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Goethe Zertifikat B2#Hören 1#FLIHYD#German#

FLI HYD

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[0:07]Goethe-Institut. Goethe-Zertifikat B2 für Erwachsene. Modellsatz. Hören. Das Modul Hören hat vier Teile. Sie hören mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Lesen Sie jeweils zuerst die Aufgaben und hören Sie dann den Text dazu. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung. Vergessen Sie bitte nicht, Ihre Lösungen auf den Antwortbogen zu übertragen. Dazu haben Sie nach dem Modul Hören 5 Minuten Zeit. Bitte markieren Sie deutlich und verwenden Sie keinen Bleistift. Am Ende jeder Pause hören Sie dieses Signal.

[0:55]Wörterbücher und Mobiltelefone sind nicht erlaubt. Hören Teil 1. Sie hören fünf Gespräche und Äußerungen. Sie hören jeden Text einmal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung. Lesen Sie jetzt das Beispiel. Dazu haben Sie 15 Sekunden Zeit.

[1:46]Ich wollte mich nach dem Ferienprogramm erkundigen. Ab wann kann man sich denn anmelden? Wie immer, ab dem 1. Juni. Das Programm steht ab nächster Woche im Internet. Dann kann man sich auch über das Internet anmelden. Für die kostenlosen Angebote, ja. Wenn das ein kostenpflichtiges Angebot ist, musst du dich bei uns anmelden. Und wann bezahlt man dann? Direkt bei der Anmeldung, hier bei einem unserer Mitarbeiter. Sonst können wir den Platz nicht reservieren.

[2:24]Lesen Sie jetzt die Aufgaben 1 und 2.

[2:49]Warum liest du Romane? Dabei kann ich mich gut entspannen. Wenn ich lese, vergesse ich die Welt um mich herum. Ich befinde mich in einer märchenhaften Welt, kann mit den Romanhelden fühlen und die Geschichte miterleben. Danach fühle ich mich wie andere nach einem Bad oder nach der Sauna. Filme mag ich nicht so sehr, das ist mir alles viel zu real. Da jagt eine Szene die nächste, man kommt gar nicht zum Nachdenken.

[3:22]Lesen Sie jetzt die Aufgaben 3 und 4.

[3:46]Unser nächstes Thema in der Wirtschaftswoche. In vielen Ländern gibt es schon keine 1-Cent-Münzen mehr, und auch die anderen Münzen und Geldscheine werden immer seltener benutzt. Die Leute zahlen lieber mit ihrer Bank oder Kreditkarte. Ja, richtig. Vor allem, wenn sie im Internet einkaufen oder auf Reisen sind, das ist sehr nützlich. Weil man dann zum Beispiel sein Geld nicht mehr umtauschen muss. Außerdem gibt es in manchen Ländern Geschäfte, in denen man mit Karte zahlen muss, die nehmen gar kein Bargeld mehr an. Bald wird überall nur noch mit Karte bezahlt, da bin ich mir sicher.

[4:30]Lesen Sie jetzt die Aufgaben 5 und 6.

[4:56]Wie war denn dein Praktikum eigentlich? Mein Praktikum? Das war echt toll. Ich war ja in der Anwaltskanzlei und habe einen echt guten Einblick in ihre Arbeit bekommen. Ich konnte sogar zu ein paar Terminen bei Gericht mitgehen, das war sehr spannend. Aber auch die anderen Aufgaben haben mir gefallen. Natürlich musste ich auch mal Kaffee kochen oder Kopien machen, aber das war nicht schlimm. Ich konnte mich sogar in Fälle einlesen, die für mein Seminar in Verfassungsrecht echt hilfreich sind.

[5:36]Lesen Sie jetzt die Aufgaben 7 und 8.

