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Essen in den USA - so bin ich aufgewachsen 🙈

Lauren Angela DE

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[0:00]nach 12 Jahren in Deutschland fällt es mir immer noch schwer zu glauben, dass wir in den USA so anders mit Essen umgehen, zu Essen stehen als in Deutschland. Und es ist echt so teilweise, wenn ich über die Kindheit von meinem Mann, der ist Deutscher höre, denke ich mir, das ist das Gegenteil von meiner Kindheit, was Essen betrifft. Wie viel wir über Essen denken ist ganz anders. Es gibt Einstellungen zu Essen, die ich glaube in Deutschland nicht existieren. Und von denen allen Sachen erzähle ich euch in diesem Video. Fangen wir bei dem Lieblingsrestaurant von meinem Vater an, McDonald's. Das ist jetzt mir ein bisschen peinlich zu erzählen, aber wir waren in Rom im November. Meine Eltern aus Florida und ich aus Deutschland haben uns in Rom treffen können. Rate mal, rate mal, wie oft wir zu McDonald's gegangen sind in den drei Tagen, wo ich da war. Dreimal, dreimal in drei Tagen in Rom. Mein Mann, wenn ich ihm das erzähle, dann kann er nur seinen Kopf schütteln, in Italien gehst du zu McDonald's. Nicht nur in Italien gehen wir zu McDonald's, aber auch in Deutschland gehen wir ganz oft zu McDonald's, wenn meine Eltern mich hier besuchen. Weil McDonald's in Europa, in Deutschland viel besser schmeckt, als in den USA. Kannst du dir das vorstellen? Und es ist eigentlich auch ein bisschen peinlich, weil man würde meinen, McDonald's kommt aus den USA. Es sollte in dem Heimatland am besten schmecken, oder? Stell dir vor, auf irgendeinem Strandbar in Florida schmeckt ein Kaiserschmarrn besser als irgendwo auf einer Hütte in den Alpen, nicht, oder? Es sollte eigentlich da, wo es herkommt, am besten schmecken. Bei McDonald's ist es leider Gottes nicht der Fall. Und deswegen freuen meine Eltern sich, dass wir hier zu McDonald's gehen können. Auch wenn das ein anderes Fastfood-Laden gewesen wäre, was wir in Rom gesehen haben, dann wären wir wahrscheinlich auch dahin gegangen, weil bei uns im Gegenzug zu wie es in Deutschland ist, bei uns wenn man eine spontane Hunger spürt, dann sucht man so ein Fastfood-Laden. Und ich glaube ein Grund, warum man das in Deutschland nicht macht, ist, weil halt die Auswahlmöglichkeiten sehr, sehr gering sind. Hier, wo ich wohne, gibt es genau ein McDonald's. Ich wohne natürlich aber auf dem Land mitten vom Nirgendwo. Aber auch in der größeren Stadt, wo ich gewohnt habe, da gab es zwei McDonald's. Ihr geht natürlich schon in der Bäckerei oder so. Aber das kennen wir nicht so. Wir haben nicht an jeder Ecke eine Bäckerei oder so, wir haben an jeder Ecke Fastfood. Und deswegen in Rom, wo wir einen McDonald's gesehen haben, haben wir uns gedacht, ja, super passt. Diese Gewohnheit haben meine Eltern auch mit nach Europa gebracht. Wo sie Hunger gespürt haben, haben sie gemeint, komm, da ist er McDonald's, lass reingehen. Und ich glaube, ein Deutscher würde das so nicht machen, oder? Ich weiß nicht, ich versuche immer so vorhin zu rutschen, aber das ich muss nicht so nah sein. Fastfood ist aber bei uns nicht nur die spontane Lösung, sondern auch eine fest eingeplante Lösung jede Woche. Das ist, glaube ich, was ihr in Deutschland gar nicht macht, aber wir jede Woche eigentlich. In meiner Kindheit z.B. aber jetzt immer noch machen meine Eltern das, dass jeden Freitagabend Pizzaabend ist und es wird Pizza bestellt. In der Vergangenheit, wo ich nur zwei, drei Geschwister hatte, dann haben sie zwei, drei Pizza bestellt, aber als ich acht Geschwister dann zu Hause hatte, haben wir teilweise sechs oder sieben Pizza an einem Freitagabend bestellt gehabt und das war unser Abendessen. Bevor ihr mich fragt, wie kann das sein, sechs oder sieben Pizza, das ist so viel Geld jede Woche? Bei uns ist es ganz normal, alle diese Pizzaketten, die es gibt, Pizza Hut, Papa John's, Pizza Mambo, alle diese Pizzaketten und auch generell die Fastfood-Ketten, die haben so viele Coupons. Es gibt so viele Angebote, die du jede Woche irgendwo siehst. Jetzt siehst du die in der App, damals konnte man die rausschneiden.

