[0:00]Herzlich willkommen zu einem weiteren Video auf meinem Kanal. Wenn man sich aktuell die Aussagen auf Social Media, aber auch im direkten persönlichen Umfeld anhört oder liest, kommt ganz oft, dass die Grünen oder linksgrün versiffte an der derzeitigen Situation und damit sind fast immer die hohen Spritpreise gemeint schuld seien. Wobei es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Videos gut sein, dass die auch schon wieder gesunken sind, da die Marktmanipulatoren ihre Börsenpositionen nach dem Taco Tuesday wieder gedreht haben. Schauen wir uns dennoch heute die tatsächlich handelnden einfach mal an und analysieren, inwieweit die Linksgrünes Gedankengut in sich tragen. Beginnen wir mit den Mächtigen im Iran. Ob da momentan noch die Mullas oder die Revolutionsgarden das Sagen haben, spielt dabei eigentlich keine echte Rolle. Denn weiter von linksgrünen Ideen entfernt als die kann kaum noch jemand sein, oder vielleicht doch, dazu gleich noch mehr. Was sind denn klassische linksgrüne Themen? Friedensbewegung. Na gut, können wir beim Iran, der seit Jahrzehnten mit Hilfe der diversen Milizen wie Hutis, Hamas, Hisbollah und so weiter Kriege im Nahen Osten führt schon mal vergessen. Gern wird von linksgrüner Seite auch die Abschaffung des Patriarchats gefordert, was im Iran mit ganz viel Glück nur im Gefängnis endet. Ich denke, das können wir auch ad acta legen und ein Terrorregime, das sich nahezu ausschließlich durch den Verkauf von Öl und Gas finanziert, können wir wohl auch beim Thema Umweltschutz und Klimawandel nicht in der grünen Ecke verorten. Iran und Linksgrün können wir also abhaken. Wie sieht's in Israel aus? Immerhin machen die ein wenig in Richtung Umwelt und Klimaschutz, auch wenn deren Ziele, sagen wir mal höflich, nicht sonderlich ambitioniert sind. Was aber auch nicht weiter verwundert, das Land wird nicht nur von einem rechtsextremen Nationalisten angeführt, sondern dessen Parteibesetzt auch das Umweltministerium. Es gibt zwar theoretisch eine grüne Partei in Israel, die hat aber so wenige Stimmen bei den letzten Wahlen geholt, dass selbst eine FDP gegen die eine große Volkspartei wäre. Also auch der zweite Hauptakteur bei der Geschichte im Nahen Osten ist alles andere als linksgrün orientiert. Und dann haben wir da ja natürlich noch Trump. Noch einen rechtsextremen Nationalisten, der die Umweltschutzbehörde mit einem Öllobbyisten besetzen ließ und mal eben den Klimawandel für nicht existent erklärte. Grün ist in den USA höchstens noch ein Teil des Weidelandes in North Carolina, das war's dann aber auch. Ganz im Gegenteil, Trump forderte die amerikanischen Autobauer ja sogar auf, wieder Spritfessende Monster zu bauen. Allerdings steigen auch in den USA die Spritpreise, zwar auf einem viel niedrigeren Niveau als hier, aber es fangen z.B. die Farmer an wieder zu jammern. Erst hatten die Probleme als Trump mit seinen Zöllen den Agrarhandel zum Erliegen brachte. Dann ließ er ganz viele südamerikanische Erntehelfer deportieren, nachdem die ihm zur Wahl verholfen hatten, und nun halt höhere Spritpreise. Wer rechts wählt, verliert fast immer. Es gibt nur einige wenige, die sich dort drüben gerade dumm und blöd verdienen, nämlich die im direkten Umfeld von Trump, die vorher über seine Handlungen informiert werden und sich dann entsprechend an den Börsen positionieren. Macht die AFD hier ja im kleineren Rahmen genauso. Gut bezahlte Positionen werden mit Speichelleckern besetzt. Können oder wissen spielt keinerlei Rolle. Wer rechts wählt, gewinnt nur, wenn er es schafft in ein solches Umfeld zu gelangen. Alle anderen verlieren. Nee, das