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Aufgedeckt: Die Hintergründe für Goldpreis-Manipulation im IRAN-Krieg!

Klartext Finanzen - RealUnit Schweiz AG

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[0:00]Dahinter steckt doch ein Plan. Wir sehen den Trump. Er wird in den Medien oft als völlig irre und verrückt dargestellt, aber das ist gefährlich, dass man dahinter einfach nur Chaos sieht, sondern man muss akzeptieren, wir leben jetzt in einer Umbruchszeit. Der alte Hegemon USA, der hat jetzt begonnen, die letzten Plünderungen in der Welt durchzuführen, weil im Hintergrund bricht ihm sein gigantisches Schulden System das Genick. Es ist so ein bisschen, habe ich das Gefühl, dass man so die Augen zukneift und hofft, dass es doch irgendwie gut geht, weil das Problem, was gerade auf uns zurollt, das ist so gigantisch. Das heißt, da reden wir nicht über 20, 30, 40 % Rückgang an den Börsen, sondern da geht es um viel elementarere Sachen, dann ist nämlich das gesamte System in Frage gestellt. Ich glaube einfach, die meisten haben so Angst davor, so ein Szenario einzupreisen, dass es gar keine Option ist. Das heißt, also es kann nicht sein, was nicht sein darf. Deutschland steuert auf einen aktiven Kriegsanzatz 2029 zu. Das heißt, also das, was wir an Freiheitsrechten, Eigentumsrechten oder Meinungsfreiheit auch kennen aus der Friedenszeit, das ist dann vorbei. Man hat jetzt noch ein knappes Zeitfenster von vielleicht zweieinhalb Jahren. Wenn man es bis dahin nicht geschafft hat, sein Vermögen kriegstüchtig gemacht zu haben, dann wird man mit Sicherheit nicht zu den Gewinnern gehören, weil das zeigt ja auch die Erfahrung. Die Leute, die bis zuletzt blindes Vertrauen an den Tag gelegt haben, das wird ja schon alles gut werden, die haben halt alles verloren. Wenn die Aktienmärkte crashen, die Menschen ihre Jobs verlieren, ihre Sicherungssysteme, dann wollen die Menschen nur eins und zwar, dass das System stabil bleibt. Und dafür sind sie auch bereit radikale Maßnahmen zu akzeptieren. Herzlich willkommen bei Klartext Finanzen. Heute habe ich mit meinem Kollegen Dietmar Peetz über die geopolitische Großwetterlage gesprochen. In diesem Gespräch erfahren Sie, wie Sie als Anlegerin und Anleger bestmöglich ihr Vermögen über diese Krisenzeit hinweg schützen können. Und speziell interessant fand ich auch die Begründung, weshalb Gold während dem Iran-Krieg gefallen ist und nicht gestiegen. Wenn Sie das Gespräch bis am Ende schauen, erfahren Sie, wie Sie das E-Book von Dr. Dietmar Peetz im Wert von 30 € geschenkt kriegen. Und damit viel Spaß mit dem Video. Herzlich willkommen bei einer neuen Ausgabe von Klartext Finanzen. Heute mit meinem Kollegen Dietmar Peetz, der bei der Real Estate Schweiz AG für die Anlagen zuständig ist. Lieber Dietmar, heute sprechen wir über die geografische Weltlage, Großwetterlage. Es vergeht ja kein Tag, da nicht eine riesen Schlagzeile auf uns niederprallt und man sich wieder fragt, was hat jetzt das wieder für eine Auswirkung auf mein Depot und so weiter. Und das Ziel heute vom heutigen Gespräch ist, das Ganze einzuordnen und Klarheit zu schaffen. Jetzt starten wir mit dem Iran-Krieg. Da geht es ja nach deiner Meinung, das hast du mir schon im Vorfeld gesagt, ja nicht nur um Öl oder um historische Themen, wie Iran Programm beenden oder Frauenrechte. Wie kommst du darauf? Ja, also Iran ist ein