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Telc C1 #StudienWahl #Drohnen #BedeutungVonSpielen - Telc C1- Hören Teil 1- 3 mit lösungen-

Orhan Yigit

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[1:46]Der Blick zurück auf die Schulzeit oder auf frühere Lebensabschnitte soll Ihnen helfen.
[1:46]So würden möglicherweise Seiten der eigenen Persönlichkeit bekannt, die einem selbst gar nicht bewusst waren.
[1:46]Interesse allein reicht oft nicht aus, um den Erfolg im Studium und im Beruf zu sichern.
[2:54]An meiner Hochschule ist das Angebot an Studienfächern nicht so groß, aber eine breite Auswahl habe ich auch nie gebraucht.
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[0:00]Hörverstehen, Teil 1. Sie hören die Meinungen von acht Personen. Sie hören die Meinungen nur einmal. Entscheiden Sie beim Hören, welche Aussagen A bis J, welcher Person passt. Zwei Aussagen passen nicht. Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben 47 bis 54 auf dem Antwortbogen. Lesen Sie jetzt die Aussagen A bis J. Sie haben dazu eine Minute Zeit. Deutschlehrer Orhan Yigit.

[1:46]Sprecher 1. Für die Wahl des Studios spielen viele Faktoren eine Rolle, z.B. Interessen, finanzielle Motive, familiäre Gründe und Lebensaussichten. Die Frage nach den besonderen Talenten ist naheliegend. Der Blick zurück auf die Schulzeit oder auf frühere Lebensabschnitte soll Ihnen helfen. Was waren die Lieblingsfächer? Wo lagen die Interessen? Was hat besonders viel Spaß gemacht? Und vor allem, welche besonderen Fähigkeiten hatte man? In diesem Zusammenhang ist auch der Blick von außen wichtig. Worin sehen Freunde und Verwandte Stärken? Wo erkennen Sie vielleicht gewisse Schwächen? So würden möglicherweise Seiten der eigenen Persönlichkeit bekannt, die einem selbst gar nicht bewusst waren. Interesse allein reicht oft nicht aus, um den Erfolg im Studium und im Beruf zu sichern. Es gilt, die eigenen Begabungen zu berücksichtigen.

[2:54]Sprecher 2. An meiner Hochschule ist das Angebot an Studienfächern nicht so groß, aber eine breite Auswahl habe ich auch nie gebraucht. Für mich steht bereits vor dem Abitur fest, dass ich Jura studieren würde. Meine Eltern haben eine gutgehende Anwaltskanzlei. Die Rechtswissenschaften wurden mir sozusagen in die Wiege gelegt. Meine Eltern hätten das nie von mir erwartet oder verlangt, aber für mich war seit langem klar, dass ich später einmal in die Kanzlei einsteigen würde. Nicht mal, weil es naheliegend schien. Nein, ich bin wirklich sehr glücklich mit meiner Entscheidung. In der Zwischenzeit kann ich in meinem Studium schon bestimmte Arbeiten übernehmen, z.B. die Literaturrecherche. Und ich bin auch regelmäßig bei Gerichtsverhandlungen dabei. Das hilft mir im Studium und bereitet mich bestens auf meine berufliche Zukunft vor.

[3:54]Sprecher 3. Es nützt wenig, wenn man ein Studium nur nach seinen eigenen Interessen und Fähigkeiten wählt und dann hinterher keine Karriere machen kann. Man muss einfach realistisch sein. Bestimmte Fächer machen vielleicht Freude und sind intellektuell oder emotional befriedigend. Aber irgendwann will man ja auch beruflich weiterkommen. Daher sollte man auch die beruflichen Perspektiven in seine Überlegungen zur Studienwahl mit einbeziehen. Natürlich sollte niemand etwas studieren, bloß weil damit gute Aufstiegsmöglichkeiten verbunden sind. Denn ganz ohne persönliche Neigungen ist beruflicher Erfolg kaum zu erzielen. Doch wer sich nur auf die eigenen Vorlieben und Interessen konzentriert, kann sich damit den Chefsessel nicht automatisch sichern.