[3:57]Dir werden so Sachen angeboten, wie, wenn du zwei Pizzas kaufst, dann bekommst du zwei umsonst, oder wenn du drei große Pizza kaufst, dann bekommst du auch drei kleine Pizza umsonst. Stell dir mal vor, bei der Pizzeria hier, du bekommst zwei Pizzas umsonst, das ist unvorstellbar, oder? Bevor wir mit dem Video weitermachen, möchte ich euch kurz vom Sponsor des heutigen Videos AG1 erzählen. Jetzt gerade in der dunklen Jahreszeit, im November und Dezember ging es mir ganz gut, aber jetzt im Januar mit dieser Dunkelheit, da merke ich, ich brauche einfach Unterstützung und da bin ich so froh, AG1 an meiner Seite und in meiner Küche zu haben. AG1 ist mein täglicher Nährstoffbooster. Über 70 hochwertige Inhaltsstoffe drin, alles was mein Körper so braucht. Jetzt als Neujahrsvorsatz habe ich mir vorgenommen, jeden Tag vor meiner ersten Tasse Kaffee AG1 zu trinken. Denn ich merke, ich kann diese Koffeincrash skippen, habe aber trotzdem mehr Energie. Gleichzeitig unterstützt AG1 mein Immunsystem und hilft mir besser mit Stress umzugehen. Wenn du AG1 schon mal ausprobieren wolltest, dann würde ich sagen, do it und zwar jetzt. Denn sie haben ein richtig tolles Angebot, wenn du dich jetzt für ein AG1 Abo anmeldest, bekommst du nicht nur Welcome Kit und fünf Travel Packs. Du bekommst auch diese wunderbare Thermoskanne, die ist nicht nur sehr schön, die hat aber auch die perfekte Menge, 900 ml. Seitdem ich sie habe, geht sie überall mit mir hin, aber die ist streng limitiert, also musst du schnell sein. Über den Link in der Videobeschreibung kannst du dir ein AG1 Abo abschließen und nicht vergessen, es gibt keine Vertragslaufzeit, es gibt keine Versandkosten. Du kannst jederzeit pausieren oder sogar kündigen. Eine andere Sache, die wirklich mir das Gefühl gibt, dass ich auf einem anderen Planeten aufgewachsen bin, hat mit der Nähe zum echten Essen zu tun. Bzw. wenn mein Mann erzählt, was er für Sachen in seiner Kindheit gegessen hat, dass seine Oma vielleicht selber Marmelade gemacht hat, oder dass die Apfelsaft aus eigenen Äpfeln gemacht haben, oder dass sie Bioessen gekauft und gekocht haben und so. Das ist so, ich habe das Gefühl, du hast da die echten Zutaten in den Händen und daraus machst du irgendwas und das so wurde seine Kindheit so geprägt ein bisschen. Aber bei mir, natürlich, wir hatten schon Äpfel zum Essen und Bananen, kann ich mich auch erinnern, aber ansonsten war alles irgendwie fertig Produkten oder halt schon fertig gepacktes Essen, dass du vielleicht nur aufwärmst oder schnell kochst oder so. Aber nicht aus den wahren Gegenständen oder aus der Naturprodukt, sage ich mal, was selber machst. Das habe ich gar nicht in meiner Kindheit gemacht und wo er auch erzählt hat, hat mit Müsli zu tun und das ist so lustig, daran muss ich auch mit meinen Kindern denken. Die essen Müsli und da erkennst du die einzelnen Zutaten und erkennst die Haferflocken, die Obststücke und so. Du kannst erkennen, wo das herkommt, was das in wie das im Originalform ausschaut, so. Und was wir in meiner Kindheit so zu Frühstück gegessen haben, ich kann mich erinnern, wir haben wir haben Rice Crispies, weiß ich nicht, ob ihr die habt, geliebt. Aber wir haben und das ist quasi so gepufftes Reis, natürlich mit Zucker und viel Schmalz und dann mit Milch. Aber was wir auch gemacht haben, ist, wir