Puzzleteil in einem ganz großen Veränderungsprozess. Und wenn man sich jetzt diese einzelnen Krisenherde in der Welt anschaut, von Iran, Ukraine, Grönland, Taiwan, da sieht man gar nicht, dass dahinter ein gemeinsames Muster besteht. Das gemeinsame Muster ist, dass wir einen Systemwechsel erleben. Das ist kein normaler Zyklus, sondern das ist ein Symptom eines großen Machtwechsels, der in der Form ungefähr alle 100 Jahre stattfindet. Jetzt ist ja die Aufmerksamkeit ganz auf Iran fokussiert und wir sind alle auch, ja, fassungslos, mit welcher Vehemenz, mit welcher Eskalationsdynamik das ganze sich verselbständigt hat. Und dazu muss man sagen, dahinter steckt doch ein Plan. Wir sehen den Trump, er wird in den Medien oft als völlig irre und verrückt dargestellt, aber das ist gefährlich, dass man dahinter einfach nur Chaos sieht, sondern man muss akzeptieren, wir leben jetzt in einer Umbruchszeit. Der alte Hegemon USA, der hat jetzt begonnen, die letzten Plünderungen in der Welt durchzuführen, weil im Hintergrund bricht ihm sein gigantisches Schuldensystem das Genick. Und jetzt ist Flucht nach vorne angesagt. Das heißt, wir sehen, dass gerade die Welt sich neu orientiert außerhalb der USA, die USA verlieren die Kontrolle endgültig und es geht darum, das möglichst lange noch aufzuhalten. Aber die Realität ist, dass 75 % der Weltbevölkerung, auch 60 % von dem Bruttoinlandsprodukt der Welt, also insgesamt, befinden sich innerhalb von Eurasien. Und für die Amerikaner und vorher auch die Briten war es immer elementar wichtig, ihre Macht, ihren Machtanspruch in der Welt damit durchzusetzen, dass sie einen Keil zwischen Europa und Asien getrieben haben, weil die größte Sorge der Briten und auch jetzt der Amerikaner ist, dass sich beide Kontinente verbinden und dass sie damit die Kontrolle über die Seewege verlieren, weil damit eben ist auch die das Ende der Sanktionspolitik angesetzt und eben auch das Ende der allgemeinen Vorherrschaft in der Welt. Mhm. Aber warum, warum folgen all diese Maßnahmen jetzt zum jetzigen Zeitpunkt? Wie kannst du das erklären? Also es gibt eigentlich zwei Gründe, warum das jetzt alles kulminiert, sich alles so auftürmt. Das eine ist, wir wissen, dass die Amerikaner, was die Schuldensituation angeht, praktisch auf dem letzten Loch pfeifen. Das heißt, sie haben so viel Schulden angesammelt, dass die Refinanzierung, jetzt werden ja sehr sehr viele Schulden, Staatsschulden in USA fällig, wir reden da über Billionen an Schulden und die müssen refinanziert werden. Und das ist ein großes Problem, weil das knappste Gut auf der Welt, das ist nicht Bitcoin oder Gold oder seltene Erden. Das knappste Gut auf der Welt, das ist der marginale Schuldner, das heißt, die Person, der ich meine Schulden noch reindrücken kann. Und wir haben jetzt die Situation, dass die Weltwirtschaft oder insgesamt das System es nicht mehr absorbieren kann, diese zusätzlichen Schulden, die die USA fortgesetzt generieren. Sie müssen auch diese Schulden generieren für die Refinanzierung bestehen, da Schulden und das bringt sie jetzt wirklich in der prekäre Situation. Man kann das sehr schön auch zeigen, dass mit jeder weiteren Einheit Schulden das Bruttoinlandsprodukt in den USA nicht mehr gesteigert wird, sondern jetzt sogar negativ geht, weil einfach die Zinsen so viel an an an Substanz absorbieren, dass es in der Realwirtschaft überhaupt nicht mehr