[6:00]Es gibt immer mehr Unfälle mit Radfahrern. Experten wollen deswegen, dass Fahrradfahren sicherer wird. Eine Idee ist, dass jedes Fahrrad wie ein Auto ein Nummernschild haben muss. Das Problem: Radfahrer sind schuld an einem Unfall, wenn sie einfach bei Rot über die Ampel fahren und zwei Autos deswegen zusammenstoßen. Wenn der Radfahrer einfach wegfährt, weiß die Polizei nicht, wer das war. Mit einem Nummernschild, wie beim Auto, könnten die Polizisten das aber herausfinden. Schließlich fanden die Experten den Vorschlag aber doch zu unpraktisch.

[6:44]Lesen Sie jetzt die Aufgaben 9 und 10.

[7:10]Ich finde das Seminar bei Professor Köster echt gut. Ja, ich auch. Hast du schon ein Thema für das Referat? Nein, habe ich noch nicht. Ich habe auch ehrlich gesagt gar keine Idee. Hast du denn schon eine? Nein, auch noch nicht. Aber ich habe mir schon ein paar Gedanken gemacht und werde nächste Woche in seine Sprechstunde gehen. Worüber würdest du denn gerne sprechen? Ich würde gerne darüber referieren, wie Afrika in der neueren deutschen Literatur dargestellt wird. Also, wie zum Beispiel afrikanische Figuren in Romanen dargestellt werden. Toll.

[7:57]Hören, Teil 2. Sie hören im Radio ein Interview mit einer Persönlichkeit aus der Wissenschaft. Sie hören den Text zweimal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 11 bis 16. Dazu haben Sie 90 Sekunden Zeit.

[9:55]Ich begrüße heute Dr. Helene Neuhaus, Leiterin des Instituts für gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion. Sie sagt, wir müssen unsere Ernährungsgewohnheiten und unsere Lebensmittelproduktion in Zukunft radikal umstellen. Fangen wir mal mit der Ernährung an. Frau Neuhaus, was muss sich da vor allem ändern? Auf jeden Fall ist es gut, wenn wir uns über die Folgen unserer Ernährung bewusst werden. Was bedeutet es für die Umwelt, wenn ich mich für ein bestimmtes Essen entscheide? Was hat das für Konsequenzen, wenn ich Fisch oder Rindfleisch wähle, oder wenn ich mich stattdessen vegetarisch ernähre? Das heißt, vielleicht Sojabohnen oder Erbsen esse, um Proteine zu mir zu nehmen. Bleiben wir vielleicht mal beim Fleisch, weil ja viele sagen, das können wir uns auf Dauer gar nicht leisten, so viel Fleischkonsum. Wie ernähren wir die wachsende Weltbevölkerung, ist ja die Frage, die dahinter steht. Wir beobachten heute, es gibt in vielen Ländern immer mehr Menschen, die sich Fleisch leisten können. So entsteht eine wachsende Nachfrage nach Fleisch. Man kann dort aber nicht einfach die Fleischproduktion entsprechend erhöhen. Aber womit lässt sich Fleisch denn ersetzen? Eine mögliche Alternative sind Insekten. Also zum Beispiel Käfer oder ähnliches. Frittiert schmecken sie ähnlich wie die Haut von Brathähnchen. Man kann Insekten auch karamellisieren oder in Schokolade tauchen. Sie lassen sich auch gut für verarbeitete Produkte nutzen, z.B. Insektenriegel statt Schokoriegel. Die Zubereitung kennt keine Grenzen. Haben Sie solche Insektenriegel schon probiert? Meine Kollegin hat sie gekostet. Sie sagt, sie sind sehr lecker. Warum ist in Asien der Insektenkonsum in den letzten Jahren so stark gestiegen? Dort war das Essen von Insekten schon immer eine Selbstverständlichkeit. Früher hat man Käfer, Raupen und viele andere Insekten im Wald und auf Feldern mühsam gesammelt. Heutzutage dagegen werden sie in landwirtschaftlichen Betrieben gezüchtet. Ein zweites großes Thema ist dafür sie das Umdenken bei der Landwirtschaft. Ein aktueller Trend in westlichen Metropolen ist es, Gemüse im Hochhaus oder in Gärten in der Stadt anzubauen. Was sagen Sie dazu? Also, ich halte das für sehr zukunftsweisend. Denn da spart man vor allem Wasser, da spart man Dünger. Es rentiert sich auf jeden Fall für den Anbau von Salat und Kräutern. Allerdings ist der Anbau sehr stromintensiv. Und für die Produktion anderer Nutzpflanzen wie Weizen und Kartoffeln werden immer noch große Flächen gebraucht. Sie forschen ja auch zum Thema individualisierte Landwirtschaft. Was ist das genau? Es geht darum, mehr Rücksicht auf die Lebensqualität der Tiere zu nehmen. Das z.B. in der Milchproduktion ein Computer erkennt, ob und wie viel Milch die Kuh gerade hat. Eigentlich ist es nur eine intelligente Melkmaschine, die da eingesetzt wird. Herzlichen Dank, Frau Dr. Neuhaus, für dieses interessante Gespräch. Gerne.

