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Lernen lernen: 13 Tipps aus der Gehirnforschung

Sprouts Deutschland

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[0:00]Unser Hirn hat das Potenzial ungefähr 2,5 Petabyte Information zu speichern. Dies entspricht in etwa der Menge von 3 Millionen Stunden YouTube Videos. Um diese enorme Kapazität beim Lernen ein bisschen effizienter zu nutzen, stellen wir hier einige Lerntipps vor, die von Neurowissenschaftlern und Lernexperten empfohlen werden. Unterbrochene Wiederholungen, um deine Lernerfolge zu optimieren. Lerne kurz, aber oft. Neurowissenschaftler können nachweisen, dass die Synapsen, also die Verbindungen in deinem Gehirn, durch die du etwas verstehst und durch die du dich an etwas erinnerst, hauptsächlich wachsen, wenn du schläfst. Daher ist es produktiver, regelmäßig zu lernen und dazwischen zu schlafen. Probier es aus. Übe etwas für nur 15 Minuten am Tag und du wirst überrascht sein, was für Fortschritte du machst. Finde deinen eigenen Stil. Während der Geschichtslehrer spricht, kritzelt Tom etwas auf sein Papier und Jane isst ein Kilo Nüsse. Manche schauen lieber Videos als Bücher zu lesen, andere lernen gerne gemeinsam mit Freunden, andere mögen es lieber ruhig und lernen am besten, wenn sie von tausenden Büchern umgeben sind. Jeder ist anders. Schlaf gut. Schlafen und Träumen ist unverzichtbar, um neue Informationen zu verarbeiten und zu speichern. Eine Studie der Harvard Universität hat gezeigt, dass Studenten, die nach dem Lernen gut geschlafen hatten, sich Dinge um bis zu 35 % besser merken konnten, als jene, die am Morgen für einen Test am Abend gelernt hatten. Fokus. Wenn du dazu neigst, Dinge zu verschieben, beispielsweise wenn du anstatt etwas Anstrengendes wie Mathe lernen, lieber etwas einfaches machst, wie z.B. im Internet surfen, dann versuche diese Ablenkung zu vermeiden. Schalte beispielsweise dein Handy aus oder gehe zum Lernen an einen ruhigen Ort. Wie eine Bücherei. Die Pomodoro Technik. Stell dir einen Wecker und konzentriere dich 25 Minuten lang komplett auf deinen Lernstoff. Wenn der Wecker läutet, entspann dich für 5 Minuten. Wenn du weitermachen willst, stell den Wecker noch einmal. Diese kleinen Pausen entspannen und motivieren. Zuerst das schwierige. Mach die schwierigen Dinge zuerst. Bei den meisten Menschen ist die Willenskraft am Morgen am stärksten. Wenn die schwierigen Dinge erst einmal erledigt sind, fühlst du dich den restlichen Tag über besser und bist motiviert, die anderen Aufgaben anzugehen. Bewege dich, meditiere und tausche dich aus. Es gibt ein paar Aktivitäten, die dein Hirn nachweislich wachsen lassen. Genug Bewegung, regelmäßiges Meditieren und gute Gespräche bewirken genau das. Diese Aktivitäten führen zur Entstehung neuer Neuronen im Hirn und machen es so leistungsfähiger. Andere Orte. Du kannst Dinge besser speichern, wenn du sie an Orten lernst, die visuelle Anhaltspunkte liefern. In einem Experiment sollten sich Studenten eine Reihe von Wörtern merken. Die eine Gruppe wechselte das Klassenzimmer während des Lernens. Die andere nicht. Die Gruppe, die in verschiedenen Räumen gelernt hatte, der eine Raum war klein und ohne Fenster, der andere groß und hell, konnte sich bis zu 40 % besser an die gelernten Wörter erinnern.

[3:34]Regelmäßige Wiederholungen. Um dir Dinge langfristig merken zu können, wiederhole den Lernstoff in regelmäßigen Abständen. Fakten und Vokabeln lassen sich am besten speichern, wenn du sie nach ein bis zwei Tagen nach dem ersten Lernen wiederholst. Dann noch mal nach einer Woche und dann wieder nach einem Monat. 30 % lesen, 70 % wiedergeben. Wenn du eine Stunde Zeit hast, um ein Gedicht auswendig zu lernen oder um eine Rede vorzubereiten, dann lerne 20 Minuten lang den Text und rezitiere ihn dann für 40 Minuten. Dieses Verhältnis führt normalerweise zu den besten Ergebnissen. Für den Notfall, stell ein Glas Wasser neben dich und nimm einen Schluck, wenn du den Faden verlierst. Unmittelbarer Selbsttest. Schließ das Lernen mit einem kleinen Quiz ab. Die unmittelbare Erinnerung in Form eines Tests oder einer kurzen Zusammenfassung kann die Gedächtnisleistung um bis zu 30 % steigern, weil es für dein Hirn viel anstrengender ist, etwas wiederzugeben, als etwas zu lesen. Bleiben diese Übungen langfristig in Erinnerung. Erzwinge es nicht. Motivation ist wie Hunger. Du kannst dich selbst nicht dazu zwingen, motiviert zu sein. Ebenso wenig, wie du jemanden dazu bringen kannst, hungrig zu sein. Falls du also gerade nicht hungrig bist, mach dir keine Sorgen. Nimm dir eine Pause und mach etwas anderes. Danke fürs Zuschauen. Als Ergänzung zu dieser Folge findest du viele weitere Videos in unserem Kanal. Wir freuen uns über eure Kommentare.

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