[4:49]Sprecher 4. Geld sollte keine entscheidende Rolle bei der Wahl des Studienfachs spielen. Allerdings können die Verdienstmöglichkeiten helfen, wenn man sich zwischen mehreren Fächern entscheiden muss. Interessiert man sich z.B. für Architektur, Bauwesen und Maschinenbau, ist es ganz nützlich, sich auch die wirtschaftliche Seite anzusehen. In der Regel verdienen Architekten nicht so viel Geld wie Bauingenieure. Glaubt man der Statistik, so werden Architekten auch häufiger arbeitslos als Ingenieure. Wirtschaftlich besser gestellt als diese beiden sind aber die Maschinenbauer. Wenn sich also jemand gleich stark für diese drei Studiengänge begeistern kann, dann kann die Aussicht auf ein gutes Einkommen den Ausschlag geben. Traurig wäre es jedoch, wenn allein der Faktor Geld die Wahl des Studiums bestimmen würde.

[5:43]Sprecher 5. Arbeitsmarktprognosen sind bei der Studienwahl ohne Frage ein Aspekt, doch sollten sie entscheidend sein? Dieser Auffassung bin ich nicht. Es sollte wirklich jedem überlassen bleiben, das Studium nach den eigenen Interessen und Talenten zu wählen. Natürlich muss man dann auch mit den möglichen Konsequenzen leben. Wenn es in dem gelernten Bereich nicht genügend Arbeitsplätze gibt, sollte man sich auf eine längere Arbeitssuche einstellen. Eventuell muss man auch bereit sein, auf einem ganz anderen Gebiet zu arbeiten. Diese Verantwortung trägt jeder für sich selbst. Wer das Abitur hat, sollte auch dazu in der Lage sein, seine Interessen zu verfolgen und bereit sein, die Folgen davon zu akzeptieren. Für mich jedenfalls gibt es kein Argument dafür, den beruflichen Perspektiven Priorität bei der Studienwahl einzuräumen.

[6:44]Sprecher 6. Schon als Kind war mein Traumberuf Ärztin. Meine Abiturnote war gut, doch nicht gut genug für einen direkten Zugang zum Medizinstudium. Die Alternative, eine Privatuniversität, kam für mich leider nicht in Frage. Ich hatte die Möglichkeit gehabt, über die Wartesemester einen Studienplatz zu bekommen. Von meinem Notendurchschnitt her waren meine Chancen gar nicht so schlecht. Und die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, das hätte bedeutet, praktische Erfahrung und eine durchdachte Ausbildung im medizinischen Bereich zu sammeln. Aber noch einmal ganz von vorne anfangen? Das wollte ich dann doch nicht. So habe ich mich ein bisschen halbherzig für Biowissenschaften entschieden. Jetzt denke ich, dass mir nichts Besseres hätte passieren können. Ich kann nur jedem raten, sich nicht zu sehr auf ein bestimmtes Studium zu fokussieren. Häufig gibt es eine passende zweite Wahl.

[7:49]Sprecher 7. Möglicherweise lässt man sich bei der Entscheidung für ein Studienfach auch davon beeinflussen, was man in der Nähe des Heimatortes studieren kann. Diverse statistische Erhebungen haben nämlich ergeben, dass bestimmte Fächer eher gewählt werden, wenn sie an Hochschulen in der näheren Umgebung angeboten werden. Inwiefern sich diese Ergebnisse verallgemeinern lassen, ist zwar fraglich. Tatsache ist aber, dass es je nach Region bedeutende Unterschiede bei der Studienwahl gibt. Die statistischen Auswertungen jedenfalls lassen darauf schließen, dass das lokale Hochschulangebot durchaus Einfluss auf die Wahl des Studienfachs nimmt.

[8:44]Sprecher 8. Schon vor meinem Abi habe ich von Klagen über die Zustände an der Uni gehört. Vor allem in beliebten Fächern gibt es überfüllte Hörsäle, in denen manchmal kein Sitzplatz zu ergattern ist. Eine Warteschlange vor der Bibliothek, Personalmangel und schlechte Betreuung. Das möchte ich in meinem Studium auf gar keinen Fall. BWL oder Medizin? Nein, danke. Ich suche ganz bewusst nach Fächern, bei denen der Andrang nicht so groß ist, natürlich im Rahmen meiner Interessen, das ist klar. Wahrscheinlich werde ich mich für den Studiengang nachwachsende Rohstoffe entscheiden. Der ist dem Bereich Bergbau und Rohstoffe zugeordnet und interdisziplinär angelegt. Hier in der Nähe kann ich das nicht studieren. Ich muss dazu noch Bilanz ziehen, aber das ist in Ordnung für mich. Hauptsache, ich mache nicht das, was alle anderen auch studieren möchten. Ende Teil 1, mit den Beiträgen des Deutschlehrers Orhan Yigit.

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