[13:34]Lesen Sie jetzt die Aufgaben 11 bis 16. Dazu haben Sie 90 Sekunden Zeit. Ich begrüße heute Dr. Helene Neuhaus, Leiterin des Instituts für gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion. Sie sagt, wir müssen unsere Ernährungsgewohnheiten und unsere Lebensmittelproduktion in Zukunft radikal umstellen. Fangen wir mal mit der Ernährung an. Frau Neuhaus, was muss sich da vor allem ändern? Auf jeden Fall ist es gut, wenn wir uns über die Folgen unserer Ernährung bewusst werden. Was bedeutet es für die Umwelt, wenn ich mich für ein bestimmtes Essen entscheide? Was hat das für Konsequenzen, wenn ich Fisch oder Rindfleisch wähle, oder wenn ich mich stattdessen vegetarisch ernähre? Das heißt, vielleicht Sojabohnen oder Erbsen esse, um Proteine zu mir zu nehmen. Bleiben wir vielleicht mal beim Fleisch, weil ja viele sagen, das können wir uns auf Dauer gar nicht leisten, so viel Fleischkonsum. Wie ernähren wir die wachsende Weltbevölkerung, ist ja die Frage, die dahinter steht. Wir beobachten heute, es gibt in vielen Ländern immer mehr Menschen, die sich Fleisch leisten können. So entsteht eine wachsende Nachfrage nach Fleisch. Man kann dort aber nicht einfach die Fleischproduktion entsprechend erhöhen. Aber womit lässt sich Fleisch denn ersetzen? Eine mögliche Alternative sind Insekten. Also zum Beispiel Käfer oder ähnliches. Frittiert schmecken sie ähnlich wie die Haut von Brathähnchen. Man kann Insekten auch karamellisieren oder in Schokolade tauchen. Sie lassen sich auch gut für verarbeitete Produkte nutzen, z.B. Insektenriegel statt Schokoriegel. Die Zubereitung kennt keine Grenzen. Haben Sie solche Insektenriegel schon probiert? Meine Kollegin hat sie gekostet. Sie sagt, sie sind sehr lecker. Warum ist in Asien der Insektenkonsum in den letzten Jahren so stark gestiegen? Dort war das Essen von Insekten schon immer eine Selbstverständlichkeit. Früher hat man Käfer, Raupen und viele andere Insekten im Wald und auf Feldern mühsam gesammelt. Heutzutage dagegen werden sie in landwirtschaftlichen Betrieben gezüchtet. Ein zweites großes Thema ist dafür sie das Umdenken bei der Landwirtschaft. Ein aktueller Trend in westlichen Metropolen ist es, Gemüse im Hochhaus oder in Gärten in der Stadt anzubauen. Was sagen Sie dazu? Also, ich halte das für sehr zukunftsweisend. Denn da spart man vor allem Wasser, da spart man Dünger. Es rentiert sich auf jeden Fall für den Anbau von Salat und Kräutern. Allerdings ist der Anbau sehr stromintensiv. Und für die Produktion anderer Nutzpflanzen wie Weizen und Kartoffeln werden immer noch große Flächen gebraucht. Sie forschen ja auch zum Thema individualisierte Landwirtschaft. Was ist das genau? Es geht darum, mehr Rücksicht auf die Lebensqualität der Tiere zu nehmen. Das z.B. in der Milchproduktion ein Computer erkennt, ob und wie viel Milch die Kuh gerade hat. Eigentlich ist es nur eine intelligente Melkmaschine, die da eingesetzt wird. Herzlichen Dank, Frau Dr. Neuhaus, für dieses interessante Gespräch. Gerne.

