschen von meinem Tag erzählt, dass die Arbeit anstrengend war, aber dass mein Meeting gut lief und so weiter. Ja, das ist schön. Deine Familie freut sich bestimmt von dir zu hören. Ja, der Kontakt ist mir wichtig, auch wenn wir uns nicht jeden Tag sehen. Das Telefonat hat mich auch gefreut. Wir haben ein bisschen gelacht. Klingt nach einem gelungenen Abendprogramm. Erst Sport, dann ein gutes Essen und ein nettes Telefonat mit der Familie. Hast du später am Abend noch etwas gemacht? Nach dem Essen habe ich noch die Küche aufgeräumt, und dann zur Entspannung eine Serie auf Netflix geschaut. Oh, welche Serie schaust du gerade? Ich schaue gerade eine deutsche Serie, um mein Deutsch zu verbessern. Babylon Berlin. Kennst du die? Ja, das ist eine sehr gute Serie. Spielt in den 1920er Jahren. Genau. Sie ist zwar ein bisschen schwierig vom Vokabular her, aber sehr spannend. Ich schaue sie mit Untertiteln, damit ich alles mitbekomme. Guter Plan. So lernst du ganz nebenbei noch ein paar neue Wörter, eben. Eben, nach einer Folge war es dann auch schon ziemlich spät, und ich bin langsam müde geworden. Verständlich, du hattest ja einen langen Tag.
[12:35]Ja, das stimmt. Gegen 22:30 Uhr bin ich dann ins Bett gegangen. Hast du gut eingeschlafen? Ja, ich bin fast sofort eingeschlafen. Ich war wirklich fix und fertig am Ende des Tages. Ha, das glaube ich. Fix und fertig. Also total erschöpft, was? Ja, genau. Ich war richtig erschöpft, aber zufrieden mit dem Tag. Das klingt doch gut. Ein voller Tag mit Höhen und Tiefen, und am Ende kannst du zufrieden schlafen gehen. Absolut. Und jetzt bist du ja wieder fit genug, um mit mir hier zu quatschen. Ja, genau. Heute morgen war ich zwar noch müde, aber das Gespräch hier macht mir Spaß und hält mich wach. Das freut mich. Hast du für morgen eigentlich schon Pläne oder Vorsätze? Also morgen möchte ich versuchen, ein bisschen früher aufzustehen, damit der Morgen entspannter läuft, ohne Kaffeepanne. Und bei der Arbeit geht's morgen direkt weiter mit dem Kampagnenprojekt. Da möchte ich ein paar Ideen ausarbeiten. Klingt gut, vielleicht kannst du dir morgen Mittag wieder ein bisschen Zeit für dich nehmen, damit du keinen Durchhänger hast. Ja, das ist ein guter Tipp. Vielleicht gehe ich morgen Mittag eine kleine Runde spazieren oder esse etwas Leichteres. Genau, probier das mal aus. Mache ich. Im Großen und Ganzen freue ich mich auf morgen. Mal sehen, was der Tag so bringt. Sehr schön, bevor wir zum Schluss kommen, fassen wir noch mal kurz drei nützliche Ausdrücke aus unserem Gespräch zusammen. Okay, gerne. Also, erstens hatten wir Morgenmuffel. Laura hat gesagt, sie ist ein Morgenmuffel. Ein Morgenmuffel ist jemand, der morgens nicht gut gelaunt und nur schwer wach zu kriegen ist. Erneut, not a morning Person, würde man auf Englisch sagen. Ja, das bin ich wirklich. Ein Morgenmuffel. Zweitens, viel um die Ohren haben. Das hat Laura erwähnt, als sie von ihrer Arbeit erzählt hat. Viel um die Ohren haben bedeutet, sehr beschäftigt sein oder sehr viel zu tun haben. Wenn man sagt, ich habe im Moment viel um die Ohren, heißt das, man hat jede Menge Verpflichtungen und steht unter Zeitdruck. Hm. Davon kann ich ein Lied singen. Bei der Arbeit habe ich oft viel um die Ohren. Drittens, der Ausdruck fix und fertig sein. Den hat Laura am Ende benutzt. Ich war fix und fertig bedeutet, dass man sehr erschöpft oder total kaputt ist, also richtig müde und ohne Energie. Auf Englisch könnte man sagen to be exhausted. Ja, nach dem langen Tag war ich fix und fertig. Aber immerhin glücklich. Genau, diese drei Redewendungen könnt ihr euch merken. Morgenmuffel, viel um die Ohren haben, fix und fertig sein. Versucht sie gerne mal selbst zu verwenden, wenn sie zu eurem Tag passen. Richtig. Übung macht den Meister. Da hast du noch ein Sprichwort eingebracht. Übung macht den Meister, das passt ja auch. Stimmt. Je mehr man übt, desto besser wird man. Apropos Übung, jetzt seid ihr dran, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Genau, jetzt seid ihr dran. Erzählt doch einfach mal selbst auf Deutsch, wie euer Tag war. Ganz egal, ob jemand zuhört oder nicht. Man kann auch vor dem Spiegel üben oder einer Freundin davon erzählen. Wichtig ist, dass man spricht. Genau, mach weiter. Je öfter du über deinen Tag sprichst, desto besser wirst du. So, Laura, vielen Dank, dass du heute aus dem Nähkästchen geplaudert hast. Sehr gern, es hat Spaß gemacht. Mir auch, und euch vielen Dank fürs Zuhören. Wir hoffen, ihr hattet Spaß und konntet etwas mitnehmen. Probiert ruhig aus, über euren Alltag zu sprechen. Das hilft wirklich beim Deutsch lernen. In diesem Sinne, danke und bis zum nächsten Mal. Macht's gut, tschüss. Tschüss, bis zum nächsten Mal.