haben dann löffelweise Zucker, raffiniertes Zucker auch reingetan und dann Erdbeeren oben drauf. Und Erdbeeren auch mit ein bisschen Zucker und dann am Ende, nachdem wir alles gegessen haben und die Milch getrunken haben, war immer unten das Beste so eine kleine Insel an Zucker noch übrig, was man dann auch essen konnte. War ein normaler Frühstück, mein Lieblingsfrühstück, es hat sehr gut geschmeckt, aber wenn du das mit Müsli vergleichst, es ist einfach. Eine andere Sache, die ich überhaupt nicht auf meinem Radar hatte, bis jemand mir das erste Mal gesagt hat, in Deutschland, nee, das mache ich nicht, war, hat mit Kaffee zu tun. Als jemand mir das einmal gesagt hat, nee, nee, ich mag jetzt keinen Kaffee, ich trinke nur Kaffee, wenn ich mich hinsetzen kann und den Kaffee genießen kann. Weil ich so, du trinkst Kaffee nur im Sitzen? Das war komplett neu für mich, das existiert nicht bei uns, weil wir machen es natürlich so, du bekommst quasi automatisch Kaffee in einem mitnehmen Becher, wenn du Kaffee bestellst. Du musst explizit danach fragen, kriege ich das in einem Glas oder in einer Tasse, ich möchte es hier trinken. Dann geben sie dir das schon, aber automatisch ist es zum mitnehmen. Kaffee ist irgendwas bei uns, was du nebenbei machst, nebenbei trinkst und so. Das gibt dir Energie, um deine ganzen anderen Sachen zu machen. Das ist nichts, wo wir uns hinsetzen und uns ganz bewusst auf dem Kaffee konzentrieren und versuchen, das zu einem Moment zu machen. Das ist quasi so sowas, was man in Deutschland so nur mit der Ruhe macht. Und dass dich ein Papierbecher so stören könnte oder diese Plastikbecher zum mitnehmen, das ist bei uns, das gehört einfach dazu. Das ist nichts, glaube ich, worüber wir nachdenken, das ist eigentlich so ein Statussymbol, so, ich bin beschäftigt und ich habe meinen Kaffee zum mitnehmen, weil ich jetzt ganz viel zu tun habe und so. Ich glaube, uns würde nur sehr schwer einfallen, dass wir aus einem echten Becher unseren Kaffee trinken sollen, dass es dann irgendwie für den Geschmack besser sein sollte, habe ich gehört und das ist für uns wirklich gar nicht auf unserem Radar. Das Plastik oder Papier irgendwie stören sollte, habe ich letztens in meinem Mann, der war in den USA auf Geschäftsreise und in seinem Hotel, wo er übernachtet hat, ruft er mich irgendwann an und sagt, weißt du was sie hier zum Frühstück anbieten? Und ich war so keine Ahnung, aber er hat gemeint, das sie die geben dir nur Plastikbesteck und Papierteller, wenn du frühstücken gehst. Und da habe ich mir gedacht, wow, das ist eigentlich ein krass guter Punkt. Bisher ist mir nie aufgefallen, wenn du in einem deutschen Hotel bist, egal auch eine Pension oder was auch immer, du bekommst, ich würde behaupten, immer ausschließlich Porzellan Teller, richtige Teller, richtige Gläser, richtige Becher und so. Es ist halt, das ist bei uns echt nicht der Fall und teilweise bekommst du dann auch wirklich nur einen Tisch in der Ecke hingestellt mit dieser, weißt du, Rice Crispy Treats, was ich vorhin erzählt habe. Das aber in so einem ganz kleinen zum mitnehmen Packung auf dem Tisch bereitgestellt, vielleicht mit ein bisschen Milch oder vielleicht auch so einen Kaffee, Filterkaffee zum rauspumpen oder so und das war das Frühstück, the Continental Breakfast nennen sie es. In