[17:18]Ende Teil 2. Hören. Teil 3. Sie hören im Radio ein Gespräch mit mehreren Personen. Die Personen sprechen über alternative Wohnformen. Sie hören den Text einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe. Wer sagt das?

[17:39]Lesen Sie jetzt die Aufgaben 17 bis 22. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.

[18:51]Schön, dass Sie mit dabei sind hier bei Radio Lola. Heute geht es um die Frage: Wohnungsnot und steigende Mietpreise. Welche Alternativen gibt es eigentlich in Städten wie Berlin, München und Hamburg? Sind Wohngemeinschaften ein Ausweg aus der Wohnungsnot? Mein erster Gast im Studio ist Lisa Gerster. Sie hat vor zwei Monaten ihr Studium abgeschlossen. Hallo. Hallo. Sie haben Erfahrungen mit Wohngemeinschaften? Ja, das kann man sagen. Seit meinem Studium wohne ich in einer WG, also einer Wohngemeinschaft. Das sind jetzt fünf Jahre. Da konnten Sie sicher einige Erfahrungen sammeln. Außerdem begrüße ich im Studio Emma Lück, eine Seniorin, die eine andere Möglichkeit des Zusammenlebens ausprobiert. Ja, guten Tag. Frau Gerster, wie kam es denn dazu, dass sie in eine Wohngemeinschaft eingezogen sind? Als ich zum Studium nach Berlin kam, hatte ich nicht viel Geld und zog in eine WG, also eine Wohngemeinschaft. Und da es nach dem Studium als Geisteswissenschaftlerin mit anständig bezahlten Stellen im Moment schlecht aussieht, bleibe ich vorerst dort wohnen, bis ich richtig Geld verdiene. Ja. Ich wohne selbst in einer WG. Finanziell kann sich das schon lohnen. Immer mit anderen zusammen zu sein kann manchmal aber auch schwierig sein. Ständig ist jemand laut oder will was von dir. Braucht man nicht auch einmal einen Rückzugsort? Klar. Rückzugsräume sind wichtig. Bei mir gilt halt, wenn die Tür zu ist, dann ist sie zu. Aber man braucht die Tür nur wieder aufzumachen und schon hat man Mitbewohner und Vertraute für Gespräche. Und deren Freunde werden oft irgendwann auch zu eigenen Freunden. Und deine Mitbewohner stört es nicht, wenn bei dir die Tür zu ist? Eigentlich nicht. Dasselbe gilt ja für alle. Wenn man Ruhe haben möchte, geht man in sein Zimmer. Okay. WGs sind ja jetzt nichts Neues. Neu ist aber, dass selbst ältere Leute nicht mehr alleine leben wollen und sich Gemeinschaften bilden. Frau Lück, sie sind Bewohnerin eines Mehrgenerationenhauses. Was muss man sich darunter vorstellen? Ja, wie soll ich das sagen? Ich wohne zusammen mit neun anderen Personen. Jeder hat seine eigene kleine Wohnung. Ist das so eine Art Altersheim? Eben nicht. Das würde mir nicht gefallen. Bei uns ist die jüngste Hausbewohnerin vier Wochen alt. Ich selbst bin die älteste. Ich finde, genau wie verschiedene Interessen, halten verschiedene Generationen ein Haus spannend. Interessant. Wo genau sehen Sie die Vorteile? Ach, manchmal habe ich Probleme mit den Knien. Da geht dann eine von den jungen Müttern aus dem Haus für mich einkaufen. Dafür passe ich dann abends gern mal auf ihre zwei kleinen Kinder auf. Es ist also ein Geben und Nehmen? Genau. So kann man das sagen, das ist schon sehr praktisch. Zum Schluss eine Frage an Sie beide. Ist Mitte 20 das perfekte Alter für das Leben in einer Gemeinschaft oder lieber Mitte 60? Ich glaube, dass Gemeinschaften tatsächlich ganz besonders geeignet sind für Leute im Rentenalter, die manchmal Hilfe brauchen. Viele mit 25 leben ganz gern als Paar zusammen oder allein. Da kann man sich noch selber helfen. Danke Ihnen beiden für den interessanten Einblick. Was denken Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, zu unserem Thema? Rufen Sie uns an. Hier unsere Telefonnummer 0800.