ankommt. Das ist der eine Faktor, das hat, wie gesagt, eine lange Zeit gebraucht, bis wir jetzt diese Kapazitätsgrenze erreicht haben. Der andere jetzt zentrale Faktor, warum das alles passiert ist, da muss man ein Jahr zurückgehen, April 2025 wurde eine ganz ganz wichtige Eisenbahnlinie zwischen Iran und China fertiggestellt. Und das ist eine, das ist ein Gamechanger, kann man sagen. Das heißt, zum ersten Mal ist es für Landmächte möglich ungestört von amerikanischen Sanktionen Welthandel über den Landweg zu zu durchzuführen. Und das ist ja Teil von dieser großen Belt and Road Initiative, also die alte Seitenstraße, die die Chinesen damit wieder beleben. Und das ist enorm von der Dimension her, das heißt, wir reden da auch darüber, dass ähm der Handel in zwischen Iran und China, das das macht dann jetzt 60 % aus über diese Eisenbahnlinie und man schätzt, dass sogar 40 % des Welthandels zukünftig darüber abgewickelt werden könnte. Und da muss man sagen, diese Netze, Handelsrouten, Seerouten, Kommunikationsnetze, alle diese Netze sind Machtinstrumente. Man muss diese Netze kontrollieren, um Macht ausüben zu können. Und jetzt ist die Situation, dass die Amerikaner sehen, dass eben ihre Macht erodiert, weil sie die Seewege nicht mehr kontrollieren bzw. sie sind jetzt fragil geworden. Wenn eben der über diese äh über diese Eisenbahnstrecken sich etabliert, dann kann man noch so viele Flugzeugträger mobilisieren, die spielen dann keine Rolle. Und im Gegenteil, das ist jetzt noch ein dritter Faktor, man sieht jetzt durch die neue Kriegsführung, das heißt, also eben Drohnen und auch Interkontinentale ballistische Raketen. Das hat dazu geführt, dass eben diese Schiffe wie bei einer Tortenjagd darum liegen und als einfache Ziele anzugreifen sind. Und das ist auch wieder ein kompletter Gamechanger, das hat es seit 500 Jahren nicht gegeben, dass eine Seenation derart herausgefordert wird. Also was man sehen kann ist, die USA mit ihrer gigantischen Verschuldung und auch die Welt, wenn wir die noch dazu nehmen. 340 Billionen oder wie viel auch immer an an Schulden, die aufgetürmt worden sind, die sind alle zu einer Zeit mehr oder weniger aufgenommen worden, wo die Zinsen nah Null waren oder sehr niedrig. Und wir kommen jetzt in eine Zeit, wo die Zinsen steigen, wo die Refinanzierung so teuer geworden ist, dass es für Staaten fast unmöglich geworden ist, die Sozialprogramme aufrecht zu erhalten oder einfach den normalen Betrieb zu finanzieren. Also das sind Sachen, die sind jetzt alle zusammen gekommen, alle gleichzeitig und die führen zu Verzweiflung, zu Verzweiflungstaten. Mhm. Und da gibt es ja sicher geschichtliche Parallelen, ähm mit der hohen Verschuldung, nicht in in effektiven Zahlen, sondern im Verhältnis zum zum BIP. Kann man aus diesen geschichtlichen Lehren Schlüsse ziehen, wie es weitergehen könnte? Ja, also da muss man grundsätzlich unterscheiden, es gibt so Kipppunkte und man kann historisch immer schauen, wenn ein Staat mehr Geld ausgeben musste für Zinsen, relativ z.B. zum Militär, dann kippte irgendwann auch die die militärische Dominanz. Und das ist in früheren Hegemonen immer die Situation gewesen, wenn man jetzt eine eine Mittelmacht ist, wie z.B. Deutschland, ähm und man hat überhaupt keinerlei militärische Macht mehr, dann endet das System viel viel früher. Und wenn man den Vorteil hat, man ist Hegemon, man kann also