[0:18]Einst da drein am leeren Strand, verborgen hinter grauem Stein, ein mächtiger Thron im Sande stand, soll eines Herrschers würdig sein. Nach alter Sage, weis' ein Wort, ist alle hundert Menschenleben, Opfergabe an diesem Ort, den nassen König ein Kind zu geben.
[0:59]So schreitet er mit traurig'nem Gang zu seinem alten Thron voran, Und aus den tiefen Augen starrt, ein gierig' Blick, er nahm es auch. Und packt das Kind auf seinem Sitze, zerrt es mit sich an seiner Hand. Es dröhnen Donner, es zucken Blitze, der König nimmt ihm mehr Verstand.
[1:52]Es trennt sich das Meer, und von weit her klingen die Schritte aus Wassers Mitte. Fein schnarrend, ein einsames Kind, er bleicht im Dunkel, kein Stern kann funkeln.
[2:14]Es trennt sich das Meer, und von weit her klingen die Schritte aus Wassers Mitte. Fein schnarrend, ein einsames Kind, er bleicht im Dunkel, kein Stern kann funkeln.
[2:51]Voll Sorge und voll Pein das Herz, der Mutter, die ihr Kind gegeben. Er trägt es stumm, blickt himmelwärts, sein Opfer schenkt ihr'n andern Leben. Das Opfer wanken, leise seh'n, der König ewiglich vereint. Dem Schicksal kann man nicht entgehen, gemeinsam durch den Fluch vereint.
[3:32]Sein Geiz erringt nach neuem Leben, nach jungen Seelen unberührt. Darauf versessen, nicht nachzugeben. Seit Ewigkeit durch Macht verführt. Und der bleibt er'n Thron bestehen, beständig durch den Strom der Zeit. Wenn wieder hundert Jahre vergehen, der König seine Gier befreit.
[4:26]Es schließt sich das Meer, und von weit her strahlt die Sonne, bringt Wärme und Wonne. Sanft überwinden, kein einziges Kind, dem Dunkel folgt Licht, neue Zeit anbricht.
[4:47]Es schließt sich das Meer, und von weit her strahlt die Sonne, bringt Wärme und Wonne. Sanft überwinden, kein einziges Kind, dem Dunkel folgt Licht, neue Zeit anbricht.