[22:57]Ende Teil 3. Hören. Teil 4. Sie hören einen kurzen Vortrag.

[23:06]Der Redner spricht über das Thema bessere Arbeitstechniken. Sie hören den Text zweimal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 23 bis 30. Dazu haben Sie 90 Sekunden Zeit.

[25:07]Herzlich willkommen, meine sehr verehrten Damen und Herren, zu meinem Vortrag Ordnung im Kopf. Ich bin Jochen Kinigard von der Universität Bonn. Wer kennt das nicht? Man versucht zu arbeiten, doch ständig wandern die Augen zu den ungelesenen E-Mails auf dem Bildschirm, zum blinkenden oder klingelnden Handy oder den noch zu erledigenden Aufgaben. Bis zu 23 Minuten kann es nach solchen Störungen dauern, bis wir wieder fokussiert arbeiten und im Flow sind, wie wir das nennen.

[25:53]Seien wir doch mal ehrlich. Zerstreuung ist ein Merkmal unserer Zeit. Den gesamten Tag füttern wir unser Hirn mit leeren Kalorien. Das heißt, mit Dingen, die nicht zu der eigentlichen Aufgabe gehören. Meist hat das nichts mit Schwierigkeit oder Komplexität zu tun, sondern dass wir Dinge ungefiltert in unseren Kopf lassen. Es scheint unmöglich, voll konzentriert zu arbeiten. Es andauernd zu versuchen kostet Kraft und ist wenig zielführend. Aber dass wirklich konzentrierte Arbeiten ohne Ablenkungen schafft das größte Hochgefühl. Mehrere Dinge gleichzeitig zu tun hilft dagegen nichts. Es werden zwar mehrere Dinge parallel erledigt, jedoch leidet das Ergebnis stark darunter. Pro Aufgabe, die dazu kommt, verringert sich die Fähigkeit, die eigene Leistung zu beurteilen. Was aber bekanntlich hilft, ist Dinge ins externe Gedächtnis zu verschieben. Das tut man, indem man z.B. Adressen aufschreibt oder Einkaufslisten. Dadurch kann sich das Gehirn auf andere Dinge konzentrieren. Auch Ausdauersport an der frischen Luft und Ruhepausen helfen dabei, den Kopf frei zu bekommen. Lassen Sie mich ein Beispiel geben. Ruhepausen sind per Gesetz vorgeschrieben, vom Arbeitgeber oft stark reguliert. Fluglotsen beispielsweise machen alle zwei Stunden 30 Minuten Pause. Das empfinde ich als Wissenschaftler als richtig. Sonst käme es zu Fehlern. Und auch wenn einige sie oft als unwichtig abstempeln, so kommen uns gute Ideen oft genau dann, wenn wir nicht an die Arbeit denken. Beim Arbeiten unter Zeitdruck kommen ebenfalls oft die besten und kreativsten Ideen. Vorherige Denkblockaden, also im Kopf nicht weiterzukommen, lösen sich oft auf und der zeitliche Druck wird nicht als stressig, sondern als motivierend empfunden. Zusammenfassend kann ich nur sagen, es ist wichtig, Ablenkungen als solche zu erkennen und, wenn möglich, gar nicht erst entstehen zu lassen. Es geht nicht darum in Zukunft nicht mehr auf äußere Einflüsse zu reagieren. Meiner Meinung nach reicht es beispielsweise, die E-Mails alle zwei bis drei Stunden anzusehen und dazwischen voll konzentriert zu arbeiten. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, meine Damen und Herren.

[38:28]Ende des Moduls Hören.

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