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Erklärvideo zu Biodiversität

LEIFIphysik

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[0:00]Hallo ihr Lieben. In diesem kurzen Video wollen wir euch erklären, was biologische Vielfalt ist, von der wir im Alltag so oft sprechen. Die biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, lässt sich auf drei Ebenen beschreiben. Einmal als Vielfalt von Lebensräumen bzw. Ökosystemen. Darunter zählt z.B. das Ökosystem Wald, das Ökosystem Bach oder andere, die ihr vielleicht auch schon kennengelernt habt.

[0:30]Biologische Vielfalt findet man aber auch auf der Ebene der Arten. Zum Beispiel unterscheiden wir Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen, die man jeweils in noch viel kleinere Gruppen unterteilt. Biologische Vielfalt kann man aber auch innerhalb einer Art entdecken, denn jedes Lebewesen ist einzigartig und individuell. Schaut euch nur in eurem Klassenzimmer um, dann versteht ihr, was ich meine. Jeder sieht ein wenig anders aus und hat seine eigenen, ganz persönlichen Eigenschaften. Doch schauen wir einmal genauer hin.

[1:07]Ökosysteme oder Lebensräume setzten sich aus der sogenannten belebten und unbelebten Natur zusammen. Später spricht man auch von biotischen und abiotischen Faktoren. Das heißt, in einem Lebensraum findet man immer eine Lebensgemeinschaft von Organismen verschiedener Arten, sowie bestimmte Umweltbedingungen, die das Leben in diesem Ökosystem beeinflussen.

[1:30]Weltweit gibt es viele verschiedene Lebensräume: Meere, Flüsse, Wiesen, Wälder, Wüsten und noch viele mehr. Man kann sagen, dass jeder Zentimeter unserer Umwelt zu einem Ökosystem gehört. Sogar auf unserem Tisch, den wir für unseren Videodreh benutzen, leben hunderte winzig kleine Wesen.

[1:54]In den weltweit verschiedenen Ökosystemen herrschen unterschiedliche Umweltbedingungen, wie z.B. Temperaturen, Niederschlagsmengen, unterschiedliche Geländebeschaffenheiten und so weiter. Dementsprechend verschieden sind auch die Lebewesen, die man in einem Ökosystem finden kann. Innerhalb eines Lebensraumes gibt es wiederum viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten, die in gegenseitiger Wechselwirkung stehen, das heißt, sich gegenseitig beeinflussen. Schauen wir mal in dieses Beispiel. Der Baum produziert Sauerstoff, bietet dem Vogel Lebensraum und Nahrung. Im Gegenzug kümmert sich der Vogel um die Fortpflanzung des Baumes. Auch der Hase als Pflanzenfresser frisst die verschiedenen Pflanzen im Wald. Er wiederum wird von einem Fleischfresser gefressen, wie z.B. dem Fuchs. Am Ende werden alle Lebewesen nach ihrem Tod durch Bakterien zersetzt und als CO2 wieder an die Pflanzen abgegeben. Diese verschiedenen Prozesse funktionieren mit allen möglichen Arten in unterschiedlichsten Kreisläufen auf unserer Erde. Wir kennen 1,7 Millionen Arten, doch 14 Millionen wird es wohl insgesamt geben, die wir noch gar nicht kennen. So vielfältig die Arten global auch sind, so vielfältig können aber auch Individuen innerhalb einer Art sein. Jedes Lebewesen prägt Merkmale einzigartig und unverwechselbar aus. Kein Tier und keine Pflanze ist einer anderen genau gleich. Man spricht auch von biologischer Vielfalt des Genoms.

[3:22]Diese ganze biologische Vielfalt entsteht über lange Zeit durch viele Faktoren. Später spricht man von Rekombination, Mutation und Modifikation, Isolation, Selektion und Gendrift. Diese vorhin gezeigten Ebenen der Biodiversität zeigen, wie komplex und unfassbar groß die biologische Vielfalt auf unserem Planeten ist. Wie schon erwähnt, gibt es eine riesige Menge an Arten, die wir noch nie gesehen haben. Diese leben in einem weltweiten Netz aus Lebensräumen.

[3:59]Alle Ökosysteme weltweit stehen in Wechselwirkung zueinander. Die Übergänge zwischen den Lebensräumen sind fließend. Es findet ein permanenter Austausch von Stoffen und Energien statt. Ökosysteme sind dynamisch, das heißt, sie verändern sich ständig. Äußere und innere Einflüsse führen zum Wandel der Lebensräume. Umweltbedingungen sind nicht konstant. Arten können jederzeit entstehen und Arten können auch jederzeit wieder verschwinden. Die Biodiversität wandelt sich ständig, je nachdem, wie verschiedene Einflüsse wirken. Biodiversität entsteht über sehr lange Zeiträume und ist deshalb für uns nur sehr schwer zu begreifen. Dennoch greifen wir tagtäglich in die biologische Vielfalt ein. Jedes Jahr verschwinden ca. 11.000 Arten von unserem Planeten und insgesamt sind 75 % der Ökosysteme gefährdet. Wir verschmutzen die Gewässer durch Abfälle und Abwasser und vereinigen Meere und Flüsse. Durch Monokulturen, die wir anbauen, um unseren Nahrungsbedarf zu decken, verdrängen wir die natürliche biologische Vielfalt in einem Lebensraum. Wir konzentrieren uns nur auf starke, widerstandsfähige und ertragreiche Arten. Ebenso übernutzen wir Ressourcen, das heißt, wir fällen z.B. Wälder oder übernutzen Fischbestände, die sich dann in dieser kurzen Zeit nicht regenerieren können. Auch zersiedeln wir die Landschaften, das heißt, wir drängen die natürliche Vielfalt in einem Lebensraum zurück, um z.B. Städte, Infrastruktur und Freizeitmöglichkeiten zu erschaffen. Auch durch den Menschen produzierte Treibhausgase führen zum schnellen Klimawandel, der sich wiederum extrem auf die biologische Vielfalt auswirkt. Das Wichtige dabei ist, dass ökologische Probleme kein lokales Problem sind, da sie durch den permanenten Stoff- und Energiewechsel in andere Ökosysteme und Regionen getragen werden und sie so global ausbreiten können. Doch ihr fragt euch jetzt, was kann ich tun, dass der Regenwald abgeholzt wird? Das ist eine spannende Frage. Natürlich könnt ihr nicht auf einmal die Welt retten. Doch wir werden euch nun in der virtuellen Exkursion zeigen, wie ihr Biodiversität vor eurer Haustür finden und schützen könnt. Wir wünschen euch auf dieser virtuellen Exkursion ganz viel Spaß und hoffen, dass ihr Biodiversität in all ihren Facetten vor eurer Haustür und vielleicht auch darüber hinaus entdecken und schützen könnt.

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