stimmt ja gar nicht. An unserer Lage hier sind nur wirklich die Grünen schuld. Echt? Sind sie das? Gern wird dann ja von Unwissenden auf die hohen Steuer auf Kraftstoffe wiesen. Lass uns die doch etwas genauer anschauen und den linksgrünen Einfluss darauf bewerten. Zuerst gehen wir etwas in der Geschichte zurück. Wisst ihr noch, wann die Grünen gegründet wurden? Ihr meint, die waren schon immer da? Nein, nicht wirklich. Die gibt es bei uns in Deutschland als Partei erst seit 1979. Wisst ihr, wann die Mineralölsteuer auf Diesel eingeführt wurde und vor allen Dingen von wem? Nicht? Hm, dann sage ich euch auch das. 1939 von den Rechten zur Finanzierung ihres Krieges. Moment mal, Krieg, Öl, Rechtsextreme, war da nicht was? Ja, das ist geschichtlich so, dass das immer irgendwie zusammenhängt. Ach ja, übrigens, seit 1994 ist die Ungleichbehandlung der Mineralölsteuer bei Benzin und Diesel konstant. Auf den Diesel werden 18,41 Cent weniger pro Liter aufgeschlagen. Das wurde damals eingeführt, um deutsche Speditionen gegenüber denen aus dem Osten etwas zu entlasten. Die findigen Autobauer nutzten das aber auch ganz konsequent, um ihre Traktormotoren im PKW zu etablieren. Ja, aber die Grünen, die Grünen haben die Mineralölsteuer, die nun halt Energiesteuer heißt, immer ansteigen lassen. Na, stimmt, in beiden Kabinetten Schröder, also rot-grün, stieg die Steuer etwas an. Wisst ihr, wann sie das letzte Mal erhöht wurde? Nicht, dann sage ich euch auch das. 2003, also vor 23 Jahren. Es gab in all den Jahren danach keinerlei Erhöhung der Mineralöl bzw. Energiesteuern auf Benzin und Diesel. Die sind seit 23 Jahren fix bei 65,45 Cent für den Liter Benzin und 47,04 für den Liter Diesel. Und wisst ihr, was da auch noch wichtig ist? Genau, die Angabe Cent pro Liter. Es ist vollkommen egal, auf wie viel die Ölkonzerne die Preise hochtreiben. Die Energiesteuer bleibt konstant. Die ganzen Memes, die angebliche Steuereinnahmen anhand der gestiegenen Spritpreise einfach hochrechnen, sind schlicht gelogen bzw. folgen einer rechten Agenda. Es gibt nur einen Steuerbestandteil, der tatsächlich steigt. Schauen wir uns aber erst noch einen weiteren angeblich grünen Steuerbestandteil an, nämlich die CO2-Abgabe. Ja, aber das ist jetzt ja nur wirklich nicht angeblich grün, sondern es kommt von denen. Na ja, wenn dann von den finnischen oder schwedischen, denn die beiden Länder haben bereits in den 90ern eine CO2-Abgabe eingeführt. Die in Schweden, es liegt nur am Rande erwähnt, derzeit etwa beim doppelten von uns. Zudem wurde unser nationaler Emissionshandel, der letztlich zu einer CO2-Besteuerung führte, ja auch erst 2020 eingeführt. Wird aber bereits nächstes Jahr durch den europäischen Emissionshandel ETS2 abgelöst. Derzeit beträgt diese Komponente bei uns 15,6 Cent für Benzin und 17,3 Cent für Diesel und wieder gerechnet auf den Liter. Es ist also auch hier völlig egal, wie hoch der Ölpreis steigt. Die Summe aus Energiekosten und CO2-Abgabe beträgt derzeit 81,05 Cent für Benzin und 64,34 Cent pro Liter Diesel. Und das bliebe auch so, wenn die Preise auf 100 € pro Liter anstiegen. Damit können wir auch diese seltsame Behauptung, die Regierung, welche auch immer, treibe die Preise in die Höhe, um mehr zu verdienen, ad acta legen. Es gibt nur einen einzigen Steuerbestandteil, der tatsächlich am Preis hängt, und das ist wie überall beim Konsum die Mehrwertsteuer. Die beträgt bekanntermaßen 19 % und das seit 2007, also auch schon fast 20 Jahre. Und auch da, die Grünen oder Linken hatten mit der damaligen Festsetzung herzlich wenig zu tun, dass war die Groko unter Merkel. Ach, da