seine Macht auf andere Länder projizieren, dann ist so ungefähr die Lebensdauer von so einem System knapp 110 Jahre. Das entspricht auch der durchschnittlichen Lebensdauer von ähm von Weltleitwährungen, aber es entspricht auch ungefähr dem dem dem Kriegszyklus. Also wir haben ungefähr alle 100 Jahre, so ist die geschichtliche Konstante, einen Weltkrieg, das heißt, wo eine Hegemonialmacht von einer anderen herausgefordert wird und wo sich noch mal das alte System aufgebäumt hat, um zu versuchen, die Macht zu zu stabilisieren. Das ist also passiert, seit dem Untergang von Byzanz, da waren es erst die Portugiesen, dann die Spanier, dann die Holländer, ähm dann die Engländer und jetzt zuletzt sind es die USA. Und wir sind jetzt wieder genau vor so einem Wechsel, weil die USA, können wir sehen, verliert ihre Dominanz. Und das ist jetzt eine geschichtliche Konstante, das ist aber auch nicht der Untergang der Welt, sondern es zeigt einfach, dass Weltleitwährungen einfach eine Lebensdauer haben und so, wie wir heute nicht mehr mit britischen Pfund oder oder spanischen Peseten ähm zahlen, so wird es dann irgendwann in der Zukunft auch sein, dass wir nicht mehr mit US-Dollar ähm bezahlen oder die die ähm Vermögenswerte in US-Dollar dann demuniniert werden. Das heißt nicht, dass es das Ende der USA ist, genauso wenig wie es das das Ende von England war, als Großbritannien als Hegemonialmacht untergegangen ist. Es geht weiter, aber halt werden die Spielregeln oder das das Gravitationszentrum, das verschiebt sich dann. Mhm. Ja, reden wir noch über diese Leitwährung US-Dollar. Ähm, man spricht auch vom Petro-Dollar, ähm, bitte erklär doch unseren Zuschauerinnen und Zuschauern, was heißt Petro-Dollar und warum ist das so ein ein wichtiger ähm Begriff gerade in der heutigen Zeit? Ja, also das ist, muss man sagen, in den 70er Jahren gab es äh war eine Situation, die war sehr prekär für die Amerikaner. Die standen damals schon vor dem Staatsbankrott und man hat dann ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert, indem man der Welt vorgeschrieben hat, ab sofort werden alle Rohstoffe in US-Dollar denunminiert. Das heißt, man hat z.B. mit den Sau mit den ähm mit Saudi-Arabien eine die geschlossen, ihr handelt das Öl, was ihr aus dem Boden holt in Dollar, dafür geben wir euch Schutz. So, und da die ganze Welt Öl brauchte, mussten auch alle Dollar haben, damit sie eben dieses Öl kaufen konnten und das hat die Nachfrage nach Dollar stabilisiert, aber was noch viel viel wichtiger ist, es hat die Liquidität im System ähm erhöht. Und es hat auch den Amerikanern die Möglichkeit gegeben, sich zu günstigen Zinsen zu finanzieren, weil ja die ganze Welt brauchte Dollar. Das andere Phänomen ist aber auch, dass mit Hilfe dieser Dollarwaffe konnten die Amerikaner auch ihre Sanktionen durchsetzen. Das heißt, wenn jemand keine Dollar bekommen konnte, der konnte eben beispielsweise auch nicht so einfach Rohstoffe kaufen, ja? Also es war für die Amerikaner die Situation, Rohstoffe wurden in Dollar ähm bezahlt und das Geld, was z.B. dann ähm dadurch generiert worden ist, das hat man dann wieder reinvestiert in den amerikanischen Finanzmarkt. Dadurch sind die Börsen gestiegen, also es war insgesamt so ein Perpetu mobile und das hat wunderbar auch reibungslos den Welthandel dann geschmiert im Sinne von, also Liquidität war hoch und letztendlich hat es zu