Deutschland hast du halt echt überall, glaube ich, immer gescheites Geschirr und auch eine gescheide Frühstück. Auch wenn das nur gelegtes Brot oder sowas ist, dann bekommst du halt, das ist schon wieder diese Nähe zu den echten Produkten. Das haben wir halt nicht immer, nicht so wie man das in Deutschland hat. Und diese Einstellung habe ich, glaube ich, noch nicht wirklich übernommen bzw. das ist mir noch nicht so wichtig irgendwie. Aber ich glaube, es fährt schon ein bisschen ab, in Deutschland zu sein in der deutschen Esskultur unterwegs zu sein, sage ich mal. Weil letztens hat eine Schwester einen Rezept in unsere Familien WhatsApp Gruppe geschickt. Und daraufhin, es war irgendwelche asiatische Nudeln Rezept. Daraufhin hat eine andere Schwester geschrieben, cool, danke für die Empfehlung. Ich sage ich schaue, ob ich die saubere Version davon finden kann. Und ich war so die saubere Version, ihre Version dreckig. What, aber dann ist mir wieder eingefallen, es stimmt, Essen in den USA wird in so polar polarisierende Kategorien aufgeteilt. Es wird dann zu einer moralischen Frage oder es bewertet über dich als Person, wie du isst in den USA teilweise. Die Sprache, die wir da nutzen, du wirst dann zur gute Person oder schlechte Person. Du wirst dann auch gut oder schlecht, wenn du dreckiges isst oder sauberes ist, so. Sie haben einen guten Tag, weil sie nur sauber gegessen haben und sie haben die dreckigen Zutaten vermieden und wirklich nur vielleicht Kohlenhydrate arm oder fettarm oder was auch immer gegessen haben und dann sind sie gut. Oder vielleicht sind sie schlecht, weil sie dann doch Zucker gegessen haben oder Schokolade oder was auch immer. Es wird zu einem so einem aufgewühlten emotional geladenen Thema irgendwie, was ich glaube in Deutschland gar nicht wirklich der Fall ist. Letztens habe ich ein YouTube Short gesehen, wo eine Frau, sie wollte nicht, dass ihr Kind ein Duplo bekommt, also hat sie ihre eigene saubere Version von Duplo gefunden und es hat wirklich, sie hat alle Schritte gezeigt. Es hat eine halbe Ewigkeit gedauert, aber sie war glücklich danach, weil ihr Kind sauber ist. Da war aber die Kommentare voll auf Deutsch von, ist es wirklich so schlimm, wenn dein Kind EIN Duplo isst, musst du dir so viel Arbeit machen, weil ein Duplo quasi der Endgegner wäre für dein Kind oder so. Und da habe ich mir gedacht, als ich die Kommentare gelesen habe, stimmt. In Deutschland ist es halt ausgeglichener, eher in der Mitte und ich glaube, das werbt schon ein bisschen ab. Na ja, auf jeden Fall sind so meine Gedanken zu diesem Thema. Ich habe noch mehr Gedanken, aber ich glaube, es reicht erstmal. Vielen Dank fürs dabei sein, vielen Dank fürs Zuschauen zuhören. Ich freue mich sehr auf eure Kommentare zu diesem Video, wie ihr die Sachen sieht. Schreibt mir unbedingt in den Kommentaren, was eure Meinung ist. Danke an AG1 für die Unterstützung in meinem Leben und auch hier auf meinem Kanal. Nicht vergessen, sie haben ein richtig tolles Angebot gerade, wo du Welcome Kit und fünf Travel Packs und auch diese richtig tolle Thermosflasche bekommst, wenn du jetzt ein AG1 Abo abschließt. Über den Link in der Videobeschreibung bekommst du alle Infos. Vielen Dank fürs dabei sein und wir sehen uns im nächsten Video. Tschüss.

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