ist der Staat verdient sich da dumm und dusselig dran. Tja, nur blöd, dass sich da tatsächlich jemand dumm und blöd dran verdient, der Staat ist es aber nicht. Ich blende euch mal eine Grafik des ADAC ein. Ich denke, da wird niemand ernsthaft als linksgrün verhaftet bezeichnen. Die haben das für 2025 und 26 mal beispielhaft ausgerechnet. Nehmen wir als Beispiel den Diesel, der ist in diesem Vergleich von 1,61 auf 2,31, also muntere 70 Cent gestiegen. Wie vorhin gesagt, Energiesteuer und CO2-Abgabe blieben konstant. Die Mehrwertsteuer, also die einzigen variablen Einnahmen des Staates, stiegen von 25,7 Cent pro Liter auf 36,8. Ha, das ist ganze 11 Cent mehr pro Liter nur wegen der blöden Steuer. Ja, stimmt, wir haben aber gerade auch gesehen, dass der Preis in Summe um 70 Cent gestiegen ist. Fast 60 Cent sacken sich also die Ölkonzerne sich halt totlachend ein. Und damit haben wir die einzigen Preistreiber in dem ganzen Spiel. Ein paar rechtsradikale und nationalistische Regierungschefs und skrupellose Ölkonzerne sind die, die die Hauptschuld an dem Schlamassel tragen. Dazu kommen noch diejenigen Politiker in scheinbar unbeteiligten Ländern, die ihre Staaten nicht zu 100 % auf einen Kurs weg von fossilen Brennstoffen gebracht haben. Was an der Stelle aber dann der völlige Wahnsinn ist und an Dummheit wirklich nicht zu überbieten, sind Leute, die jetzt ausgerechnet rechtsradikale Dullis ohne jedes Zukunftskonzept wählen wollen. Schaut in die USA und wer dort am meisten unter den Rechten leidet. Ein Arbeiter, der tatsächlich glaubt, die AFD könnte hier irgendetwas im Land verbessern, wird zwangsläufig und ohne jeden Zweifel sein braunes Wunder erleben. Lest deren Programme, die geben offen zu, dass sie keinerlei Plan oder Fähigkeiten haben. Die können nichts und wollen uns nur wieder tiefer in Abhängigkeiten oder gar schlimmeres treiben.
[9:17]Ich habe das in letzter Zeit häufiger mal probiert und AFD Anhänger bzw. Politiker nach konkreten Dingen, wie sie die Lage der Bevölkerung verbessern wollen, gefragt. Als Antworten kamen genau gar nichts oder maximal die Senkung der Steuern auf Sprit. Da zeigt sich mal wieder die völlige Inkompetenz dieser Herzchen, denn solche Steuersenkungen würden sich die Ölkonzerne in die eigenen Taschen packen. Beim Bürger würde nichts ankommen, oder doch, aber nur negatives, da dem Staat dann ja auch noch Einnahmen wegbrechen. Und ja, ich weiß schon, was nun kommt, denn es werden mir jetzt bestimmt wieder diverse Leute vorwerfen wollen, dass ich ein linker oder grüner und da nicht objektiv sei. Da muss ich euch leider weiterhin enttäuschen. Ich bin und bleibe politisch heimatlos. Seh das Ganze also komplett nüchtern. Aber schreibt mir es gern in die Kommentare, wie ihr das seht. Habe ich etwas übersehen und sind doch irgendwelche linksgrünen an der aktuellen Lage schuld? Glaubt ihr gar den Versprechungen der Dullis, dass sie etwas verbessern würden? Macht ihr euch auch große Sorgen um die weltwirtschaftlichen Verschiebungen, die sich gerade ergeben? Ich bin wie immer auf eure Antworten gespannt.
[10:46]Ach ja, und falls es tatsächlich jemanden geben sollte, dem der anfänglich genannte Begriff Taco Tuesday nicht sagt. Das steht für Trump Always Chickens Out, also Trump zieht immer den Punkt Punkt Punkt ein. Und das passiert meistens am Dienstag, damit seine Buddies ihre Börsengeschäfte genau getimed abschließen bzw. drehen können. Wie gesagt, wenn Rechte regieren, verlieren die normalen Bürger immer. Aber leider verstehen das Bildungsferne nie, deswegen soll es das für heute mal wieder gewesen sein. Von eurem Stefan Lenz.