einem sehr, also relativ störungsfreien globalen Wachstum auch geführt. Und dieser Petro-Dollar, der ist jetzt vorbei. Das heißt, wir sehen jetzt mit der Entwicklung im Nahen Osten, Iran Sperrung der Straße von Hormus, das war eine strategische Falle, in die die Amerikaner getappt sind. Weil was jetzt stattfindet ist, dass zunehmend mehr Länder sich vom Dollar abwenden und Öl in beispielsweise Yuan äh faktorisieren. Das heißt, jetzt bricht eine ganz ganz große Quelle für Liquidität weg, die man eigentlich bräuchte, weil ja im Hintergrund sind die Staatsschulden, die refinanziert werden müssen und gleichzeitig, wie gesagt, sind jetzt immer mehr, die aus diesem aus diesem Deal ausbrechen, weil sie einfach sehen, Amerikaner verlieren die Kontrolle, sie sind auf dem Rückwärtsgang, während im im, ja, in China und so weiter, ähm da findet jetzt oder da da bewegt sich das neue Machtzentrum hin. Mhm. Welche Rolle hat der Ölpreis im ganzen System, weil wenn ich jetzt so beobachte in den letzten Tagen, das war der Hauptindikator dann für für die Börsen, geht es hoch, geht es runter. Und wir haben jetzt äh Höchststände bei den amerikanischen Aktienmärkten. Wie kannst du dir das erklären, obwohl da ein Engpass an an Öl jetzt durch diese Sperrung der Straße von Hormus stattgefunden hat in den letzten Wochen? Ja, das ist die große Frage, viele wundern sich und reiben sich die Augen und sagen, wir haben eine Krise, die ist um ein Vielfaches größer als in den 70er Jahren und für die älteren Zuschauerinnen und Zuschauer, die erinnern sich noch, in den 70er Jahren, da gab es Autofreie Sonntage. Ich weiß selber, da muss man Energie sparen. Also es war schon und es gab eine ganz große Rezession. Wir haben jetzt aber es bewegt sich ja täglich, aber wir sehen, wie dieses Phänomen in den 70er Jahren, das hat knapp anderthalb Jahre gedauert, aber man hat die Folgen bei der Inflation noch 10 Jahre später gespürt. Aber was wir jetzt erleben, das ist ein Vielfaches schlimmer, weil es ist nicht nur so, dass das Angebot ausbleibt, sondern es wird ja auch noch die Infrastruktur zerstört. Das heißt, selbst wenn jetzt morgen sich alle wieder an den Händen fassen im Kreis tanzen, ändert das ja gar nichts daran, dass eben die das Angebot überhaupt nicht mehr ankommt. Und dieser Schock, der der trifft auf eine bereits geschwächte Konjunktur, insbesondere in Europa, also wir haben ja Rezession, ähm wenn man sich auch die den Jobmarkt anschaut, wir sehen, wie jetzt Strukturprobleme noch mal verschlimmert werden durch die Energiekrise. Wir haben aber auch einen Kredithebel im System, der 2008 damals zur Limenkrise, also wie ein Picknick im Park aussehen lässt. Und dann haben wir aber auch noch eine Gesamtverschuldung, die sehr sehr stark an die 1929er Jahre erinnert, wo man ja auch eine große Depression damals ähm ähm erleben musste. Also insgesamt, das ist eine Gemengelage, die lässt sich fundamental überhaupt nicht erklären, aber der Punkt ist, ich glaube, die meisten, die unterschätzen, wie instabil alles geworden ist. Und es ist auch in den meisten Volkswirtschaftlichen Modellen von den Zentralbanken gar nicht vorgesehen, dass sowas passiert. Das heißt, es gibt diese klassischen ähm Volkswirtschaftlichen Modelle, da kommt noch nicht mal ein Bankensektor vor, weil es gibt keine Bankenkrisen, ja, weil Banken, die verteilen ja nur das Geld, aber das ist ein Aspekt. Das andere ist, dass man immer sagt, ja, man kann ja dann auch substituieren, aber keine Zentralbank kann öldrucken. Sie können Papiergeld drucken, aber Atome kann bisher noch keine Zentralbank drucken und es ist so ein bisschen, habe ich das Gefühl, dass man so die Augen zukneift und hofft, dass es doch irgendwie gut geht. Weil wenn man ehrlich Bilanz zieht, das Problem, was auf auf gerade auf uns zurollt, das ist so gigantisch. Das heißt, da reden wir nicht über 20, 30, 40 % Rückgang an den Börsen, sondern viel viel, da da geht es um viel elementarere Sachen, dann ist nämlich das gesamte System in Frage gestellt. Und ich glaube einfach, die meisten haben so Angst davor, so ein Szenario einzupreisen, äh dass es gar keine Option ist. Das heißt, also es kann nicht sein, ähm was nicht sein darf. Das bringt uns aber auch dann wieder zurück, ich meine, wir können uns die Welt nicht schön reden, wir sind ja bei der Real Union jetzt auch aufgestellt, solche unangenehmen Szenarien ins Auge zu fassen. Und ähm, was ich so beobachten kann ist, wir haben sehr sehr viele unterstützende Aktivitäten von Seiten der Notenbanken, die jetzt schon begonnen haben, Liquidität ins System reinzupumpen. Also das heißt noch mal dem dem strauchelnden Sportler noch mal ein bisschen Adrenalin rein zu spritzen in der Hoffnung, dass er sich wieder aufrappelt und dass das Spiel weitergeht. Aber noch mal, wir sind in einer hoch prekären Situation, die es so das letzte Mal vor knapp 100 Jahren gegeben hat. Okay, also dann wenn ich dir jetzt zuhöre, denke ich, es ist einfach der Markt, will es noch nicht realisieren, wie schlimm die Situation effektiv ist. Und dann kommt wahrscheinlich mit den Konjunkturdaten oder was ist der Auslöser, dass ein eine solche Korrektur, die nötig wäre zum die Realität abzubilden, oder auszulösen? Also das ist nicht das erste Mal, dass ich sowas erlebe. Ich habe das beispielsweise erlebt während der großen Finanzkrise. Da saß ich dann auf auf der äh Seite der Leute, die in Zinsanlagen investiert haben. Und dazu muss man sagen, da ist so eine Risikowahrnehmung, die ist viel viel sensitiver als z.B. wenn man sich auf die äh Seite der Aktien Leute dann äh stellt, weil man kann eben auf der Anleihenseite tendenziell viel mehr Geld verlieren als gewinnen. Während bei den Aktienleuten, da kann man theoretisch mehr gewinnen, also man hat unbegrenztes Potenzial nach oben, deswegen hat man da auch eine ganz andere Risikowahrnehmung. Aber was wir damals schon sehen konnten, das war, das war mindestens sechs Monate, bevor Lehman Pleite ging, hatten wir ganz ganz klare Signale, dass sich da was auftürmt und dass da was ganz großes im Anrollen ist. Und wir selber, wir haben auch dann beispielsweise äh große Absicherungsstrategien eingesetzt, während andere noch gefeiert haben, der Champagner auf der Aktienseite floss noch. Und wir haben uns auch gefragt, ja, aber wieso reagieren die denn nicht? Und dann plötzlich kam eins zum anderen und dann setzte so eine Kettenreaktion aus und alle waren überrascht, wie schnell es dann ging. Und das ist auch sowas, also manchmal ist man überrascht, wie träge so ein Momentum ist, aber es braucht dann nur einen einzigen, der in einem vollbesetzten Kino ruft Feuer und dann hat man die Kettenreaktion. Deswegen ist es besser vorher aus dem Kino auszusteigen.

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